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Autor Thema: wir stellen uns vor und eine Frage bzgl. Nachbarn  (Gelesen 589 mal)
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evamaria
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Tiere sind unsere Freunde, nicht unsere Untertane!


« am: Juni 08, 2006, 18:42:20 »

Hallo ihr Lieben das draussen!

Mein Name ist Eva, meine beiden "Häsen" heissen Snoopy und Poldi. hasibussi

Nun kurz dazu, wie ich Mutti dieser beiden Zuckernäschen wurde.
Es fing an einem trüben Tag im Winter an. Ich fuhr mit dem Bus zu unserem Tierheim, "nur mal schauen". Ich dachte für mich - wenn da zwei sitzen, die mich brauchen, die NICHTsüss und niedlich sind, dann nehm ich sie mit-. Oje, dort waren sooo viele Kaninchen, auch Babys samt Mutti, etc.... Doch mein Blick blieb sofort bei einer Dame hängen, einem Widdermädchen, mit einer großen Narben am Rücken. Die Pflegerin war sehr nett und schilderte mir den traurigen Weg von "Sissi". Sie wurde ausgesetzt und von Tierfreunden ins Tierheim gebracht, im Winter.... Sie hatte an der Wirbelsäule einen großen Tumor, der operiert wurde. Die Pflegerin war ehrlich und sagte dazu, dass Sissi nicht mehr jung ist und der Tumor zwar operiert wurde, aber man nicht sagen kann, wann und ob er wiederkommt. Na ja- Schicksal? Sissi saß mit einem zweiten Mädchen zusammen, deutlich jünger, meine kleine Emili. Obwohl ich schon so viel gelesen hatte bzgl. Zickenkrieg usw. stand meine Entscheidung fest. Ich hatte keine Transportbox mit und keine Fahrgelegenheit. So wollte ich am nächsten Tag wiederkommen, die Pflegerin (bin ihr sehr dankbar!) gab mir einen sehr großen Karton und fuhr mich mit ihrem Privat-PKW samt wertvoller "Ladung" nach Hause.
Nun, ich hatte keinen tollen Hasenkäfig, aber eine große Käfigunterschale, Heu und Einstreu in Hülle und Fülle für meine beiden mongolischen Renner. Kurzer Hand wurde die Schale damit gefüllt, ein großer Karton mit Löchern rein und dann gings los. Beide Mädchen waren in ihrem Element. Sofort kam Sissi aus der Schale heraus und erkundete die Wohnung. Ab diesem Tag kam sie mir jeden Tag entgegen, wenn ich von der Arbeit heimkam und machte "Frauchen". frauenpower Emili blieb immer etwas zurückhaltend, genoss die Freiheit der ganzen Wohung aber sichtlich. Leider musste ich Sissi kurz darauf unter Tränen einschläfern lassen. Sie saß eines Tages völlig apathisch da und hatte starken und übel riechenden Ausfluss aus der Scheide. Unser Kaninchentierarzt Dr. Egger (danke!) konnte mir nichts Erfreuliches berichten, er hat Sissi aufgrund seiner langjährigen Erfahrung mit Kaninchen auf mind. 5, eher 7-8 Jahre geschätzt und nach gründlicher Untersuchung Krebs der Gebärmutter diagnostiziert. Er meinte, dass ein Herauszögern und langwierige Behandlung nur Qual und große Schmerzen für meine Süsse bedeuten würden. So musste ich mein liebes Mädchen gehenlassen.  engelhb

Durch eine sehr liebe Kaninchenschützerin in meiner Nähe bekam ich dann Snoopy, mein freches Gör, auf einem Auge blind, aber frech und aufgeweckt als neue Freundin für Emili, die beiden rauften sich zusammen, dicke Freundinnen wurden sie nicht.
Leider fand ich Emili am Christtagmorgen tod auf. engelhb sie war immer sehr ruhig, zurückhaltend, hatte aber bis zum Vorabend gut gegessen. Auch der Tierarzt konnte mir keine Erklärung für ihren plötzlichen Tod geben. Das hat mir sehr zugesetzt und ich habe mir lange Vorwürfe gemacht, heute denke ich noch oft darüber nach.

Nun musste ein Partner für meine Snoopy her, die ihr Leben bis dorthin in einem Minikäfig in Einzelhaft verbringen musste. Astrid, von der ich Snoopy bekam, fuhr mit mir ins Tierheim und wir suchten uns "Leon" aus, der jetzt Poldi heisst. Das Tierheim war brechend voll mit Kaninchen. Snoopy und Poldi haben sich gleich zusammengerauft und genießen seitdem ihre Zweisamkeit und machen die ganze Wohnung samt Balkon unsicher.

Jetzt meine Frage in einem eher delikaten Bereich: Ich habe Einsicht auf mehrere Balkone in der Nachbarschaft und habe einen Käfig samt  Einzelkaninchen auf einem Balkon entdeckt. Kleiner Käfig, einsames Kanichen bei jeder Witterung, auch praller Sonne. Ich habe aus dem Internet sehr viel Informationsmaterial über artgerechte Haltung ausgedruckt, mit Schwerpunkt darauf, dass Einzelhaltung alles andere als artgerecht ist, über Balkonhaltung, usw. Ich kenne den Namen der Halter nicht, deshalb habe ich alles in ein Kuvert gesteckt und an die Eingangstür geklebt, adressiert an die Kanichenhalter im 2. Stock. Heute waren zumindest der Sonnenschutz für den Balkon heruntergelassen, aber ich kann nur hoffen, dass das für das Kanichen gedacht war.... So, wie würdet ihr weiter handeln, wenn nichts an der Haltung geändert wird?

Puh, das war lang - ich hoffe, es haben ein paar Kaninchenfreunde bis zum Schluss "durchgehalten".

Liebe Grüsse
Eva
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Der lichte Nebel,
der sie schwerelos erscheinen läßt,
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RICHARD MONCKTON MILNES
(LORD HOUGHTON) 1809-1885
Zippy
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« Antworten #1 am: Juni 08, 2006, 19:15:12 »

Eva, lass dich erstmal drücken!! Ich finde es echt toll, wie du dich kümmerst! knuddel4g 

Bei deiner Frage kann ich aber nicht weiterhelfen. Ich weiß ja nicht, ob man den Leuten die Behörden aus den Hals hetzen kann... Kann mir nicht vorstellen, dass die sich für ein Kaninchen auf'm Balkon interessieren. Kennst du die Leute, denen das Tier gehört?
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Kaninchenhalterin
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Ich freue mich über Emails!


« Antworten #2 am: Juni 08, 2006, 19:22:52 »

Huhu!
Na das ist ja eine Geschichte! Smiley Es ist immer so schön zu lesen, wie so jemand wie du sich solcher armen Kaninchen aus dem Tierheim annimmt, die das so sehr verdient haben.  klatschy Cheesy
Zu deinem Nachbarn:
Das war super von dir! Und ich sehe das als Erfolg an, dass das Sonnensegel nun schon da ist. Smiley Stand in deinen Informationen auch, dass die Kaninchen fast immer stubenrein sind und dass es darum nicht nötig ist, den Käfig auf dem Balkon verschlossen zu halten? Ich weiß ja nicht, wie du diesen Info-Umschlag zusammengestellt hast, aber ich würde das eventuell noch einmal tun und dabei einen  persönlichen Brief schreiben. Da kannst du noch einmal die wichtigsten Punkte in deinen Worten schreiben (Käfig, Partner, Futter...) und noch einmal mit Ausdrucken aus dem Internet belegen. Du könntest dem Nachbarn auch anbieten, ihm bei seinen Fragen zur Haltung behilflich zu sein. Ich würde es in jedem Fall auf die nette Art versuchen, weil die Leute doch schnell zu machen, wenns ihnen zu kritisch oder zu schnell geht.
Tina
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Die Hummel hat 0,7 qcm Flügelfläche bei 1,2 g Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das aber nicht und fliegt einfach.
Pauline
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« Antworten #3 am: Juni 08, 2006, 19:25:12 »

Hallo Eva!

Ersteinmal ein herzliches  welcome hier!!

Schön, dass du gleich so viel über deine Kaninchen erzählt hast, aber jetzt sind wir natürlich doppelt so neugierig und wollen Fotos sehen!!!  engelhb

Was deine Nachbarn betrifft, super, dass du dich darum kümmern willst (und es auch schon tust!). Kannst du dich nicht auf die Lauer legen und erstmal heraus bekommen wer dort wohnt?! Vielleicht kannst du dann ja ein unverfängliches Gespräch anfangen und erzählen, dass du Kaninchen hast... So könnte ja ein Gespräch entstehen in dem du ein paar Informationen weiter geben kannst. Manche Leute handeln ja wirklich aus Unwissen... (Gehen wir mal von der harmlosesten Ursache für ihre Kaninchenhaltung aus!)

Viel Glück und viel Spaß hier!!
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LG von Susanne

evamaria
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Tiere sind unsere Freunde, nicht unsere Untertane!


« Antworten #4 am: Juni 08, 2006, 19:51:02 »

Danke herzlich für die schnellen Antworten!

Es stimmt, dass man immer erst den freundlichen, zwischenmenschlichen Weg wählen soll, anstatt schulmeistern und vielleicht noch drohend aufzutreten. Da ich selbst kein "Experte" in Sachen  hasi3 bin, möchte ich mich auch nicht zu sehr "aufspielen".

Bin auch nicht gerade der Typ Mensch, der sich als "netter Nachbar" überall einmischt, aber bei Tieren und Kindern sind meine Grenzen erreicht- da muss ich halt was tun. Ich könnte den Hausmeister fragen, wie die Leute heissen, er weiss über alles Bescheid (er will aber keine Streiterein in seiner Gegend) ich wohne in einer sehr ruhigen Gegen am Waldrand, wo sozusagen jeder jeden kennt, hat auch seine Nachteile...

Habe im Infomaterial auch einen langen Beitrag über Vergesellschaftung von Kaninchen beigelegt. Stimmt, ich kann auch einen persönlichen Brief schreiben und die Leute einladen, mal bei mir vorbeizuschauen, zwecks Betrachtung meines "wilden Wohnzimmers".
Hätte das auch nicht gedacht, aber Poldi (Möchtegernmatcho) und Snoopy (FRESSEN, FRESSEN,...) sind stubenrein, sprich- sie machen ihr kleines Geschäft nur in der "Basis" (mittlerweile 1,40 m Käfigunterschale), ab und zu wird schon ein Bömmelchen in der Wohnung verteilt, aber man ist eben ein Kaninchen hasi3

Habe leider keine Digicam, aber wenn mein Bruder mal auf Besuch ist, gibts Fotos von Snoopy - Stehohren, weiss, braunes Gesichtchen mit weisser Blässe, ein Auge ist blind, Poldi- Löwchenköpfchen, braun, schwarz.

Liebe Grüße!
eva



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RICHARD MONCKTON MILNES
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Petra218
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« Antworten #5 am: Juni 11, 2006, 22:37:37 »

Also, ich hab schon einigen kaninchen in der nachbarschaft zu besserem leben verholfen. Wenn sie kindern gehören, redet man am besten mit den kindern, die sind eher offen für rat.
Mit erwachsenen ist es eher schwer zu reden, mit freundlichkeit kommt man meistens weiter. Also, nicht gleich kritisieren oder zu sehr belehren.. Ich hab zb. mal nen stall gebaut, und gesagt, dass ich einen alten übrig hätte, und ob die leute ihn für ihre kaninchen wollten, so hab ich zwar einiges geld ausgeben müssen, aber das ist halt mein beitrag zum tierschutz, ist sicherer investiert als bei irgendwelchen tierschutzvereinen. Anderer Tip: "Mein kaninchen ist alleine und ich suche ein partnerkaninchen, sie haben doch eines..." - oft effektiv, besonders wenn es kaninchen der kinder sind, die die interesse daran verloren haben. Zumindest kann man bei diesem vorgehen erwähnen, dass es ja tierquälerisch wäre, ihr(dein eigenes) kaninchen alleine zu lassen...
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