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Autor Thema: Grundinformationen über Kokziden *bitte ansehen*  (Gelesen 13613 mal)
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Me
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« am: August 06, 2006, 22:10:31 »

Hallo!

Von Kokziden hab ich eigentlich noch nie was gehört bevor ich in dieses Forum kam...neulich hab ich mal ein bisschen mitgelesen und bin nun leicht geschockt...

Also möchte ich ein paar Grundinformationen darüber haben... eine gute seite wo ich alles nochmal nachlesen kann wäre auch gut...
Bislang habe ich nur soviel(wenig) darüber erfahren, dass es ein Parasit ist, der sich in der Darmschleimhaut vermehrt, schwer wegzukriegen ist, gefählrich ist usw...

Also:

1 )
 Wie äußern sich Kokziden, Durchfall, abmagerung, gar nichts??
Gibt es sichere Zeichen für Kokziden?

2 )
Ich hab gelesen man bekommt ihn mit Medikamenten und desifizieren weg, aber wie bitte soll man ein Außengehege den täglich desifizieren?
50cm abtragen ist in meinem Gehege zum Beispiel unmöglich.

3 )
Wie lange können Kokziden ohne Wirt überleben?

4 )
Wie ist der Krankheitsverlauf?

5 )
Wie wird er übertragen, nur von Kaninchen zu Kaninchen?

6 )
Wie häufig sind Kokziden? In ausnahmslos allen Kaninchenbüchern (ich dürfte alle deutschsprachigen durchhaben), sowie in vielen Foren (ich lese öfter eine zeitlang in manchen Kaninchenforen um mir ein möglichst breites Bild zu machen und mir eine gefächerte Meinung bilden zu können) steht nicht ein Wort darüber....

7 )
 Sterben ausnahmslos alle infizierten oder alle erkrankten Kaninchen daran?

8 )
 Ist es auch auf Menschen/andere Tiere übertragbar?

9 )
Muss man sonst noch irgendwas beachten/ was kann man für vorsorge machen?

10 )
Wie verläuft die Behandlung ab?


Wäre toll wenn ihr mir gute Seiten nennen oder Fragen beantworten könntet... engelhb
« Letzte Änderung: August 06, 2006, 22:12:02 von Me » Gespeichert

LG Merle
annie
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« Antworten #1 am: August 06, 2006, 22:36:01 »

Hier ein paar Seiten:

http://www.tieraerzteverband.de/tierrat/tg0396.htm

http://www.kaninchenweb.de/texte/kokzidiose.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Kokzidiose_der_Kaninchen

usw. Einfach Kokzidiose googeln. Etliche Deiner Fragen dürften dadurch schon beantwortet werden.

Grundsätzlich ist die Kokzidiose nicht auf Kaninchen beschränkt. Bei Menschen z.B. ist die Kokzidiose allerdings selten, v.a. sind abwehrgeschwächte Personen gefährdet, d.h. bei fortgeschrittenem AIDS, oder auch unter Chemotherapie oder bei Leukämien u.ä. Aufgrund der häufig unerkannten Infektion bei Kaninchen sollten davon betroffene Leute also eher nicht zu nahen Kaninchenkontakt pflegen, insbesondere nicht mit dem Kot in Berührung kommen, über den die Kokzidiose übertragen wird (Kot zu Mund wohl). Entsprechendes hatte ich ja auch schon mal bei Schwangerschaft geschrieben. Werds noch mal was recherchieren, aber vermute, dass bzgl. Gefahren für Ungeborene noch keine sicheren Aussagen möglich sind.


Aber sonst scheint mir nicht notwendig, von Kokzidien geschockt zu sein, ist halt eine häufige Kanincheninfektion, mal schlimmer mal weniger schlimm. Ich denke, dass im Schnitt Schnupfen, EC etc. von der Behandlung und Prognose her schwieriger sind oder sein können
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annie
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« Antworten #2 am: August 06, 2006, 22:42:35 »

Ach, hier steht noch, dass die Kaninchenkokzidien nicht auf Menschen übertragbar sind. Ich würde mich aber auf diese Information nicht verlassen und weiterhin, wenn ich Risikoperson oder schwanger wäre, Kontakt mit Kaninchenkötteln (und anderen Kot sowieso auch) vermeiden:

http://gesundheit.meerschweinchenforum.de/about6.html
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Kira
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Unser Sonnenschein Kira


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« Antworten #3 am: August 06, 2006, 22:47:55 »

1 )  Kokzidien können sich durch Durchfall , Abmagerung usw. zeigen ... viele Tiere haben dagegen keinerlei Erscheinungen , der Geruch von Kokzidien erkrankten Tieren ( Kot ) ist
meiner Meinung nach unverwechselbar ... süßlich - säuerlich

2) bei einem Außengehege sollte soviel Erde wie möglich abgetragen werden , dann noch täglich mit einem Dampfreiniger ausgedampft werden ...Tiere am besten solange ins Haus nehmen ( Badezimmer ) wo man eine bessere Hygiene austragen kann .
Alle Gegenstände im Gehege müssen desinfiziert oder abgedampft werden , alternativ dazu mit heißem Wasser mehrfach übergossen .

3) die Kokzidien können gerade in einem Außengehege über mehrere Wochen überleben , laut Buch meiner TÄ sogar über Monate ...

4) der Krankheitsverlauf ist recht unterschiedlich , je nachdem wie stark der Befall ist . und welche Tiere davon betroffen sind , sehr junge Tiere ( Babys ) und ältere Tiere , sterben noch häufig an den Folgen der kokzidien .
Der typische Verlauf ist , das die Tiere trotz normaler Nahrungsaufnahme abnehmen , und Durchfall bekommen , der Körper trocknet durch den Flüssigkeitsverlust stark aus , je nachdem welche Kokzidienart das Tier hat ist der Verlauf durchaus tödlich ...


5) Nein , Kokzidien können auch mit verschmutztem Einstreu , Heu usw... übertragen werden , generell sagt man über den Kot der Tiere , auch der Mensch kann Kokzidien mit einschleppen , zum Beispiel wenn er Kot an den Schuhen hängen hat ...

6) Genaue Zahlen kenne ich nicht , aber man kann davon ausgehen das viele Tiere diese Parasiten in sich tragen , da Kokzidien eine Faktorenkrankheit ist , brechen sie oft erst durch Stress oder andere Krankheiten aus ... das heißt das typische Krankheitsbild beginnt .
Laut TA Buch sind Kokzidien in einem Außengehege fast immer da , solange die Tiere Gesund sind , wird man sie nicht bemerken . Die Chance ein Außengehege immer Kokzidienfrei zu halten , sind sehr gering .

7) Nein , es sterben nicht alle Tiere , meist wie oben geschrieben , immungeschwächte Tiere die nicht rechtzeitig behandelt werden .

Cool Man sollte alle 8-10 Wochen eine Kotprobenuntersuchung seiner gesamten Tiere machen , das heißt Kot von allen sammeln in eine Tüte rein und beim TA untersuchen lassen .
Sollte ein Tier welche haben , müssen eh alle behandelt werden .
Sauberkeit im Gehege spielt eine große Rolle .
Außerdem sollte man neue Tiere immer in Quarantäne setzen , bis alle Untersuchungen vom TA durch geführt wurden . Kotprobe des neuen Tieres ist ein absolutes muss !!!

10 ) Je nachdem mit was behandelt wird , bekommt das Tier in mehreren intervallen Medikamente  Kokzidol oder Baycox (Sulfadimidin)gibt man über mehrere Tage und legt dann eine Pause ein , anschließend wird wieder behandelt . Nach ca 5-7 Tagen macht man noch einmal eine Untersuchung des Kotes ...
Zusätzlich sollte in dieser zeit täglich gereinigt und desinfiziert werden .

LG
Sabrina
« Letzte Änderung: August 06, 2006, 22:57:17 von Kira » Gespeichert

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« Antworten #4 am: August 07, 2006, 10:41:51 »

Ohje, ich finde nichts genaueres (Nachweiß, wie wird Angesteckt (auch über Kot), Behandlungsmöglichkeitern ) über Leberkokziden, nur über Darmkokziden...Leberkokziden scheinen nicht so verbreitet zu sein....

Eine Sache:
Zitat
Leberkokzidiose ist leider nicht wirklich sicher nachweisbar. ein endgüliges Ergebnis gibt es da erst nach dem Tode durch eine Obduktion.

Was soll ich machen???
(Außer einer Kotprobe, dass auf jeden Fall, aber wenn Leberkokzide so gar nicht nachgewiesen werden können???)
Ich kann ja schlecht warten bis ein meiner Tiere stirbt!!!  eek motzki
« Letzte Änderung: August 07, 2006, 10:43:26 von Me » Gespeichert

LG Merle
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« Antworten #5 am: August 07, 2006, 11:14:09 »

Angel hat mit 99 % Leberkokzidien ... die Krankheit äußert sich meist durch extreme
Abmagerung , schlechtes Allgemeinbefinden , und gelbliche Schleimhäute , vergößerte Leber .

Da sie rechtzeitig darauf behandelt wurde ( im Oktober 06 ) hat sie es überlebt , aber seitdem ist sie immer wieder schwerkrank und sehr anfällig für alles .
Die Leberkokzidien sind nicht heilbar , aber mit viel glück zu überleben .



Also Darmkokzide haben sie nicht, denn der die Kotklumpen sind normalgroß, hart, ohne Durchfall, bisauf den Geruch der denen der Genitlataschen ähnelt und der dunkelbraunen Färbung (wie bei Hungerkot, aber der Kot ist groß) der äußeren Schicht... können Leberkokziden auch durch eine Kotprobe nachgewiesen werden?
Ältere Tiere sollen öfter befallen sein, Gonzo geht es nicht gut, aber ich dachte einfach der Stress, dass er nichtmehr der Ranghöchste ist...

wie schon geschrieben , die Hälfte meiner tiere hatten keine Symtome , also kein
Durchfall , kein schlechtes Allgemeinbefinden ...das ist somit keine Garantie das deine Tiere
Kokzidienfrei sind ...
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Unser Sonnenschein Kira


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« Antworten #6 am: August 07, 2006, 13:05:06 »

http://www.kaninchenboard.de/wbb2/Cocci_paper_ge.pdf

les dir das mal durch , ist ganz ausführlich über Leberkokzidien erklärt .
Bei uns ist es fast 100 % das es Angel hat  crying

Aber sie lebt schon fast 1 Jahr damit , aber nur weil meine TÄ sich gut damit
auskennen und gleich richtig behandelt haben .
Angels Leberwerte haben sich sogar etwas erholt gehabt ...

Angel ist am 2 Mai 7 Jahre alt gewesen .
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karina
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« Antworten #7 am: Januar 04, 2007, 11:11:17 »


Hallo,

ich hab eine Häsin bekommen, ein paar Monate alt und ich hab entsprechend eine Grunduntersuchung incl. Kot machen lassen, das Ergebnis: geringgradig Kokzidien, 4 verschiedene Eimeria-Arten, 3 davon mäßig pathogen und eine Art die stark pathogen ist (wie ich aus den oben angegebenen Links herausgefunden habe).

Die Häsin hat keinerlei Krankheitssymptome und ist quietschlebendig! Die Auskunft des TA: Wie die weitere Entwicklung ist hängt von dem Verhalten der Parasiten und den Abwehrkräften der Kaninchen ab. Es gibt viele Kaninchen die das haben und ganz gut damit leben können (sprich nicht wirklich daran erkranken), aber "normal" ist es trotzdem nicht.

Weiters haben sie mir gesagt, die ganze Desinfiziererei mit Mitteln und heißem Dampf, kochendem Wasser usw. bringt net viel, weil die Tiere sowieso den Blinddarmkot direkt vom Hintern aufnehmen und man trotz allem Reinigen diesen Kreislauf der Neuaufnahme nicht unterbrechen kann, wo man natürlich dem TA rechtgeben muß. Und, in einem Freigehege kann man gar nicht so viel reinigen, daß man diese Einzeller ganz wegkriegt. Angeblich reicht normales Händewaschen.

Die Behandlung: 2 Tage 5%ige Baycox-Lösung (Trinkwasser) und 5 Tage Pause und danach nochmal 2 Tage ins Trinkwasser. Der TA hat gemeint, daß sich die kleinen Parasiten in den Lebergängen so verkriechen, daß es auch nicht sicher ist, daß durch das Medikament alle abgetötet werden können ...

Wegen der Antibiotika-Behandlung und um die Abwehrkräfte zu stärken möchte ich einerseits Echinacea Globuli geben und andererseits was für die Darmflora, habe von BirdBeneBac gelesen, oder gibt´s da noch was besseres? Und wie soll die Dosierung sein (pro Kilo Körpergewicht oder für mittelgroße Kaninchen)? Kennt ihr günstige Bezugsquellen?  bitte neu

Wie lange soll ich nach der Behandlung warten um eine Kontrolluntersuchung des Kots zu machen?

Danke und beste Grüße,
karina
 

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karina
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« Antworten #8 am: Januar 10, 2007, 15:49:13 »

Kann mir hier niemand sagen wie BBB und Echinacea Globuli zu dosieren ist und wie man am vernünftigsten ein Freigehege desinfiziert (will nicht so viel chemische Putzmittel verwenden)?

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biggi
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carolinchen im herzen


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« Antworten #9 am: Januar 10, 2007, 15:51:18 »

hallo,
bbb eine halbe tube am tag,
zeitversetzt zum ab.

beim aussengehege musst du die erde abtragen.
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Brina
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Spice


« Antworten #10 am: Januar 10, 2007, 17:14:15 »

Sorry aber BBB gibt man nicht solange man noch AB gibt. Das ist rausgeschmissenes Geld. Das AB tötet auch die durch BBB wieder angesiedelten  guten Bakterien ab. Daher nach Behandlungsende mit AB das BBB geben. LG Brina.
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biggi
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carolinchen im herzen


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« Antworten #11 am: Januar 10, 2007, 17:52:09 »

ich denke mal,sie wird das bene bac nicht umsonst bekommen haben.
ich musste es carolinchen auch schon vor beendigung der ab gabe geben,
weil sie durchfall bekam.

meine beiden tä sagten damals,ich solle es zeitversetzt zum ab geben.
und noch eine woche lang nach abschluss der ab gabe.
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Brina
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Spice


« Antworten #12 am: Januar 10, 2007, 17:55:10 »

Sorry aber das kann ich nicht so stehen lassen. Deine TÄ steht mit dieser Meinung so ziemlich allein da. Dass BBB ist wirklich nur sinnvoll, wenn man es nach Abschluss der AB Behandlung verabreicht. Klar kann einem der TA das Mittel auch schon mitgeben, wenn man das AB mitbekommt, das heißt aber nicht, dass man es gleichzeitig anwenden soll.
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biggi
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carolinchen im herzen


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« Antworten #13 am: Januar 10, 2007, 18:13:54 »

hm...es waren beide tä.
und die meisten hasis bekommen durchfall vom ab.
dehalb zeitversetzt und über die ab gabe hinaus.

wenns keine probleme vom ab gibt,
dann natürlich erst nach der behandlung.
das ist ja klar! da wärs ja vorher nicht nötig.
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amy1
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« Antworten #14 am: Januar 10, 2007, 18:30:39 »

natürlich kann man BBB oder enteroferment während der AB-gabe dazugeben, damit durchfall erst garnicht erst auftritt. wenn die hasis erstmal durchfall haben ist es ja zu spät.
ich als mensch nehme auch zu jeder AB-gabe antibiophilus darmbakterien, damit ich keinen durchfall bekomme.

biggi hat also recht.
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