also ich glaube das mit dem no-go körnerfutter ist erst seit einiger zeit auch in der Fachliteratur vertreten.
zumindest hab ich (ältere) fachliteratur, die davon noch nicht berichtet.
Na das ist ja auch ganz normal. Wissenschaften entwickeln sich weiter... auch die "Wissenschaft der Tierhaltung"
Als meine Schwester ihr Kaninchen bekam (das war so vor 15 Jahren) hatten wir auch noch so ein tolles Buch über Kaninchenhaltung, wo die Vergesellschaftung mit meerschweinchen empfohlen und Kaninchen als ideale Kinderhaustiere bezeichnet wurden.
Und gerade solche alten Weisheiten sitzen sehr sehr fest. Viele Tierärzte empfehlen noch diversen Unsinn, einfach weil sie es noch so gelernt haben. Und Kaninchen und andere Kleintiere werden in der gängigen Vet-Ausbildung auch nicht abgehandelt...da muss sich der willige Student schon eigenhändig dazu informieren. Wenn er Glück hat gibt es auch von der Uni Veranstaltungen zum Thema, die er besuchen kann, aber meistens nicht mal das...
Die Empfehlung der Fütterung von Pellets kommt zum Beispiel aus der Zucht. Dort dienen sie dazu schnell Fett anzusetzen und sind zudem ein recht sauberes Futter.. Frischfutter verdreckt so eine Zuchbucht doch viel schneller..
ich denke halt nur, das manchmal in den foren bisschen übertrieben wird, und kaninchen zu sehr bemuttert werden, in der natur wird auch mal ein maiskorn gefunden, das meinte ich

Da hast du sicherlich recht. Manches wird übertrieben... aber solange es den Kaninchen nicht schadet dabei, lass ich das mal so stehen. Ich bin auch eher ein halter, der versucht da einen Mittelweg zu finden. Ich füttere zum Beispiel von draußen und wasche bestimmt nichts davon ab oder backe Äste vorher im Ofen... aber wenn andere Halter sich damit besser fühlen, sollen sie es tun.
Andere Sachen, wie eben die Pelletfütterung oder Getreidefütterung halte ich schlicht für unnötig. Ich bin auch nicht sicher, ob man das so grundsätzlich verteufeln kann. Aber da liegt quasi der Hase im Pfeffer begraben:
Ich bin nicht sicher.Und da es genug Alternativen gibt, die definitiv gesünder für das Tier sind, lasse ich schlicht die Sachen, bei denen ich mir nicht sicher bin weg. Warum sollte ich an meinen Tieren herumexperimentieren.
Die Natur halte ich nur für ein bedingt gutes Beispiel, da es sich eigentlich je nach Belieben für die eine wie für die andere Seite einsetzen lässt... in der Natur werden Kaninchen auch nur in Ausnahmefällen älter als 2 Jahre... Langzeitfolgen können da gar nicht auftreten. Zudem interessiert es in der Natur keinen, wenn manche Kaninchen eben nicht damit klar kommen, wenn sie Getreide futtern, und dann an irgendwelchen Verdauungsproblemen eingehen... Nicht jedes Tier reagiert gleich auf das Futter. Manche reagieren recht sensibel auf Kohl oder Gurke... meine haben da keinerlei Probleme mit. Und manche fressen ihr Leben lang Getreide, andere bekommen davon sofort Probleme, weil die Stärke bei ihnen das Wachstum von Hefen im Darm zu sehr begünstigen... andere haben vielleicht mit irgendwelchen Spätfolgen zu kämpfen irgendwann...wer weiß. Ich mag das nicht ausprobieren bei meinen...wie gesagt, weil es schlicht unnötig ist. Auf der anderen Seite werde ich nicht in Panik verfallen, wenn es doch mal dazu kommen sollte, dass sie sowas zu fassen bekommen ((weiß zwar aktuell nicht wie, meine Familie weiß aich bescheid...aber man kann ja nie wissen).
Im übrigen bin ich (mittlerweile) auch gar nicht mehr so sehr Anhänger von "Heu als Grundnahrungsmittel, Frischfutter als Beigabe". Ich habe das genau umgedreht... zumindest im Sommer bekommen sie dauerhaft Frischfutter bei mir, im Winter haben sie zwischendurch zwar mal Brachphasen, wenn sei schon alles aufgefressen haben, aber sie bekommen auch dann weit mehr, als allgemein empfohlen wird.
Ich komme mehr und mehr zu der Überzeugung, dass diese überwiegende Trockenfütterung die Ursache (oder zumindest ein entscheidender Faktor) für viele Blasengeschichten ist..
Auch das hat sich erst entwickelt... als ich meine Langohren vor 4 Jahren bei mir aufnahm, hatte ich da noch eine ganz andere Einstellung dazu...