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Autor Thema: Hundeerziehung - nix fressen unterwegs  (Gelesen 3447 mal)
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Nairobie
Zwei Wonneproppen - und zwei Ladys für immer im Herzen
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« Antworten #60 am: März 10, 2011, 12:30:17 »

Das kingt alles super, ich bin gespannt, ob ich/wir das umsetzen können, nochmals vielen dank! ich berichte natürlich auch (hab den Dicken aber nur Mittwochs und Samstags) und muss auch erstmal einen Vollgummiball besorgen, hab keene Lust ständig hundert Teile von nem Ball aufzusammeln. Wobei ich hab so das Gefühl, dass ihm ein Vollgummiball weniger gefallen wird, ich denke nämlich das für ihn das zerstören der größte Spaß ist, denn eine Frisbee die ganz elastisch aus Gummi ist und die er noch nicht kaputt bekommen hat, die mag er nicht so besonders.


Aber es hat sich so etabliert, weil wir mit ihr ja eigentlich nur Autofahren aus bestimmen Gründen... Baden Gehen, jemanden besuchen, Tierarzt (und sie mag den tierarzt vogelhb)

Hey, das tut er auch ^^ freut sich wie ein kleines Kind, wenn es zum Tierarzt geht, dabei wurde er da schon kastriert und geimpft, aber was solls, besser so als das Gegenteil ^^

Und das janken im Auto kenne ich auch! Ist ja echt witzig, wie ähnlich die zwei sich offenbar sind.
Also er jämmert die ganze Zeit, auch wenn wir nur fünf Minuten fahren, das ist so nervig. Wenn er nach unserer Fahrradrunde aber ausgepowert ist, dann geht es.

Gut finde ich, dass er nie bellt, man muss ihn echt schon auffordern, damit er das tut, aber heulen tut er bei jeder Gelegenheit wenn man ihn nur kurz allein draußen im Garten lässt. Dann bleibt er vor der Tür sitzen und weint, echt nervig, wenn ich auch im Garten bin, dann hat er Spaß ohne Ende, beschäftigt sich auch allein aber wehe niemand ist da um ihm Gesellschaft zu leisten.
Das und das Ballproblem sind so die einzigen Sachen an ihm die mich richtig nerven.



du ziehst den zweiten Ball aus der Tasche und zeigst ihm den Hund (notfalls bisschen so tun als würdest du den werfen)

kicher... also du zeigst den Ball dem Hund, .. nicht dass du am Ende den Hund durch die gegend wirfst

Keine Sorge, das wird nicht passieren, bin ja nicht Superman hasi3
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« Antworten #61 am: März 21, 2011, 22:48:03 »

Hab gerade mal wieder das Geduldsspiel probiert, das Problem dabei ist immer, er bleibt zwar neben mir mit dem Ball sitzen, fängt aber wenn ich längere Zeit nichts tue, an auf dem Ding rumzukauen. Nein sagen bringt gar nichts, hab dann immer einmal nach dem Ball gefasst, dann hält er wieder still aber ich glaub das zieht das Ganze sehr weit in die Länge, denn dann wird der Ball ja wieder super interessant, ich wollte ihn ja schließlich haben.
Er hat das Spiel eben nach einer viertelstunde oder so, selbst beendete, weil was in der Küche geraschelt hat :/ also war das nicht sehr produktiv und ich hab keine Lust mehr geduldig zu sein happy

Mit dem Ball wegrollen, das geht schon mit "bleib" aber ich hab nicht den Eindruck dass uns das weiterbringt, zu lang kann ich das auch nicht machen, dann fängt er an unkooperativ zu werden.

Beim Spazierengehen ist es immer das gleiche, Samstag hat er schon wieder nen Ball von Kindern zerstört. Ich hab gesehen, dass sie spielen, war aber wieder mit dem Fahrrad unterwegs und hab versucht ihn mit seinem Ball abzulenken, als die Kiddis ihren Ball aber geworfen haben, ist er hingeflitzt und ich musste die Leine loslassen. War zum Glück aber nur ein 1 Euro Ball, den hab ich ihnen dann gegeben. Nur leider zerstört er ja auch Lederbälle wenn er sie zwischen die Beißer kriegt. Hach ja, das ist noch ne Menge Arbeit.
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« Antworten #62 am: März 21, 2011, 23:58:48 »

Mit dem Ball wegrollen, das geht schon mit "bleib" aber ich hab nicht den Eindruck dass uns das weiterbringt, zu lang kann ich das auch nicht machen, dann fängt er an unkooperativ zu werden.

Doch, genau das ist aber (meiner Ansicht nach) der richtige Weg. Um Gedult wirst du nicht drumherum kommen... das was der Hund zeigt ist Jagdverhalten, das kann man mit Impulskontrolle/Steadynessübungen in den Griff bekommen. Aber man muss schon viel Zeit und Gedult investieren. Und Konzequenz.
Zumindest zu Beginn sollte nicht mehr einfach geworfen werden, sondern nur noch so gespielt werden.
Ihr trainiert ja noch nicht wirklich lange... je nach Ausgangspunkt muss man schon auch eine gewisse Zeit einplanen und darf nicht ungedultig werden.
Wegen dem unkooperativen zuvor mal noch einmal nachhaken: Wie oft in der Woche, Am Tag und wie lange jeweils trainiert ihr bisher?

Eine andere Variante ist die Schleppleine. Da ist Konzequenz noch wichtiger, heißt der Hund wird ab sofort nur noch an der Schlepp laufen. Das ist immens wichtig, denn es geht darum, dass er keinen Jagderfolg mehr hat. Nie! Jagen nach einem Ball ist eine selbstbelohnende Sache, das macht die Arbeit daran aufwändig. Mit der Schlepp kann man die begonnen Jagd unterbrechen... für mich ist das auch wieder eher nichts, wenn es anders geht, würde ich immer auf Schlepp verzichten. Das ist aber wieder eine persönliche Sache, keine Kritik an der Methode, .. der Umstand, dass unser Hund mit verschiedenen Leuten gassi geht, die nicht alle ein gutes Händchen für Hundeführung und Timing haben macht die Schlepp zu einem ungünstigen Werkzeug. Hat der Hund nur einmal die Chance, sich wieder selbst zu belohnen, wirft einen das um Längen wieder zurück. Aber wenn du dir das vorstellen kannst für euch, dann würde ich mich mal in das Thema Schleppleinentraining und Jagdverhalten einlesen...

mal was zum lesen:
http://www.hovawart-info.de/jagdtrieb.htm#Verhaltensabbruch


...es führen in der Hundeerziehung oft viele Wege nach Rom, man muss nur den richtigen für sich finden.
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« Antworten #63 am: März 22, 2011, 21:30:20 »

Ihr trainiert ja noch nicht wirklich lange... je nach Ausgangspunkt muss man schon auch eine gewisse Zeit einplanen und darf nicht ungedultig werden.
Wegen dem unkooperativen zuvor mal noch einmal nachhaken: Wie oft in der Woche, Am Tag und wie lange jeweils trainiert ihr bisher?

Nun, da fängt ja das Problem an... ich hab ihn ja nur zweimal in der Woche. Mittwochs und Samstags, jetzt letztens hatte ich ihn ein paar Tage, weil sein Herrchen im Krankenhaus war, da haben wir an vier Tagen vielleicht jeden Tag außer einem 10 Minuten geübt oder so. Eventuell etwas weniger. Es ist schon sehr anstrengend Wink ich weiß, wenn ich was erreichen will, müsste ich konsequenter sein aber man ist auch schnell frustriert, wenns so gar nichts bringt (scheinbar), vielleicht nützts ja auf langer Hinsicht schon, das glaub ich dir.


Hat der Hund nur einmal die Chance, sich wieder selbst zu belohnen, wirft einen das um Längen wieder zurück. Aber wenn du dir das vorstellen kannst für euch, dann würde ich mich mal in das Thema Schleppleinentraining und Jagdverhalten einlesen...

Leider nicht. Den Selbst-Belohnungserfolg wird er immer mal haben, wenn er Zuhause ist, ich glaub nicht, dass sein Herrchen ihn zurückhalten kann (er läuft bei ihm auch immer frei). Und Schleppleinen mag ich gar nicht... sie sind so umständlich, ständig bleibt er im Gestrüpp hängen und außerdem ist es noch viel schwieriger die auf einem Fahrrad zu nutzen und ich bin eben fast ausschließlich mit dem Bike mit ihm unterwegs.


Die Seite ist übrigens sehr cool, danke!
« Letzte Änderung: März 22, 2011, 21:34:41 von Nairobie » Gespeichert



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« Antworten #64 am: März 23, 2011, 02:31:34 »

Wenn Schlepp nicht in Frage kommt, dann werdet ihr wohl fast nur noch über die Impulskontrolle zum Ziel kommen. Och denke aber, dass das machbar ist.

Nun, da fängt ja das Problem an... ich hab ihn ja nur zweimal in der Woche. Mittwochs und Samstags, jetzt letztens hatte ich ihn ein paar Tage, weil sein Herrchen im Krankenhaus war, da haben wir an vier Tagen vielleicht jeden Tag außer einem 10 Minuten geübt oder so. Eventuell etwas weniger. Es ist schon sehr anstrengend Wink ich weiß, wenn ich was erreichen will, müsste ich konsequenter sein aber man ist auch schnell frustriert, wenns so gar nichts bringt (scheinbar), vielleicht nützts ja auf langer Hinsicht schon, das glaub ich dir.

Nee, ich wollte nicht zu mehr Konzequenz anstacheln mit der Frage, sondern ausschließen, dass ihr zu viel macht. Das klang aus deinem letzten Post schon so ein wenig raus. Das ist nicht nur für dich frustrierend, sondern auch für den Hund. 10 Minuten am Stück ist eigentlich schon viel zu lang, vor allem wenn man gerade erst anfängt.
Ein bis zwei Minuten pro Trainingseinheit reichen völlig aus! Dann lieber einmal an Anfang beim Gassi gehen und einmal am Ende oder so. Oder wenn du öfter gehst, dann lieber vorerst nur einmal beim Gassigang. Je nachdem, wie weit er schon ist, können am Anfang sogar auch 20-30 Sekunden reichen.

Zum Beispiel, ganz am Anfang als ich Suri "Bleib" beigebracht habe (noch ohne Ball)habe ich sie bloß abgesetzt, bin einmal um sie herum gelaufen und dann durfte sie wieder lospreschen. Das wars am Anfang... das hat vielleicht eine halbe Minute gedauert (was schon viel zu hoch gegriffen ist *lach*.. ich brauch ja keine 30 sekunden um um den Hund herum zu gehen... naaj, aber du verstehst schon... so lange wie die kleinste sicher positive Einheit eben dauert).
Man muss klein Anfangen, und zwar mindestens so klein, wie es der Hund erfordert. Wenn man unsicher ist, lieber noch kleiner Anfangen.

Eine ganz wichtige Grundlage, damit es funktioniert: Man muss mit einem Erfolg aufhören. Wenn du merkst, der Hund wird nach 2 Minuten unruhig, dann trainiere vorerst nur eine Minute. Wird er da schon unruhig, dann trainiere nur eine halbe. Fühlt der Hund sich durch das Training überfordert, frustriert ihn das und er wird weniger Bereitschaft zeigen, wieder zu trainieren. Hörst du auf, weil er unkooperativ wird, ist das schon zu spät. Zudem bringst du ihm dadurch bei, dass er seinen Kopf durchsetzen kann, wenn er sich nur widerspenstig genug anstellt. Insgesamt ist lieber mehrere kleine Trainingseinheiten besser als eine lange

Da er den Ball ja eh nicht freiwillig hergibt (ich würde das jetzt mal als andere Baustelle betiteln und mich vorerst auf die Reizunterbrechungsübungen konzentrieren... langfristig wäre es aber schon hilfreich, wenn er den Ball auch gibt, wenn ihr die Trainigseinheiten länger gestalten wollt irgendwann), würde folgendes als eine Trainingseinheit bezeichnen: Du hast den Ball, der Hund wird abgesetzt oder abgelegt, du entfernst den Ball (am Anfang scheint rollen bei dir ja ganz gut zu funktionieren), nach mehr oder weniger Ablenkung (am Anfang keine) darf er sich den Ball holen...Trainingseinheit beendet, Situation lösen (loben) und normal weiter Gassi gehen.
Also zu Beginn würde ich diese Einheit pur so ausführen (wie gesagt, wenn bei rollen der Reiz schon zu stark ist, wäre eine Alternative auch den Ball abzulegen, nachdem du ein-zwei Schritte von ihm weggegangen bist... dann aber unbedingt vorher erst wieder an seine Seite kommen, bevor er den Ball holen darf). Und zwar soll er nur so lange warten, wie er das zuverlässig ausführt... vielleicht zu Beginn 5 Sekunden (am besten bis 5 zählen in Gedanken, oder auf die Uhr schauen, damit du dann später auch angemessen steigern kannst)... und dann dehnst du zunächst diesen Zeitraum.. vielleicht auf 8 Sekunden.. ich würde die Steigerungen am Anfang nicht zu groß machen, sondern klein steigern. Später, wenn der Hund die ganze Situation auch besser abschätzen kann und weiß was passiert, kann man dann auch schneller und in größeren Teilschritten steigern. Der Anfang, die Basis schaffen, ist am mühsamsten.
Ich würde sagen, du tastest dich vorerst mal langsam an die 30 Sekunden Marke heran (dass er das souverän abwartet und nicht zwischendurch versucht aufzustehen.. wenn er das jetzt eh schon kann, dann setze dir 1Minute zum Ziel...) und dann sprechen wir uns wieder. Dann würde ich nämlich auch langsam eine andere Steigerungsstufe in Form einer kleinen Ablenkung mit einbauen.
Wie schnell du bis wohin steigern willst, musst du natürlich selber abschätzen, nur du hast den Hund und seine Reaktion vor Augen. Wie oft du so eine kleine Einheit einschieben kannst, musst du auch selbst herausfinden. Wenn du beim vorran gegangenen Versuch schon gemerkt hast, dass es etwas unflüssiger ging, belass es dabei... wie gesagt, versuche positiv aufzuhören. Das kann auch von Tag zu Tag verschieden sein, je nach Aufmerksamkeitsgrad.

Du hattest ja gesagt, sitz und bleib kann er ohne Ball eh schon, oder? Also auch, dass du ein paar Schritte weg gehen kannst von ihm?

Naja, wie gesagt, gerade der Anfang erfordert besonders viel Gedult... von beiden Seiten.

Das du nicht täglich trainieren kannst finde ich übrigens nicht so schlimm. Aber wenn du den Anfang gemacht hast, vielleicht kannst du dann ja seine Besitzer ein wenig mit einbinden. Würde ich aber erst machen, wenn er die 30-Sekunden-Übung bei dir gut beherrscht.

lieben gruß
Aj
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« Antworten #65 am: März 23, 2011, 11:51:49 »

Um noch mal auf die Ausgangs-Thematim zurückzukommen: Leyla ist auch so ein Staubsauger, alles was nicht niet- uns nagelfest ist, wird schnellstens eingesaugt und verspeist. Grade hier auf Teneriffa, wo Gift-auslegen noch immer so gang und gebe ist, habe ich natürlich viel Angst um sie dabei....solange ich sie sehen kann, reicht aber meistens ein energisches "Aus", und sie lässt fallen, wa sie aufgelesen hat...dennoch hab ich es ihr nie abgewöhnen können, die Dinge überhaupt erst mal liegen zu lassen...

das Problem ist wirklich das Timing, und auch die Entfernung, ehrlich gesagt...selbst heute noch schlingt sie Gefundenes ganz schnell runter, wenn ich zu weit weg bin, als dass sie "Sanktionen" befürchten kann....

Eine Patent-Lösung, wie man das abgewöhnen kann, gibt es wohl nicht, da jeder Hund auch unterschiedlich reagiert (unser letzter Hund in D-land hat sich das "Fressen unterwegs" problemlos abgewöhnen lassen, und ganz schnell, mittels energischem "Aus", obwohl er ein Tierheimhund von bereits 5 oder 6 Jahren war....was wir ihm allerdings nie abgewöhnen konnten, war das Wälzen in Schafdung... happy), bei Leyla klappt es, wenn sie nicht weiter als, sagen wir, 10-12 m entfernt ist....nie abgewöhnen konnte ich ihr dass sien einfach generell nichts aufliest....

ist ein komplexes Thema...

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Sonnige Grüsse
Corinna
Nairobie
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« Antworten #66 am: März 23, 2011, 22:16:37 »

Danke Atrox du bist mir wirklich eine riesen Hilfe!

Und nein, das hast du falsch verstanden, ich hab keine 10 Minuten am Stück mit ihm trainiert, da wäre ich ja wahnsinnig geworden ^^ über den Tag verteilt, also 3-4x oder so.

Richtig, das mit einem positiven Erfolg aufhören kenne ich vom Klavierspielen ^^ daher hab ich das auch schon so gut wie möglich versucht.

Jepp, Sitz und bleib geht problemlos, auch wenn ich mit Ball rumlaufe und an den Kaninchenstall gehe, mich also gut 10 m von ihm entferne, sowas kann er primstens! Demnach ist es eigentlich auch gar nicht sooo schwer mit ihm zu trainieren, er ist schon gut erzogen - zum Glück.
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