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Autor Thema: 8jährigen Rammler: kastrieren und vergesellschaften??  (Gelesen 2294 mal)
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kaddiey
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« am: November 27, 2007, 10:46:30 »

guten tag,

eine frage quält mich nun schon seit einigen tagen, aber dazu bedarf es einer vorgeschichte:
mein alter herr, ein 8jähriges kaninchen, wurde leider zeit seines lebens falsch gehalten. das ist schlimm, lässt sich aber leider nicht mehr ändern. zumindest seinen lebensabend möchte ich ihm versüßen, nur weiß ich nicht, ob das möglich ist.
ursprünglich kaufte ich zwei kaninchen, doch eines starb bei der kastration. der zweite wurde dann nicht kastriert und wurde in "einzelhaft" gehalten. zwar war im freigehege ein meerschweinchen bei ihm (ein tipp, den ich damals aus einem "fachbuch" hatte), aber heute weiß ich, dass das nicht das gelbe vom ei war.
er hatte zwar viel freigang, war zutraulich, wurde auch immer wieder im haus laufen gelassen (weil da einfach mehr platz war) usw., doch ein artgenosse fehlte ihm.

nun fand ich unter www.nager-in-not.at die option eines "gnadenhofes". ich würde die ernährung des tieres bezahlen, er könnte jedoch mit anderen vergesellschaftet werden.
allerdings bin ich sehr, sehr unschlüssig. ich habe mich schon ein wenig im internet erkundigt und fast überall las ich, dass so späte kastration und vergesellschaftung (wenn das tier keine anderen artgenossen kennt) einer einzelhaft nicht vorzuziehen seien und tödlich enden würden.
die experten des "gnadenhofs" teilten mir jedoch mit, dass eine kastration unter gasnarkose eine sanfte methode sei und der alte herr das überstehen würde.

da ich in der vergangenheit schon so viele fehler gemacht habe, frage ich mich, was ich denn nun tun soll.
kastration + viele freunde, viel platz? oder aber ihn in so späten jahren nicht mehr belasten und ihm als einzeltier das leben so schön wie möglich machen?

danke für eure hilfe!!
lg
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Elenath
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« Antworten #1 am: November 27, 2007, 10:55:36 »

Das was du da im Internet gelesen hast ist Blödsinn! Natürlich kann eine Kastration (so wie jede OP) tödlich enden - das kann bei jungen wie auch bei alten Tieren passieren, aber solange du ihn von einem fachkundigen Tierarzt und MIT Inhalationsnarkose kastrieren lässt sind die Chancen sehr gut!
Ich würde Ihn auf jeden Fall kastrieren lassen und ihn dann mit den anderen Vergesellschaften. Dann hat er zumindest noch die letzten Jahre die Möglichkeit mit anderen Kaninchen zu leben.

lg
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fiby2008
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« Antworten #2 am: November 27, 2007, 11:00:53 »

aber kaninchen sind doch auch sehr ortsgebunden, oder nicht?
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nosy
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« Antworten #3 am: November 27, 2007, 11:05:36 »

Hallo Kaddiey!

Die erste Frage, die mir durch den Kopf ging, als ich deinen Beitrag gelesen habe, war folgende:

Weshalb möchtest du dein Ninchen weggeben, um ihm Gesellschaft zu vergönnen?
Hast du keine Möglichkeit, ihm Gesellschaft zu dir nach Hause zu holen?
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kaddiey
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« Antworten #4 am: November 27, 2007, 11:10:56 »

hallo Elenath,
hm, und was sagst du zum vergesellschaftungsproblem?
also der rammler gehört nicht zur "verschreckten" sorte. im gegensatz zu vielen anderen kaninchen, die beim kleinsten geräusch zusammenfahren, ist er recht locker. so hat er sich z.b. mit der katze angefreundet und hatte nie angst vor ihr.
aber er war halt doch ein einzeltier... ist es eine zu große zumutung, ihn ganz plötzlich zu so vielen anderen kaninchen zu setzen?

hallo nosy,
tja, das ist so eine sache. auch ein grund, warum ich mich um einen guten platz bemühen möchte.
vor drei jahren habe ich zu studieren begonnen. bis vor einem jahr bin ich auch 1x pro woche heimgefahren und habe am wochenende ausgiebig mit dem tier gespielt; unter der woche wurde er von meiner familie gefüttert und ins freigehege gesetzt, mehr nicht.
im sommer ist dann auch noch das meerschweinchen an alterschwäche gestorben (und da war er dann ganz allein). solange er im gras sitzen konnte und nachbarn, katzen etc. beobachten konnte, hab ich mir eingeredet, dass er es verkraftet, wenn ich nur alle 2-3 wochen heimkomme.
aber das ist blödsinn, das weiß ich auch. und einen einsamen winter will ich ihm nicht mehr antun.
in meiner wohnung hab ich leider keine möglichkeit, ihn (und evtl. kollegen) aufzunehmen. ich habe hier zwei wohnungskatzen, da fehlt es einfach an platz. außerdem will ich ihn in keine wohnung sperren.
alles ziemlich verflixt... Sad
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fiby2008
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« Antworten #5 am: November 27, 2007, 11:14:18 »

also ich würd ihm ein zweites (älteres) kaninchen gönnen, wenn sie zu zweit sind, braucht man sich auch nicht soviel mit ihnen beschäftigen, weils ihnen dann e nicht fad wird.
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Nala85
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« Antworten #6 am: November 27, 2007, 11:16:20 »

Ich find das sehr gut dass du das so sachlich und vor allem im Sinne des Tiers siehst!

Ich würde es auf alle versuchen ihn kastrieren zu lassen und dann zu vergesellschaften. Das Risiko der Narkose bleibt immer, ist bei uns Menschen nicht anders - aber überleg mal: Was wenn er noch ca. 4 jahre vor sich hat (hier im Forum gibt es ein paar die so alt wurden) - wäre es für ihn überhaupt lebenswert noch weitere 4 Jahre allein zu verbringen?

Ich würds eingehen ...
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Elenath
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« Antworten #7 am: November 27, 2007, 11:16:33 »

Die Vergesellschaftung wird sicher ein Stress, aber da muss er durch. Wichtig ist halt, dass die Regeln eingehalten werden - also bis zur VG kein Sicht- und Riechkontakt und dann auf einem neutralen Bereich zusammensetzen. Nicht einfach zu der Gruppe dazugeben! Die anderen würden ihr Revier verteidigen und er hätte es sehr schwer. Eine zu große Zumutung ist das nicht - was sind schon ein paar Tage Stress, wenn er dann Jahre mit den anderen verbringen kann?

lg
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fiby2008
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« Antworten #8 am: November 27, 2007, 11:18:19 »

aber wieso soll sie den rammler weggeben, wenn er doch bei den eltern ein großes freigehege hat und er schon seit 8 jahren dort wohnt?
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Nala85
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« Antworten #9 am: November 27, 2007, 11:21:12 »

dazu würd ich mal näher auf das gehege eingehen ...

ist das ein richtig gesichertes und lebt er da immer, oder setzt du ihn nur hin und wieder rein?
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kaddiey
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« Antworten #10 am: November 27, 2007, 11:25:40 »

nein, es ist keinesfalls so eine großartige riesenanlage, wie er sie im "gnadenhof" hätte.
er hat einen 2,7m² großen stall, wo er nachts und im winter lebt. in der wärmeren zeit wird er ins gras gesetzt (samt kraxelbrücken und haus); dieses freigehege ist... so ca. (?) 6m² groß.
und dann hole ich ihn eben alle 2-3 wochen (früher täglich, dann während des anfänglichen studiums 1x pro woche) ins haus, wo er überall herumrennen kann. meine mutter macht das auch manchmal, aber sie arbeitet recht viel und kommt auch nicht täglich dazu.
es ist sicher kein so grausig kleiner stall, wie die, die oft verkauft werden. und er bekommt auch gelegenheit, sich auszulaufen. aber das ist, wie gesagt, kein vergleich mit größeren anlagen.
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atrox
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« Antworten #11 am: November 27, 2007, 11:26:34 »

und sie "soll" ihn nicht weggeben...ihre Idee ist eben nur, dass sie Gesellschaft woanders ermöglichen will. Wenn das Gehege passt und sie lieber eins dazu nehmen wollen wäre das natürlich auch ne super Variante.

Ich würde aber auf alle Fälle dem Alten Herrn noch Gesellschaft ermöglichen..guck mal, hatte mal ein Thread zu einem alten Senioren der noch VG wurde..er lebt jetzt glücklich mit seiner Oma zusammen, ist nun selbst 10 Jahre alt und er ist so glücklich mit seiner Partnerin...ich hab auch mit anderen alten Einzelhafttieren die Erfahrung gemacht, das die VGs oft recht gut klappen...ist natürlich keine  Garantie, kann auch bisschen heftiger werden bei dir..

http://www.kaninchen.at/smf/index.php?topic=25325.0
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nosy
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« Antworten #12 am: November 27, 2007, 11:27:16 »

Würden deine Eltern bereit sein, ein 2.Ninchen zu versorgen?

Ist ja echt eine verzwickte Sache...
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atrox
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« Antworten #13 am: November 27, 2007, 11:34:32 »

naja, das Gehege wäre für Dauerhaltung schon bisschen zu klein.. guten wären 4-5m² dauerhaft und Auslauf wenn es ermöglicht werden kann...wenn er Gesellschaft hätte wäre es eh nicht mehr so dramatisch wenn die Menschen nicht mehr so viel zeit zum beschäftigen hätten, also da müsstest dir keine allzu großen Vorwürfe machen. Ich denke aber, dass er aus seinem Revier weg müsste wäre jetzt nicht allzu wild, hier heiligt der Zweck eindeutig die Mittel. Lieber in Gesellschaft in einem neuen Heim als im alten allein denke ich. Aber wäre natürlich schön, wenn du zwei kaninchen bei dir nen schönen Lebensabend machen könntest...zum einen kannste einem alten, ungewolltem Häschen bei dir Unterkunft bieten, zum anderen bleibt der Gandenhofplatz für wirkliche Notfälle frei?... kommt halt drauf an ob ihr es möglich machen könntet.

gruß
aj
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Nala85
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« Antworten #14 am: November 27, 2007, 11:35:42 »

Ich würds jetzt auch mal von der Fürsorge abhängig machen, denn wenn sie krank werden muss ja auch wer da sein der Zeit investiert.

Also das "Wo" find ich nicht vorrangig, sondern eben das "Ob" und da würd ich klar "ja" sagen.
Meine waren beide 6 jahre, und es hat nichtmal annähernd etwas gegeben was man Rangordnung ausmachen nennen könnte, die ham sich akzeptiert und geschleckt, als würden sie sich ewig kennen.
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