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*Kim*
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« am: Februar 18, 2010, 13:58:27 » |
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Da ich nun schon öfter auf meine Ernährung privat angesprochen wurde (von Usern) würde ich gerne einmal ein Thema zur ad libitum Ernährung eröffnen.
Die allgemeine Meinung zum Thema ad libitum und dessen Beschreibung: Ad libitum bedeutet übersetzt "nach Belieben". Auf die Kaninchenernährung bezogen, ergo dass sie rund um die Uhr eine große Auswahl an Futtermitteln zur Verfügung gestellt bekommen. Diese Futtermittel gehen niemals aus und werden kaninchengerecht und nach Vegetation, Klima, Jahreszeit und Wetterverhältnissen ausgesucht. Auf eine Abwechslungsreiche Auswahl wird Wert gelegt. Der große Vorteil anderen Ernährungsarten gegenüber ist, dass Kaninchen erst dann zu selektieren beginnen, wenn sie eine große Auswahl an Gemüsepflanzen, Gräsern, Kräuter, Obst, Äste, Blätter und Wildpflanzen zur Verfügung gestellt bekommen. Wie Viola Schilling dazu sagen würde: "Selektion ist der Schlüssel zur Vitalität, denn erst wenn das Kaninchen selektiert, frisst es nach seinen körperlichen Bedürfnissen.". Wenn man den Kaninchen diese Selektion nicht bietet, ist der Mensch verantwortlich dafür, die ideale Futterzusammenstellung finden. Dies ist jedoch unmöglich, denn jedes Kaninchen frisst individuell nach seinem Bedürfnissen und diese sind von Tag zu Tag, ja sogar von Stunde zu Stunde, unterschiedlich. Je nach Körperbau, Bedürfnissen und Situation ist die Aufnahme von Frischfutter anders aufgeteilt. Gerade bei Kaninchen lässt sich dies sehr leicht beobachten, denn sie haben meist einen sehr deutlichen Selektionsvorgang. In bestimmten Situationen wird die Aufnahme von bestimmten Futtermitteln verweigert, andere wiederum mit Vorliebe gefressen. Bei Kaninchen, oder generell bei den Meisten Tieren, ist dies bei rationierter Ernährung nicht zu beobachten.
Ebenfalls sind Kaninchen, welche ad libitum Ernährt werden selbst die Verantwortlichen für das was sie fressen. Sie sind nicht zwangsläufig dazu gezwungen Heu, welches trotzdessen angeboten wird, aufzunehmen. Dies hat den entscheidenen Vorteil das bestimmte Reaktionen (Nieren- und Blasenerkrankungen wegen Wassermangel, Vergiftungen wegen Selektionsunmöglichkeit, Fürderung der Harkenwürmer oder auch Mangelerscheinungen werden Nährstoff und Vitaminmangel) ausbleiben.
Zu einer ad libitum Ernährung gehört im Grunde erstmal die ständige Verfügbarkeit. Dies ist nicht, wie immer gesagt wird, ein ständiges heraus gehen und füttern, sondern einfach zwei Mal täglich (teils reicht sogar einmal) füttern. Desweiteren sollte eine große Vielfalt da sein. Es gibt dort mehrere Kathegorien. Man sollte sich bemühen im Winter sowohl Kräuter, Obst, Gemüse und Äste anzubieten, sollten frische Kräuter nicht möglich sein, sind ebenfalls Trockenkräuter möglich. Im Sommer sind Wildkräuter das A und O. Ist eine Wildkräuterfütterung nicht gegeben, sollte eine Fütterung wie im Winter erfolgen. Das Hauptnahrungsmittel sind aber im allgemeinen Wiesengewächse und Kräuter, diese sollten unter keinen Umständen ausgehen (sollten Wiesengewächse nicht möglich sein, mindestens die Kräuter), da dies die Grundlange einer ad libitum Ernährung ist.
Die Umstellung von einer rationierten Ernährung auf eine ad libitum Ernährung sollte langsam ablaufen, da die Auswahl und die Menge von Mal zu Mal gesteigert werden sollte, damit sich die Verdauung auf Futtermittel und Menge einstellen kann. Es ist entfehlenswert am Anfang kleinere Portionen zu reichen, die bis zur nächsten Fütterung reichen. Dann langsam dazu übergehen zweimal am Tag zu füttern, sodass bei Gabe der nächsten Futterportion von jedem Futtermittel noch etwas da ist.
Zum Thema Übergewicht: Das Kaninchen durch eine ad libitum Ernährung zu Übergewicht neigen ist ein beliebter Mythos. Kaninchen welche mit gesunden Futtermitteln ernährt werden (Kein mischfutter) nehmen auch nicht zu, nur weil sie in größeren Mengen Futter angeboten bekommen. Das ist soweit bei einem Stopfmagen ohnehin nicht möglich.
Meine persönliche Meinung zu dem Thema unterscheidet sich in nur sehr wenigen Dingen mit der obig genannten. Ich bin ebenfalls der Meinung das dies die gesündeste Ernährung ist, jedoch würde ich das Thema "Trockenkräuter" aus dem Konzept wie ich es oben beschrieben habe streichen, da dies in meinen Augen eher kontraproduktiv einer gesunden Ernährung gegenüber ist. Ansonsten habe Ich mit der Ernährungsweise sehr gute Erfahrungen gemacht und bemerke, dass meine Kaninchen seitdem viel ausgeglichener, agiler und vom allgemein Befinden gesünder sind.
Liebe Grüße, Kim
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MasterLuke
4 Space-Nins
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« Antworten #1 am: Februar 18, 2010, 14:06:59 » |
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schöner beitrag!  könntest du ein beispiel einer fütterung geben? bei uns bekommen sie 1 mal frifru, manchmal nur karotten, manchmal 3 oder 4 sorten gemischt. reichts das zur selektion? am abend putzen sie sowieso alles weg, egal was drinnen ist und bekommen dann noch ein leckerlie (z.b. getrocknete ananas), 2 mal die woche einen apfel. auch ananassaft bekommen sie während des fellwechsels am abend. habe aber schon das gefühl, das die beiden dicker werden, zumindest eine wamme bekommen.
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Liebe Grüße Andrea & Günter & Lea & Luke & Padmè & Mara  Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt. Mahatma Gandhi (1869-1948)
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Jojo333
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« Antworten #2 am: Februar 18, 2010, 14:13:08 » |
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Hey, du hast dir ja mal wieder super-viel Mühe gegeben  Ich hab trotzdem noch zwei Fragen *gg* Wie viel Gramm Futter fressen deine denn so pro Tag/Nase? Wird das FriFu nicht gammlig, wenn es mitunter 12-24 Stunden im Gehege liegt?
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 "Es ist besser, ein kleines Licht zu entzünden, als über die große Dunkelheit zu klagen." Konfuzius "Music was my first love and it will be my last. Music of the future and music of the past." John Miles
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*Kim*
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« Antworten #3 am: Februar 18, 2010, 14:26:20 » |
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Hallo  Ich fütter einmal täglich, so das von jedem Futtermittel bis zur nächsten Fütterung noch etwas vorhanden ist. Ein beispiel für eine Fütterung im Winter bei uns ist beispielsweise Kräuter: Basilikum, Petersilie, Thymian, Majoran, Dill und Melisse + eine Hand voll Kräutermischung von HiO als Leckerlie Gemüse: Chinakohl, Steckrübe, Knollensellerie, Möhren (mit Grün), Kohlorabie (mit Blättern), Fenchel, Jaromakohl, Wirsing, Rote Beete, Petersilienwurzel und Schwarzwurzel Obst: Banane und Apfel (gibt es bei uns täglich angeboten) Äste: Kirschbaumäste, Apfelbaumäste und Wallnussäste Und eine Blütenmischung von HiO gab es auch noch. Und hier wären mal drei Futterbilder von verschiedenen Portionen vom Futter:    Das nur mal als Beispiel  Jojo: Bei den Aussennins komm ich auf knapp 600gramm pro Kaninchen. Bei den Innenkaninchen auf knapp 450gramm pro Nase. Das schwankt natürlich doch immer recht doll. Gammeln tut das Futter eher nicht. Gemüse hält sich meist 2-3 Tage (wenn man es denn strapazieren will) und frische Wiesenkräuter und Kräuter generell meist auch 24 Stunden.
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Jojo333
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« Antworten #4 am: Februar 18, 2010, 14:28:26 » |
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 "Es ist besser, ein kleines Licht zu entzünden, als über die große Dunkelheit zu klagen." Konfuzius "Music was my first love and it will be my last. Music of the future and music of the past." John Miles
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Tanja1507
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« Antworten #5 am: Februar 18, 2010, 15:05:26 » |
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Hallo Kim!
Danke für dein ausführliches Posting.
Ich habe vor über einem Jahr über diese Ad Libitum Fütterung zum 1x im Internet gelesen. Und dachte hey das hört sich gut an. Habe mich lange u. ausführlich damit beschäftigt, über die richtige, u. artgerechte Ernährung von Kaninchen. Und habe mich dazu entschlossen, diese Fütterung bei meinen Ninchens langsam aber sicher zu starten, u. die Ration zu erhöhen.
Doch ich denke leider das es nicht für alle Kaninchen gesundheitlich so toll ist. Den mein Hoper hatte seit dieser Umstellung noch mehr Probleme mit seinem immer wiederkehrenden Durchfall, als bei weniger Frifu Gabe, u. mehr Heu fras, es begann dann erst so richtig, mit seinen Problemen. Erst dachte ich die Fütterung vom Kohl sei Schuld, lies es weg, nichts gleiche Spiel ging weiter. Gab anstatt Kohl noch mehr verschiedenste frische Küchenkräuter, lies den Salat weg usw., gebe dafür Unmengen Geld im Winter jede Woche aus, damit Sie viele frische Kräuter bekommen. Doch auch dies ging sichtlich daneben. Sie frasen nur noch frifu u. frische Kräuter, u. nahmen fast gar kein Heu mehr zu sich. Und der Durchfall wurde immer schlimmer bei Ihm, mein anderer Hopel der Blasengriespatient fährt natürlich super mit dieser Fütterung, aber nicht mein verdauungsanfälliges Kaninchen Hoper. Also bin ich der Meinung, das dies nichts für empfindliche Tiere ist.
Im Sommer ist es natürlich kein Problem, da man viel Wiese, verschiedenste Blätter reichen kann, u. weniger Knollengemüse gibt. Im Winter isses ein hausgemachtes Problem, blättriges zu reichen speziell wenn man sich an Kohl nicht mehr herantraut bei einem so empfindlichen NInchen.
Somit denke ich wenn Halter Ihre Tiere ad Libitum ernähren, mit viel Knollengemüse, Salate, Kohl, kann dies gewaltig in die Hose gehen, verdauungstechnisch. Seither bin ich von dieser Fütterungsvariante nicht mehr so überzeugt, weil mein eines Kaninchen eben dadurch so erhebliche Probleme bekommen hat.
Auch muß ich feststellen bei meinen Tieren, die zusammen ein Gewicht von 5,2kg auf die Waage bringen, u. somit ja über 500g bei einer rationierten Fütterung benötigen würden, aber noch nichtmal 400g zusammen wegfressen, versteh ich dann nicht wie das klappen soll mit einer solchen großen Menge an die Tiere zu verfüttern, ohne das Sie Probleme mit Ihrer Verdauung bekommen?
Klar geb ich nur Wiese u. Wiesenkräuter, samt Blättern u. Ästen, wird es sicher weniger Probleme verdauungstechnisch machen, aber wie im Winter? Das würde mich mal sehr interessieren. Den bei einem empfindlichen Tier kann ich mir schwer vorstellen, das soviel Salat, Kohlblätter, funktioniert, ohne das es Probleme bekommt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das die Kaninchen nicht ausreichende Heu doch für Ihre Verdauung zum regulieren benötigen? Ich kann mir schwer vorstellen, das jeder TA so dämlich ist, u. jeder einem sagt das Heu sehr sehr wichtig ist für deren Verdauung ist, dann wären alle TÄ dämlich. Und ich habe mich mit zig verschiedensten TÄ unterhalten.
Sorry für den langen Text, aber diese Fütterungsvariante die ich zu Anfangs als so toll empfand, mir einleuchtend vorkam, hat mir schlussendlich mehr Probleme mit meinem Ninchen gebracht, als ich zuvor noch rationiert verfüttert hatte, wo auch noch mehr Heu aufgenommen wurde.
Somit bin ich wieder am umstellen, auf rationierte Fütterung, damit mehr Heu aufgenommen wird, u. Er hat dadurch jetzt auch wieder weniger Probleme mit seinem Durchfall. Wie ist das dann zu erklären? Das Heu bei einer Ad Libitum Fütterung nicht unbedingt erforderlich ist? Ich kann mir beigott nicht vorstellen, das es alle Kaninchen so gut vertragen, u. mit der Verdauung keine Probleme bekommen, wenn zuwenig Heu gefressen wird, u. extrem viel Frifu eben Ad Libitum aufgenommen wird? Leider bin ich über diese Fütterungsvariante nicht mehr überzeugt, da es eben nur noch Probleme gibt :-(
Lg TAni
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*Kim*
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« Antworten #6 am: Februar 18, 2010, 15:17:35 » |
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Wie kann Heu so wichtig sein, wenn Wildkaninchen gar kein heu aufnehmen und trotzdem überleben? Das einfach mal als meine Gegenfrage  Ich denke es ist wirklich eine Sache der Umstellung. Ich hatte die Aussengruppe sehr weit in der Vergangenheit zurück liegend bereits einmal auf ad libitum umgestellt gehabt und hatte dort auch nicht sonderlich gute Erfahrungen. Es wurd viel Gemüse gefressen, was ihnen wohl zum Verhängnis wurde. Letztendlich stellte Ich wieder auf ad libitum um und siehe da: Nachdem Kräuter und nicht Gemüse das Hauptnahrungsmittel wurden ging es ohne Probleme. Ich habe hier auch ein Darmproblem-Ninchen, meinen Toffie. Der Kleine ist sehr wählerisch und wenn er was falsches frisst bekommt er auf der Stelle Probleme mit dem Magen. Letzendlich war er der Grund, warum ich wieder auf ad libitum umgestellt habe. Schlichtweg, weil er somit selbst selektieren kann, was für ihn gut ist und was nicht. Und seitdem ihm das Gegeben ist, hatte er keinerlei Magenprobleme mehr. Es gibt Kaninchen die vollkommen schlecht darauf reagieren. Das sind jedoch meist Kaninchen, von denen der Magendarmtrakt vorher schon komplett verhunzt wurde, sodass da schon solch Schädigungen vorliegen, das soetwas überhaupt nicht funktionieren kann. Das viele Tierärzte Heu empfehlen stimmt. Heu stärkt teils auch den Darm, aber hat eben auch viele Nebenwirkungen. Ich merke einfach selber bei meinen Kaninchen: Die Fütterung wie sie ist, ist für die Kaninchen selber schöner, da sie selbst entscheiden können wann sie was fressen wollen und das Futter nicht so schlingen. Und gerade auch bei Toffie merke ich, dass ihm das gut tut und er da nicht mehr so mäkelig ist. Ein anderes Beispiel ist meine Bella. Die Kleine kam mit 8 Jahren zu mir, ihr Leben lang mit Mischfutter aus dem Handel ernährt wurden. Die Besitzer hatten bei ihr mal versucht umzustellen (eine wirklich gute Umstellung fand sogar statt) aber bei jedem einzelnen Kohlblatt was ihr angeboten wurde, bekam die Kleine sofort Durchfall. Sie wurd hier letzendlich dann erstmal auf Normal Ad lib. ohne Kohl umgestellt. Das hat super geklappt. Dann wurde auch Kohl angeboten und sie hat selektiert. Und siehe da: Obwohl sie der reine Kohl-Fan wurde: Sie bekam hier keinen Durchfall, kein nichts, kein gar nichts. EDIT: Die Fütterung muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden. Es ist situationsabhängig und nicht jeder hat halt die Möglichkeiten dazu. Das die ad libitum Ernährung kritisch gesehen wird ist ein Fakt. Und das wird wohl auch noch längere Zeit so bleiben.
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« Letzte Änderung: Februar 18, 2010, 15:29:28 von *Kim* »
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Steppenlemming
4 kastr. Kaninchen (3m+1w)
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Leckerlie Erfinderin ;-)
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« Antworten #7 am: Februar 18, 2010, 15:28:06 » |
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Hi, so füttere ich von Anfang an, nur gab es dafür damals noch keinen eigenen Namen. Täglich 5-7 versch. Sorten im Wechsel und immer soviel (komme auf ca. 3kg pro Tag alleine schon durch schwere Sachen wie Karotten etc) dass am nächsten Tag noch von allem etwas da ist, und sei es nur ein Fitzel. Heu ist zwar eine Kalziumbombe, dafür aber allgemein als Neutrum gesehen da eben kein Dickmacher und hält den Darm im Schwung. Wie ich sehe hast du nichts gegen (HiO) getrocknete Blüten und Kräuter. Ich frage mich, weshalb wir dann "aneinandergerasselt" sind, im Grunde ist unsere Einstellung gar nicht so verschieden, einzig der Punkt Trockengemüse unterscheidet.  lg Sabrina
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*Kim*
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« Antworten #8 am: Februar 18, 2010, 15:32:18 » |
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Hallo Sabrina, Ich bin an sich generell kein Freund von getrockneten Sachen (zumindest bisher nicht), da ich frische Dinge immer den getrockneten Dingen vorziehen würde (tun meine Ninchens im übrigen auch  ), jedoch habe ich momentan einen Päppel-Hermann hier und für den hab ich bei HiO den Päppelmix bestellt. Und: Naja...da war ich da schonmal auf der HP, da hab ich direkt getrocknete Kräuter und Blüten mitbestellt und biete die nun momentan an. Wird zwar meist nicht angerührt, aber anbieten kann ja so schonmal nicht schaden. Ob ich nun, wenn das aufgebraucht ist, nochmal bestelle. Werden wir dann ja sehen. Da bin Ich mir momentan wie gesagt noch nicht sicher.
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Tanja1507
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« Antworten #9 am: Februar 18, 2010, 15:37:17 » |
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Dies hab ich eh angesprochen, im Sommer sicher kein Problem, da man viel Wiese, Wiesenkräuter u. verschiedenste Blätter zur Verfügung hat, u. Äste. Davon ernähren sich ja auch die Wildkaninchen, das weiß ich ja das dies die argerechteste Ernährung ist. Da hat mein Hoper ja auch keine Probleme. Aber der Winter wo hauptsächlich eben Knollengemüse gefuttert wird, kommen die Probleme extrem zum Vorschein. Wo ich eben das Knollengemüse doch sehr reduzieren muß, u. eben Hauptsächlich frische Kräuter verfüttere, was aber natürlich extrem ins Geld geht :-( gut ich tus eh trotzdem u. kauf Sie, aber soviel das man Ad Libitum frischer Kräuter im Winter füttern kann-könnte ich glaub das ist kaum für einen Kaninchenhalter möglich.
Und wiegesagt an Kohl, od. viel Salat trau ich mich einfach nicht ran, um es nicht noch mehr zu verschlechtern als es eh schon ist. Auch bemerke ich je mehr ich mische, also verschiedenste Frifu Sorten anbiete, auch davon hat Er Probleme, wo Du schreibst, das dies besser sei, da bin ich auch nicht mehr so überzeugt davon.
Natürlich denke ich auch das sein Verdauungstrakt total zerschossen ist, da ich ja unwissenderweise über 1 Jahr getreidehaltiges Futter reichte. Ich zig Darmaufbaukuren durchführte, irgendwann muß doch der Dam auch mal erholt sein? aber anscheinend nicht. Und deswegen bin ich bei sowas eher vorsichtig was die Ad Libitum Fütterung betrifft, eben da es darmanfällige Tiere einfach nicht vertragen, wennse zuwenig Heu aufnehmen, ich hab es ja leider selbst erleben müssen, das es auch schief gehen kann.
Klar achte ich bei meinem anderen, weil Er Gries hat, das er sehr viel Frifu bekommt, u. stecke ihm auch ständig etwas zu. Frisst Er mir zuwenig Frifu, bekommt Er Probleme mit der Blase. Es ist sogesehen ein Teufelskreis wenn man zwei solcher Kaninchen hat, ein darmempfindliches was zuviel Frifu nicht verträgt, u. ein Blasengrieskaninchen was Ad Libitum Fütterung eigentlich benötigen würde. Ich kann aber verständlicherweise auch nicht rund um die Uhr bei ihnen sein, um den einen alles zuzustecken, u. dem anderen das Frifu eher wezunehmen? Tja leider funktioniert noch nichtmal die normale Ad Libitum Fütterung bei Ihm, wie soll man dann also je Kohl reichen können? ich denke das wird nie was, u. ich möchte ihm das Leben nicht noch mehr erschweren indem Er nur noch an Durchfall leidet das kann es auch nicht sein.
Daher bin ich halt der Meinung, ausprobieren ja, aber wenn man ein darmanfälliges Ninchen hat, eher Ad Libitum Fütterung NEIN.
Ic h zumindestens habe leider keine guten Erfahrungen gemacht. Aber diese Ernährung bei gesunden Tieren, find ich super gut gar keine Frage.
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Tanja1507
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« Antworten #10 am: Februar 18, 2010, 15:45:05 » |
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Genauso wie Sabrina handhabe ich die Fütterung auch. Sie kriegen genug Frifu, u. ich achte immer darauf das bei der nächsten Fütterung noch was aufm Tellerchen liegt. Meine Ninchens stürzen sich also nie aufs Frifu, weilse nicht ausgehungert sind, also keine nur auf Heu Kaninchen gesetzt sind. Dennoch achte ich das genug Heu angenommen wird, fressen Sie mir gar zuwenig Heu, gebe ich bei der nächsten Fütterung einwenig weniger Frifu. Ich schaue halt jetzt mehr das Sie weniger Knollengemüse erhalten, dafür aber eben sehr viele verschiedenste frische Kräuter od. Karottengrün. Damit klappt es momentan recht gut. Wenn man bei einem darmanfälligen Kaninchen glaub ich zuviel Knollengemüse reicht dann hat es am meisten Probleme. Aber da man sich leider nicht mehr an Kohl rantraut, ist die Auswahl sehr minimal, u. Knollengemüseauswahl eher groß also alles in allem sehr schwierig.
Getrocknetes erhalten meine nur Sabrinas Leckerlie, da sie ein kräuterreiches Heu haben, kriegen Sie da wenn nur paar Blüten drüber mehr nicht. Oder mal im Krankheitsfall wo getrocknete Kräuter im Einsatz kommen, aber Trockengemüse, nein verfütter ich absolut überhaupt nicht mehr, getrocknetes habens eh das Heu.
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Pflubby
Ninimama
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« Antworten #11 am: Februar 18, 2010, 15:49:35 » |
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Diese Art Fütterung finde ich generell sehr gut, ist nur eben auch eine Kostenfrage. Meine bekommen auch sehr viel Frischfutter, auch mehrere Sorten, aber ich kann finanziell leider nicht soviel Füttern, dass sie sich beliebig bedienene können. Auch habe ich derzeit ein Pflegi, welches das Heu dem Frischfutter vorzieht. Habe ich so auch noch nicht erlebt.
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atrox
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« Antworten #12 am: Februar 18, 2010, 16:56:52 » |
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Ich füttere auch nicht nach diese "100g pro Kilo Kaninchen"-Regel. Aber an das "ad Libitum" komme ich auch nicht heran. Im sommer ist das ganze ja kein Problem. Sie bekommen viel von draußen. Bis vor gut einem Jahr hauptsächlich Gräser (verschiedene, aber so diese locker hüfthohen grasarten eher las Vorgartenrasen ;-) ) und Kräuter und dazu Zweige mit Laub. Nach meinem Umzug, und den hier eher spärlich zu findenden unbehandelten Wiesen (hier wird viel landbau udn Weidewirtschaft betrieben), bekommen sie jetzt hauptsächlich Zweige (Birne und Hasel im Überfluss und quasi immer da, und wechselnd Kirsch, Weide, Linde, Birke usw) und dazu dann eben gepflücktes (Spitzwegerich, Gräser, Schafgarbe, Kerbel, angewelkte Brennnessel, Löwenzahn usw usf).. also genau andersrum. Das haben sie dann aber immer permanent zur Verfügung, bzw ich schiebe immer mal einen Tag ein, wo sie die Zweige noch komplett entrinden können usw. Heu wird dann mit angeboten, und sie langen da auch gerne zu...das sind schon heujunkies. Aber es wird trotzdem sehr wenig nur gefressen. Diese Fütterung beginnt (hoofentlich auch dieses schneereiche Jahr) spätestens März und zieht sich bis mindestens November.. dadurch dass ich beim ersten grün anfange und bis zum letzten grün sammle, schleicht sich das automatisch allmählich ein bzw wieder aus, weils zu beginn ja nur wenig grün gibt (verdammt, ich muss jetzt endlich mal ein paar Zweige zum austreiben in einem Eimer stellen...nehm ich mir schon seit 2-3 Wochen vor) Im Winter sieht das dann schon ganz anders aus. Um ehrlich zu sein, könnte ich mir kein ad libitum leisten. Aber ich seh das auch nicht so eng...die Wildkaninchen draußen haben jetzt mit Sicherhiet auch kein ad libitum  Ich sammle halt weiter Gehölze, die sie fleißig entrinden.. da haben sie eigentlich auch fast immer welche da. Ansonsten gibts dann wenn ich ins Bett gehe eine große Portion Gemüse, aber meist nur aus 3-4 Sorten (exemplarisch gestern: rote grüne und gelbe paprika, einige große Möhren (immer!), Brokkoli und einen Apfel). Das ist morgens dann eigentlich meistens alle... nur vom Apfel liegt meistens noch was da...da futtern sie lieber Heu zwischendurch. Wenn ich morgens das Haus verlasse gebe ich nur wenig.. sie bekommen damm meistens nur ein bis zwei Karotten im Raum verteilt, weil ich festgestellt habe, dass sie vor 16 Uhr fast gar nichts mehr fressen (irgendwie haben meine Kaninchen wohl noch nichts davon gehört, dass sie bis zu 80 kleine Mahlzeiten am Tag schaffen sollten eigentlich *schulterzuck). Wenn ich dann zu Hause bin (im Schnitt 19Uhr) gibts immer mal wieder eine Karotte oder Brokkolie oder Kohlrabi für beide zwischendurch (auf das geräusch einer brechenden Karotte kommen sie schon genauso zuverlässig angerannt, wie wenn ich sie rufe)... ich schätze wir kommen da bis ca 2Uhr morgens auf 3-4 Karotten.. dann gibts wieder die Nachtration. Heu haben sie natürlich immer da und fordern sie selbst wenn sie noch genug Frischfutter haben lautstark ein (unser geheimes Zeichen dafür, dass ihnen der Heuvorrat zu knapp wird ist, dass sie beginnen unter menem Bett oder an der Heuraufe zu nagen). Sie haben also nicht die freie Wahl und auch nicht permanent frischfutter (weils ja morgens alle ist, bzw sie vormittags nichts frisches bekommen weils eh nur vertrocknen würde), aber mit Sicherheit mehr als 600g am Tag beide zusammen. Ich bin auf jeden Fall auch dafür, so viel wie möglich frisch zu verfüttern, weil ich glaube, dass solche Blasengeschichten oft hausgemacht sind, und man dem bei vielen tieren mit mehr Nassfutter entgegen wirken könnte bevor es ausbricht. Ich habe dafür keine empirischen Belege, also würde ich sagen, diese Vermutung bezieht sich schlicht auf meinen Überlegungen...
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"Ich bin immernoch verwirrt... aber auf einem höheren Niveau!" 
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*Kim*
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« Antworten #13 am: Februar 18, 2010, 17:22:07 » |
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Deine Überlegung mit Blasenstein ist vollkommen richtig. Das selbe gilt für Nierenstein und Blasengrieß. All das wird durch Wassermangel ausgelöst. Eine Ernährung wo die Kaninchen nur sehr wenig Frischfutter bekommen und hauptsächlich Heu ist um einiges gefährdeter für solche Krankheiten, da Kaninchen den Wassermangel nicht ausschließlich durch Trinken und das bisschen Gemüse ausgleichen können, den sie dadurch bekommen, dass sie Heu, welches sehr wasserarm, als Hauptnahrungsmittel haben  Da war deine Überlegung nicht falsch 
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Tanja1507
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« Antworten #14 am: Februar 18, 2010, 17:43:47 » |
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ja ich ersehne auch schon das Frühjahr. Genauso mach ich das auch, Frühjahr Sommer, gibts genügend Blätter samt Äste, Wiese, Spitz- Breitweger, Schafgarbe was ich so hier bei mir aufm Grund finden kann, dafür aber wenig Gemüse. Im Sommer isses wirklich einfach Ad Libitum zu füttern, weil ich empfinde das die Kaninchen einfach mit den Gräsern, Blättern keine Probleme haben, is ja auch ihre natürliche Ernährung. Welches Wildkaninchen erhält Unmengen Karotten? Peterwurzel usw. welches wir dann eben im Winter bieten, u. daher glaub ich das mein Hoper diese Probleme hat, weil Er das schlechter verträgt. Der Zucker? die Kohlenhydrate? keine Ahnung. Was den Gries betrifft, ich denk schon auch das dies durch falsche Fütterung Schuld tragen kann, das es ausgelöst wird, einfach zu trocken. Eben wie Du sagst Kim hauptsächlich Heu, od. gar Trockenfutter, Trockengemüse massenhaft u. zuwenig Frifu. Diesen Fehler begann ich ja leidergottes zu Anfangs auch  ob bei meinem Hopel das nun durch falsche Ernährung kam, od. es genetisch bedingt ist kann man ja leider nicht sagen. Aber ich sag auch wenn dann frisch. Auch mit frischen Kräutern haben Grieskaninchen keine Probleme, meiner jedenfalls nicht, sicher ER kriegt Allrodin weiß nicht wie es ohne wäre, waage es auch nicht auszuprobieren. Aber ich sehe es bei meinem Blasengrieskaninchen das Er einfach nix trinkt, der andere trinkt schon, weil Er auch einfach mehr Heu futtert, obwohl Frifu vorhanden wäre. Dadurch bin ich sehr wohl der Meinung das, dass Frifu für die Blase-Nieren sehr wichtig ist. Nur man halt bei einem verdauungsangeschlagenen Ninchen sehr aufpassen muß. Blättriges, u. Kräuter gehen aber auch wunderbar. Nur kostet das leidergottes im Winter soviel Geld, das man das einfach rationiert verfüttern muß u. nicht ad Libitum anbieten kann, wie eben im Sommer.
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