Sehr interessanter Bericht.
Ad libitum würde ich unsere Ernährung nicht nennen, denn eigentlich verschwindet zumindest vom Frischfutter alles aber es kommt dem vielleicht etwas nahe.
Frischfutter gibt es grundsätzlich fest ein mal am Tag und das sind deutlich mehr als die 100g pro kg KG. Zusammen wiegen die beiden vielleicht 3,5kg und das ist ein Schüssel voll, die bestimmt die 500g übersteigt. Muss ich heute Abend mal wiege. Daran haben sie auch recht lange zu knabbern, denn morgens liegt da in 90% der Fälle immer noch etwas da, das sie irgendwann auch noch vernichten, sofern ich es nicht vorher beseitige.
Zusätzlich zwischenrein über den Tag verteilt immer wieder ein bischen was, das auch gerne mal liegen bleibt weil sie eigentlich satt sind aber sie bedienen sich doch immer wieder ein bischen daran und was Abends noch da ist, kommt mit in den großen Futterpot.
Haben einen sehr vielseitigen Futterplan und es sind eigentlich immer mindestens 4-5 verschiedene Sorten im Napf(Beispiel gestern Abend: Blumenkohl, Blumenkohlblätter, Brokkoli, Karotten, Apfel, Kiwi, Chinakohl, Radicchio, Eisbergsalat, Kohlrabi, Kohlrabiblätter) die interessanterweise auch wirklich recht unterschiedlich gern gegessen werden.
Schau auch immer bischen darauf, das ich von nichts zu viel anbiete sondern lieber eine weitere Sorte dazu nehme, so das sie viel zur Auswahl haben aber von allem eben nicht unendlich viel.
Heufresser sind sie nicht wirklich bzw. Paul hat seltsame Schneidezähne und kann es nur sehr schlecht fressen und unsere Kleine mit ihren Problembackenzähnen, hat damit vermutlich auch so ihre Problem, warum sie lieber darauf verzichtet, aber sie lieben Kräuter und vor allem Blüten. Deshalb gibt es bei uns inzwischen einen Mix aus getrockneten Kräutern, Blüten, Blättern und Sämen 24h am Tag zur freien Verfügung.
Zu Anfang hing unser Paul nur noch an der Schüssel aber seit er weiß, das es immer da ist, bedient er sich immer wieder daran und meist nicht all zu viel auf einmal.
Außerdem noch Heucobs mit denen Paul und die Kleine nicht solche Probleme haben wie mit dem Heu an sich und daran bedienen sich meine beiden Heumuffel doch tatsächlich auch immer wieder regelmässig und das obwohl immer auch etwas besser schmeckendes da ist.
Das Frischfutter, macht aber im großen und ganzen bestimmt 75-80%(im Winter, im Sommer sind es natürlich mehr) der Futtermenge aus und die besteht normalerweise aus Gemüse, Salat, Blättern und wenn ich habe frische Kräuter.
Im Sommer bzw. sobald man das erste draußen sammeln kann, gibts auch wieder frische Kräuter und Blätter, denn von Gräsern halten sie beide nur sehr wenig, was vielleicht auch mit den Zahnproblem zusammen hängt, zumindest vermutet das unsere Tiuerärztin.
Ich muss sagen, den beiden gehts eigentlich, bis auf die Zähne, die so oder so immer ein Problem bleiben werden, echt super. Wir haben kein Harngries mehr, die beiden sind top fit und nehmen die benötigte Flüssigkeit zu 99% über die Nahrung auf. Logisch hab ich hier natürlich auch sehr stark beanspruchte Pipiecken aber lieber die als andere Probleme.
Unsere Kleine hatte auch viele Probleme bei der Futterumstellung von eins völlig falsch zu dem was es jetzt gibt. Selbst im letzten Jahr hatte sie immer wieder gerne Durchfall, nicht extrem aber doch immer wieder Matschköttel und teilweise zu viel Blindarmkot. Seit ich die getrocknete Mischung und die Heucobs anbiete, hat sich das in Wohlgefallen aufgelöst und der Kot könnte im Grunde nicht besser aussehen. Wir mussten einfach einsehen, das Heu an sich einfach ein Problem darstellt(zumindest speziell bei diesen beiden Kaninchen) und eine gute Alternative her muss.
Unser verfressener Paul ist auf jedenfall glücklich, ständig futtern zu können, wenn er das will und unsere Kleine die schon immer ein Fliegengewicht für ihre Größe war, hat auch ordentlich zugelegt. Jetzt gefällt sie mir richtig gut. Wobei der kleine Paul doch das eine oder andere Gramm zu viel hat aber mein Freund trainiert mit den beiden ein bischen, wenn es Leckereien gibt und das hilft ein bischen. Die müssen sie sich nämlich ordentlich erarbeiten und Spaß macht es auch allen beteiligten. Vor allem mir beim zuschauen

Grundsätzlich sei aber einfach mal gesagt, das man bei der Ernährung, sofern sie weitestgehend gesund gestaltet wird es kein richtig oder falsch in dem Sinne gibt. Jeder muss für seine Kaninchen den richtigen Weg finden und ich bin wirklich froh, das wir nach vielen Problemen den unseren gefunden haben. Jedes weitere Kaninchen das bei uns irgendwann mal einziehen wird, wird grundsätzlich erstmal begutachtet werden müssen. Wie verträgt es die vorhandene Ernährungsweise, hat es spezielle Vorzüge und Wünsche oder vielleicht auch Probleme.