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Autor Thema: [Vorstellung] Ad Libitum - Ernährung  (Gelesen 6183 mal)
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Bunnyfan
2 Kaninchen und 1 Senior-Pferd
Forumhase
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« Antworten #120 am: März 07, 2010, 15:32:55 »

Wie kann Heu so wichtig sein, wenn Wildkaninchen gar kein heu aufnehmen und trotzdem überleben?

Ich habe die ganze Zeit nur mitgelesen, aber jetzt doch eine kurze Frage: Soll das heißen, dass man kein Heu mehr füttern soll und alles, was man bisher darüber weiß (steht ja u.a. auch bei diebrain) gar nicht stimmt??
 nixweiss
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Futterspenderin von  Ronni + Toni - Tinus + Fipsy für immer unvergessen !!
*Kim*
Gast
« Antworten #121 am: März 07, 2010, 15:41:29 »

Heu sollte angeboten werden, da es die Verdauung in Schwung hält. Aber Hauptnahrung ist es nicht. Zumindest nicht bei Wildkaninchen und somit auch nicht bei einer naturnahen Ernährung.
Diebrain bezieht sich hauptsächlich auf eine rationierte Ernährung, wo Heu im normalfall leider das Hauptnahrungsmittel ist. Wenn du gern auf Internetseiten liest, kannst Du beispielsweise mal hier gucken: www.kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de oder auch hier www.kaninchenwiese.de ooooder da www.degupedia.de
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Tanja1507
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Beiträge: 1652



« Antworten #122 am: März 07, 2010, 16:52:17 »

@Pongo: eben das hat mir dann ja alles zum denken gegeben, als ich zum 1x über die Ad Libitum Fütterung gelesen hatte. Ich glaub kaum das da draußen zig Wildkaninchen alle mit Blasenproblemen zutun haben, ich kann mir das nicht vorstellen, da Ihre naturnahe Ernährung nunmal ja aus Kräutern besteht. Natürlich aus wilden Kräutern, nicht als Kräuter die wir in der Küche anwenden is mir schon klar. Doch die Möglichkeit der wilden Kräuter hab ich leider nicht so in Massen, da gibts leider nur ein paar davon. Ich denke mir auch wenn man verschiedenste Kräuter reicht, dazu dann noch anderes Frifu, eben Gemüse, bißel Salat gleicht sich das ja irgendwo wieder aus. Ich denk das Wichtigste ist einfach frisch, frisch u. nochmals frisch. Und genau das tat ich zu Anfangs nicht, u. ich denke daher kommt auch der Blasengries wg. der zu Anfangs komplett falschen Ernährung.

Auch ich habe immer nur auf die TÄ gehört, Heu, Heu, u. nochmals Heu, Frifu nur als Leckerlie usw. auf zig Internetseiten steht überall HEU ist das Hauptnahrungsmittel u. Frifu ist eine Bereicherung in Ihrem Speiseplan, also Leckerlie.

Klar kann es bei manchen Ninchens einfach genetisch bedingt sein, wovon ja auch meine Ex-TÄ ausging, da mein anderer gar keine Griesprobleme hat, obwohl Er die gleiche Fütterung hat.

Aber eines weiß ich, eine total trockene Ernährung mit fast nur Heu, anderer Trockenkrams, glaub das trägt eher dazu bei das die NInchens zu Blasengries- Steinen neigen.
Heu ist wichtig, u. sollte auch immer angeboten werden, tu ich auch, u. sie sollen selber aussuchen können ob Sie grad Heu benötigen für die Verdauung. Aber ausschließlich Heu, u. kaum Frifu ich glaub das ist auch nicht richtig. Wiegesagt die ganze Ernährung der Ninchens macht mich langsam echt wahnsinnig. Ich hätte nie für möglich gehalten, das es so schwierig ist Kaninchen zu ernähren  eek eek
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Inge
Gast
« Antworten #123 am: März 07, 2010, 17:13:21 »

Weglassen soll man Kalzium nicht, aber man soll nicht zuviel, oder im Übermaß geben.  Ich füttre ja zu fast 90% Frifu. Und trotzdem hat Manny Gries bekommen.
Ich sehe es immer bei allen Ninchen am Urin, wenn ich zuviel Kalzium gegeben habe. Das ist wieder der Vorteil, wenn man keine Stubenreinen Ninis hat. zungehb

Ich habe mir eine Liste, von dem Frifu was meine futtern gemacht. Dann habe ich dazugeschrieben, welche Inhaltsstoffe was hat. Und so stelle ich mir meine Mischung 2x die Woche zusammen.


Möhrchen mit grün      das grün stark Calciumhaltig
Möhrchen ohne              Oxalsäurehaltig! Sehr hoher Zuckeranteil!
Tomaten                       (mehr Phosphor als Calcium)! ++
Kohlrabi                        Oxalsäurehaltig!         
Petersilie kraus              mehr Calcium als Phosphor  Oxalsäurehaltig!
Petersilie glatt               mehr Calcium als Phosphor   Oxalsäurehaltig!
Petersilienwurzel            +++++++++++++
Fenchel                        mehr Calcium als Phosphor Geringer Oxalsäure-Anteil
Stangensellerie              mehr Calcium als Phosphor
Chicoree                       Oxalsäurehaltig!
Brokkoli                        mehr Calcium als Phosphor
Feldsalat                      mehr Phosphor als Calcium
Eisbergsalat                    Huh
Endiviensalat                 Oxalsäurehaltig!
Kopfsalat                      ++++++++++++++
Gurke                           ++++++++++++++
Paprika                         Oxalsäurehaltig!
Dill                               +++++++++++++
Birne                            Oxalsäurehaltig!
Äpfel Delicius                 Oxalsäurehaltig!

Sellerie Knolle               mehr Phosphor als Calcium! Oxalsäurehaltig!
Chinakohl                   ++++++++++++++++

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Mimmi
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« Antworten #124 am: März 09, 2010, 17:25:58 »

Huhuu,

also jetzt ist es mir doch ein Anliegen auch mal meinen Senf dazuzugeben  eek

Ich hoffe keiner kommt jetzt auf die Idee, seinem Kaninchen auch nur annähernd das Heuangebot zu reduzieren. Darüber besteht wohl (bisher zumindest) einmal seltene Einigkeit in der Fach- und Hobbyhalterwelt: Heu ist das A und O!! Es hält nicht nur den Darm in Schwung, die Kaninchen haben entsprechende Darmbakterien, die eben dazu da sind, die Rohfaser ,,zu knacken" und verwertbar zu machen. Denke diese spezielle Art der Darmvorrichtung sollte man nicht über den Haufen werfen sondern entsprechend füttern. Genau wie auch Wildkaninchen hauptsächlich eben Gras bzw. Wiese, Rinde, Blätter, zum Teil Kräuter fressen. Natürlich fressen sie das Gras im Sommer, wenns verdorrt ist, und im Herbst, wenns schon ziemlich ,,holzig ist, was dann wohl eher in Richtung heuähnliche Substanz des Grases geht. Heu ist damit das naturnahste Futtermittel und absolut elementar in der Fütterung! Kein Wildkaninchen, das natürlich hauptsächlich frisches futtert, frisst viel frisches Gemüse, woher auch!? Mit der unstreitbaren Relevanz der Heufütterung ist sich ausnahmsweise auch mal die Fachwelt einig, was man ja dankbar annehmen sollte, da einen ja ansonsten oftmals so allerlei unterschiedliche Ansichten der Tieräzte verunsichern. Habe weder selber je gehört, dass ein Tierarzt, und machte er sonst auch noch so einen schlechten Eindruck, etwas anderes behauptet hätte, noch hab ich je gelesen, dass hier im Forum jmd etwas anderes von seinem Tierarzt gesagt bekommen hätte, als dass das Heu für die Kaninchen von äußerster Wichtigkeit ist. Andere widersprechende Quellen, die ich bisher auffinden konnte, stammen von Laien, die versuchen Rückschlüsse zu ziehen, die aber offensichtlich nicht mit denen der Wissenschaft, die die Tierärzte vertreten, übereinstimmen. Zum Bsp. habe ich einen hier geposteten Link aufgerufen (Bunnywiese??), auf dem zu lesen war, dass Kaninchen nicht genügend Wasser aufnehmen, wenn viel Heu und weniger Frisches gefressen wird, und damit Probleme mit der überschüssigen Kalziumausscheidung entstehen können. Ist das denn so?? Das wird einfach so behauptet, dabei ist das doch der Knackpunkt, um den sich hier viele Sorgen machen. Meine TÄ sagt Blödsinn, ich habe selbst beobachtet, dass der Trinknapf deutlichst mehr genutzt wurde, als ich das Frischfutter reduziert habe. Habe seit Jahren ein sehr kränkliches EC- Kaninchen, aber mit Nieren- und Blasensteinen hatte ich nie Probleme zum Glück. Sie nehmen nun das nötige Wasser aus dem Napf auf. (Vlt ein Tip an die, die Probleme haben: Habe gemerkt, dass zusätzlich angebotene, ungesüßteTees sehr zum Trinken animieren!)

Vielleicht kann man darüber streiten, ob man im Sommer das Heu durch frisches, rohfaserreiches Gras ersetzen kann, aber bestimmt nicht durch Gemüse!!
Kein Wildkaninchen hat Gemüse ohne Ende zur Auswahl!! Zudem sagt eben meine Tierärztin, dass der Unterschied zu Wildkaninchen der ist, dass sich Hauskaninchen auch in großen Gehegen viiiiel (!!) weniger bewegen als Wildkaninchen, und daher der Stoffwechsel und die gesamte Darmtätigkeit im Vergleich sehr gedrosselt ist, was durchaus bei übermäßiger Frischfuttergabe zu Duchfall und Aufgasungen führen kann.

Zudem zu guter Letzt noch die Zähne: Gemüse macht eben viel schneller satt als Heu, die Kaninchen kauen weniger um satt zu werden, wenn sie hauptsächlich bzw. sehr viel Gemüse futtern. Zahnprobleme werden dadurch doch sehr gefördert! Halte das für problematisch.
Und noch eine eigene Erfahrung: ich hatte ein etwas pummeliges Kaninchen mit einer Wamme, als ich noch sehr viel frisches Gemüse zum Heu gefüttert habe. Das hat sich mittlerweile gegeben, nach dem in allererster Linie Heu und Äste zu futtern da sind, die Wamme ist verschwunden, und das Tier ist topfit!

Ich weiß dass meine Ansicht hier nicht dem Mainstream entspricht und begeistern wird, aber wollte doch auch mal noch einige Gegenargumente der Ad Libitumfütterung beleuchten!

VlG Mimmi
 
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*Kim*
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« Antworten #125 am: März 09, 2010, 17:43:08 »

Mimmi,
wo spricht denn jemand davon, dass Gemüse natürlich ist, Heu reduziert werden sollte oder Gemüse ein Hauptnahrungsmittel ist? Ich habe das zumindest niergends behauptet. Fakt ist: Heu sollte immer angeboten werden, jedoch nicht als Hauptnahrungsmittel. Hauptnahrungsmittel sind und bleiben Wiesengewächse.

Der Punkt bei einer ad libitum Ernährung ist, dass die Kaninchen die Auswahl haben. Wenn Ich Kräuter, Gemüse, Obst und Heu ad libitum anbieten, fressen meine Kaninchen genau das was sie benötigen. Sie fressen die Kräuter als Hauptnahrung, was genau der Punkt ist: Gemüse und Obst sind in dem Fall nicht die Hauptnahrung, das wurde niergends behauptet und auch niergends bildlich festgehalten. Dann gehen meine Kaninchen an Gemüse, Obst und Heu, was zu gleichen Teilen gefressen wird.

Du schreibst: heu ist das A und O. Bitte erläuter das. Wie kann etwas das Wichtigste sein, was an sich unnatürlich ist und von den Kaninchen zurückgestellt wird, frischen Kräutern gegenüber? Das ist schlichtweg unrealistisch und da stimmt die Meinung deiner Tierärztin in bestimmter Hinsicht nicht. Das sich die Fachwelt was Heu angeht so einig ist, muss nicht zwangsläufig positiv sein. Die ad libitum Ernährung ist noch nicht weit verbreitet und somit: Jeder Tierarzt weiß, das Hauptnahrungsmittel Kräuter sind - Das dürfte auch deiner Tierärztin bewusst sein. Und das Heu ein Erzatz dafür ist, wenn die Kräuter nicht angeboten werden können.

Was das Gemüse angeht: Kaninchen sind Kulturfolger und fressen reichlich von Gemüsefeldern und aus Gärten. Zudem sind unsere Gemüsesorten gar nicht mal so unnatürlich wie behauptet wird: Unsere Speisemöhren sind nah verwandt mit den Wilden Möhren, die von Wildkaninchen sehr gern verspeist wurden. Endivien und Chicoree, stammen von der Gemeinen Wegwarte ab. Ebenso Chinakohl, Mairüben und einiges mehr. Sie stammen von Rüpsen, einem Wildkraut ab. Ebenso der normale Gartensalat. Er stammt vom weit verbreiteten Zaunlattich ab, der sehr viel und gern gefressen wird. Ebenso die kultivierten Kohlsorten, die in der Zusammensetzung dem Wildkohl sehr ähnlich sind, der in großen Massen verspeist wird Wink Sicherlich kein Ersatz gegen frische Kräuter, aber auch nicht so unnatürlich wie du alles darstellst.  hasi3

Letztendlich ist Gemüse ein super Ersatz, für Kräuter-freie-Zeiten, wenn es mal wirklich nicht möglich ist, die Tiere nur von kräutern zu ernähren. Die Mischung macht es: Wenn ein Kaninchen immer eine große Auswahl an Kräutern hat. Und dazu Gemüse und Heu gereicht bekommt. Rund um die Uhr. Frisst es in den Mengen, die für es richtig sind. Es selektiert. Und genau das ist der Punkt, den deine Tierärztin und du aussenvor gelassen haben.

Die Kaninchen wissen wohl selber, viel besser als die Mediziner, was richtig für sie ist Wink
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Dani L.
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2 Kaninchen


« Antworten #126 am: März 09, 2010, 19:24:07 »

Also dass Kaninchen immer nur das fressen was gut für sie ist wage ich zu bezweifeln ! Kaninchen sind genau wie die allermeisten andere Tiere ansich von den Instinkten her darauf eingestellt bevorzugt Nahrung aufzunehmen die ihnen im Normfall nicht unlimitiert zur Verfügung steht zu fressen (Im Fall von Kaninchen wären das zb stärkereiches Gemüse und Kräuter) und andere Dinge die immer da sind (Heu, Gräser) eher hinten an zu stellen. Eben deshalb, weil sie das immer noch dann fressen können wenn sie limitiertere Dinge nicht finden.
Daher kann man nicht davon ausgehen, dass die Kanichen von selber im richtigen Verhältnis alles fressen, sondern sollte schon darauf achten, dass die Verhältnisse ca stimmen. Es ist sicher nichts dagegen zu sagen abwechslungsreich zu füttern, aber so viele Kräuter und Gemüse zu bieten, dass die Tiere kaum mehr Heu und Gras fressen ist nicht gut. Kräuter sind NICHT mit Gräsern gleichzusetzen. Daher kann man auch nciht eifnach Gras und Heu mit Kräutern ersetzen.
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*Kim*
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« Antworten #127 am: März 09, 2010, 19:27:43 »

Dani L,
das stimmt so nicht. Wir reden hier von einer ad libitum Ernährung, wo alles rund um die Uhr zur verfügung steht. Das Kaninchen etwas, was reduziert geboten wird, auffressen, als das was sie immer haben - Natürlich! Aber wir reden von AD LIBITUM. Es geht darum, dass die Kaninchen selektieren, und dann fressen sie den Bedürfnissen entsprechend Wink
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atrox
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(Avatar von Blackcat aus der Buechereule)


« Antworten #128 am: März 09, 2010, 19:50:43 »

Ich hoffe keiner kommt jetzt auf die Idee, seinem Kaninchen auch nur annähernd das Heuangebot zu reduzieren.

Davon hat, soweit ich verstanden habe, keine gesprochen. Ad Libitum bedeutet ja genauso, dass sie auch frei wählen können, ob sie Heu fressen wollen.

Zitat
Vielleicht kann man darüber streiten, ob man im Sommer das Heu durch frisches, rohfaserreiches Gras ersetzen kann, aber bestimmt nicht durch Gemüse!!

Finde ich eigentlich unstrittig...aber zweifelsohne hat einfach nicht ejder die Möglichkeiten dazu, dass so umzusetzen. Daran scheitert es eher, und Frischfutter ist da eben ein kompromiss

Zitat
Kein Wildkaninchen hat Gemüse ohne Ende zur Auswahl!!

naja, heu ja auch nicht  hasi3

Zitat
was durchaus bei übermäßiger Frischfuttergabe zu Duchfall und Aufgasungen führen kann.

Es gibt genug kaninchen, deren darmtätigketen so gut in ordnung sind, dass da keine Probleme auftreten. dieser Kritikpunkt ist vielleicht für die "Sensibelchenhalter" relevant.. aber meine beiden sind von kleinstauf alles gewohnt und vertragen auch alles gut
Zitat
Zudem zu guter Letzt noch die Zähne: Gemüse macht eben viel schneller satt als Heu, die Kaninchen kauen weniger um satt zu werden, wenn sie hauptsächlich bzw. sehr viel Gemüse futtern. Zahnprobleme werden dadurch doch sehr gefördert! Halte das für problematisch.

das ist ein Punkt, den man im Auge behalten müsste... sicher ob das so stimmt bin ich aber nicht. Ich habe ein kaninchen, welches ganz leichte probleme mit zahnproblemen hat. Ich kann da keinen Unterschied zwischen Sommer- und Winterfütterung feststellen (bei mir ändert sich die Fütterung da ja enorm..im Winter viel heu, im Sommer fast gar keins). Ich war vor einer Weile noch mehr überzeugter Viel-heu-fütterer... das hat sich mittlerweile gewandelt... auch da kann ich den Unterschied nicht sehen. was die Zähne angeht.

Zitat
Und noch eine eigene Erfahrung: ich hatte ein etwas pummeliges Kaninchen mit einer Wamme, als ich noch sehr viel frisches Gemüse zum Heu gefüttert habe. Das hat sich mittlerweile gegeben, nach dem in allererster Linie Heu und Äste zu futtern da sind, die Wamme ist verschwunden, und das Tier ist topfit!

Zumindest bei Draußenfütterung kann ich diese Erfahrung kein Stück teilen. Im Winter mache ich ja wie gesagt kein ad Libitum.

Zitat
Ich weiß dass meine Ansicht hier nicht dem Mainstream entspricht

Doch, ist eiegntlich so ziemlich der Mainstream, wenn man einmal vom Körnberfutter weg ist.

Ich glaub kaum das da draußen zig Wildkaninchen alle mit Blasenproblemen zutun haben, ich kann mir das nicht vorstellen, da Ihre naturnahe Ernährung nunmal ja aus Kräutern besteht.


naja, das kann man aber auf der anderen Seite als Argument auch kaum bringen...Wildkaninchen schaffen es seltens ihren 2 Geburtstag zu erleben... die meisten blasengeschichten kommen doch später bei unseren heimkaninchen. Und Wildkaninchen, die gfrüher solche Probleme aufweisen würden gnadenlos eleminiert...erfahren wir ja nie ;-)
Aber rein gefühlsmäßig würde ich dir trotzdem zusatimmen..
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Tanja1507
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« Antworten #129 am: März 10, 2010, 08:05:32 »

Also eine Ad Libitum Fütterung führe ich auch nicht durch a) weil ich ein darmempfindliches Ninchen habe, u. somit schon achte das auch Heu aufgenommen wird. Aber ich zwinge Sie nicht zum Heu fressen, da ich dann wiederum Probleme mit dem Blasengrieskaninchen bekomme, ich biete die Fütterung rationiert an, spich 2x am Tag Frifu, sodass eben schon auch Heu aufgenommen wird. Hier hat aber niemand gesagt das Heu nicht wichtig ist, soll ja auch rund um die Uhr angeboten werden b) weil ich es mir gar nicht leisten könnte im Winter Ad Libitum zu füttern u. c) weil Gemüse meiner Meinung nicht Ad Libitum aufm Speiseplan gehört, sondern blättriges, was ich aber im Winter nicht ausreichend bieten kann, daher im Winter rationierte Fütterung. Im Sommer biete ich aber sehr wohl rund um die Uhr frische Blätter, Wiese, wilde Kräuter die ich so bei mir habe,  u. Zweige an, aber eben sehr sehr wenig Gemüse. 
Und Heu nehmen meine trotz genügend Frifu auch auf. Speziell mein darmempfindliches Ninchen, ich glaub Er weiß einfach wann Er es braucht. Wiegesagt Heu find ich schon wichtig, für Verdauung u. Zähne, aber halt nicht nur Heu, u. kaum Frifu.

@atrox: hm ja sogesehen auch wieder wahr, Wildkaninchen werden ja nicht so alt, und das stimmt den mein Hopel hat Blasengries auch erst bekommen wo Er  3 Jahre alt wahr. Das ich jetzt ausschließlich frische Kräuter verfüttere ne gotteswillen, aber halt viele verschiedene anbiete, da ich bemerkt habe, das mein darmempfindliches Ninchen eben dies besser verträgt, also soviel Knollengemüse. Daher denk ich das eben kräuterreiches eben frisch, u. blattreiches besser verträglich ist für empfindliche Tiere, als zuviel Knollengemüse.

Wiegesagt Heu ist wichtig, wenn man keine wilde Wiese anschaffen kann, auch wenn man es kann, Heu sollte immer angeboten werden , aber eben nicht ausschließlich nur Heu das find ich nicht so toll.
Und Mimmi meine Tiere tranken bei der Heufütterung u. kaum Frifu, dennoch kaum was. Obwohl ich Tee u. Wasser anbiete.

Also wenn ich komplett gesunde Tiere hätte, was ich ja nicht habe, u. es mir im Winter möglich wäre, Ad Libitum anzubieten würde ich das.
Und Heu verteufeln tu ich keinesfalls, weil es einfach wichtig ist, aber nicht nur Heu.

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Dani L.
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2 Kaninchen


« Antworten #130 am: März 10, 2010, 20:15:35 »

Kim, du hast mich nicht verstanden, denke ich ! Auch wenn alles unlimitert zu Verfügung steht, werden die Kaninchen das bevorzugt fressen was sie in einem durschnittlichen Wildkaninchenleben nicht immer zur  Verfügung hätten, nicht das was sie in IHREM Leben als Hauskaninchen fressen sollten. Einfach vom Instinkt her fressen die allermeisten Tiere (und auch Menschen) aromatische und stärke bzw zuckerhältige Sachen zuerst...ergo im Fall von Kaninchen Kräuter und Gemüse, Heu und Gras bleibt eher liegen.
Dieses Instinktverhalten hat natürlich bei einem Wildkaninchen seinen Sinn, dass nicht alle 2 Meter über Karotten etc fällt. Bei unseren Hauskaninchen muss man dann eben mehr oder minder künstlich limitieren.
Ist bei Menschen ja nicht anders: würden wir ausschliesslich nach dem gehen was uns schmeckt, würden wohl viele von uns sich fast nur von Schokolade und fettigen Dingen a la Döner und Schnitzel ernähren. Warum ?  Fett und Zucker waren für unsere Urahnen schwer zu bekommen, deswegen war es auch überlebenswichtig, dass sie sich auf diese Dinge, so sie mal vorhanden waren, förmlich drübergestürzt haben...und dass sie das tun wurde von der Natur eben sichergestellt , indem ihnen diese Dinge am besten schmecken (also, es hat sich evolutionär so entwickelt weil es einen kräftigen Überlebensvorteil gebracht hat).
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*Kim*
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« Antworten #131 am: März 10, 2010, 20:29:33 »

Dani, ich weiß nicht welche Erfahrungen du damit hast, aber ich fütter nun schon seit Längerem Ad libitum, studiere die Fressgewohnheiten meiner Kaninchen und stehe in sehr engem Kontakt zu anderen Ad Libitum Fütterern. So wie Du das beschreibst, stimmt das nicht. Zumindest nicht bei meinen Kaninchen und auch nicht bei den Kaninchen meiner Bekannten.
Die Kaninchen fressen nicht nach Aromatischen Gefühlen, so wie der Mensch. Sie fressen exakt nach ihren Bedürfnissen. Wenn ich im Sommer meinen Kaninchen Alles anbiete (habe ich letzten Sommer probe Weise gemacht), sprich Gemüse, Obst, Wiese (Gras und Wildkräuter), Äste, Heu und getrocknete Kräuter, so haben meine Kaninchen eben nicht vorzugsweise das aromatisch gute Gefressen. Das Obst und das Gemüse konnte ich größten Teils (von Blättrigem abgesehen) in die Tonne kloppen, da es nicht angerührt wurde. Auch das, laut dir, ach so leckere Stärke haltige. Heu wurde ebenfalls nicht gefressen und zwischen Ästen, Gras und richtiger Wiese wurde hin und her tendiert, ohne Vorzüge zu zeigen. Da wurde schlichtweg selektiert.

Du vermenschlichst da Tiere in dem Aspekt zu sehr. Wir Menschen können nicht wirklich selektieren. Wir wissen nicht zwangsläufig: Diese Pilze sind schlecht für uns. Und werden sie essen, wenn wir nicht drüber aufgeklärt werden und sie uns schmecken, das ist bei den Kaninchen anders.  Ebenso bei den Bedürfnissen. Wenn wir immer Schokolade essen würden, würden die meisten nach spätestens einer Woche zum Gemüse greifen und den Kaninchen etwas davon klauen. Weil wir es dann brauchen. Bei Kaninchen ist das anders: Sie schätzen es früher ab und können direkt ihren Bedürfnissen entsprechend fressen. Und diese Bedürfnisse sind bei jedem Kaninchen anders. Ich merke es stark bei den momentan acht Kaninchen (ab Sonntag im Übrigen dann vier, bzw. wie es mit der Zusammenkunft passt, fünf mehr).

Die Innenkaninchen meiden das Stärkehaltige. Weil sie wissen, dass es letztendlich zu viel Energie in den Körper pumpt, sodass sie viel Energie haben, die sie nicht benötigen. Meine Aussenkaninchen schwanken momentan. Sie fressen zu gleichen Teilen. Da sie bei den Temperaturen zwar viel Energie brauchen, allerdings weniger, als wenn sie nur die Stärke essen dürften.

Ich weiß nicht, welche Erfahrungen Du damit gemacht hast, ob du je ad libitum gefüttert hast oder ob Du dich da nun nur auf "allgemeine HPs" beziehst, wo grundsätzlich das Heu das A und O sein soll. Ich persönlich beziehe mich hier gerade sowohl auf meine Tiere, als auch auf die Kaninchen von 7 ad libitum Fütteren, mit denen ich mich in den letzten Tagen, wegen dieses Themas, hab zusammentelefoniert.

Liebe Grüße,
Kim
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Inge
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« Antworten #132 am: März 10, 2010, 22:08:18 »

Ich war heute beim TA.
Gundula 8,2  kg, ( ca 1,2 kg zuviel), eek
Amanda 4,1 kg ( 1,6 kg zuviel)        eek

Da meine hauptsächlich vom Frifu ernährt werden, kommen mir auch langsam Zweifel, ob unsere Hauskaninchen überhaupt noch ihrem Urinstinkt nachgehen.?  Da kann schon was an den Argumenten von Dani L. dran sein.
Beide meiner Mädels leben in verschiedenen Gruppen. Ihre Rammler haben Normalgewicht. Also, liegt der Verdacht nahe, die Mädels futtern doch nach Geschmack, und nach Zucker.
Heute Abend habe ich es beobachtet. Gundula genau wie Amanda haben sich als erstes die Weintrauben und die Birnen geschnappt. Und sie regelrecht verschlungen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass deine , liebe Kim sich doch außen austoben können. Diese enorme Gewichtszunahme hatte ich in noch keinem Winter. Ich bin richtig erschrocken, und werde vorerst in den Gruppen gezielter füttern. Ich lege die Ad Libitum fütterung für eine Weile auf Eis.
Das heißt, sie bekommen nach wie vor überwiegend FriFu, aber nicht mehr alle Sorten. Und die sogenannten "dickmacher" nur noch unter Aufsicht.

 anbet Die zwei müssen dringend abnehmen  anbet
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Dani L.
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2 Kaninchen


« Antworten #133 am: März 10, 2010, 22:30:11 »

Ich beziehe mich auf überhaupt keine Homepages, ich bin Biologin, habe als Hauptfach Genetik und als Wahlfach Evolutionsbiologie gemacht.
Ich vermenschliche Tiere keineswegs. Ich denke, dass gerade Menschen noch besser mit Ad Libitum zurechtkommen als Tiere. Einfach deswegen, weil wir teilweise auch gegen unsere Instinkte essen, weil wir wissen, dass wir von unseren Instinkent her auf ein ganz, ganz anderes Leben ausgelegt sind als wir nunmal haben. Tiere stellen diese Überlegungen nicht an, die fressen wirklich nur nach Instinkt, ergo das was ihnen schmeckt. Es stimmt zwar, dass auch wir Menschen nach einer Woche nur Schokolade und Fett auch mal zu Gemüse greifen würden, aber ganz sicher nicht in dem Ausmaß in dem wir das sollten. Das sieht man ja ganz deutlich an den ganzen Zivilsationskrankheiten. Auch Tiere haben die, übrigens.
Es ist ja gut, wenn es bei deinen Kaninchen mit der grossen Menge Frischfutter passt und sie alle gut im Gewicht liegen und soweit gesund sind. Ich würde mich aber ganz definitiv nicht darauf verlassen, dass Kaninchen oder irgendwelche anderen als Haustiere gehaltenen Tiere von selber nur das fressen was sie brauchen und daher Ad Libitum Fütterung auch nicht allgemein empfehlen.
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Inge
Gast
« Antworten #134 am: März 10, 2010, 22:35:58 »

@Dani, ich gebe dir Recht. Ad Libitum kann den Kaninchen niemand in "Gefangenschaft" füttern. Das ist in keinster Weise umsetzbar. ( Im Sommer eventuell)
Kohl, Möhrchen , vielleicht noch Petersilie da kann man niemals von Ad Libitum sprechen. Dazu gehört eine weitaus vielfältigere Auswahl.
Außerdem müsste man dann alle 2-3 Stunden nachlegen, da Kräuter, Salate, Möhrengrün, Kohlrabiblätter usw bei normaler Raumtemperatur sehr sehr schnell welk werden. Und , meine jedenfalls würden welkes Gemüse/Obst gar nicht mehr anrühren.
« Letzte Änderung: März 10, 2010, 22:37:38 von Inge » Gespeichert
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