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Autor Thema: Aufruf zur veganen Woche, 8.3.-14.3.2010  (Gelesen 766 mal)
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Master Luke
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« Antworten #15 am: März 09, 2010, 09:08:02 »

also ich bin seit 2 monaten vegitarier und es fällt mir überhaupt nicht schwer.
habe mich da noch nicht mal groß damit auseinander gesetzt und es gibt da auch keine mangelerscheinung.
wenn ich denke wie ich früher gegessen habe (in der firma schnitzelsemmel, kebab am abend pizza) dann ist meine ernährung jetzt sicher ausgeglichener.
gestern gabs geschnetzeltes mit reis, 10 min war alles fertig und durchaus schmackhaft.
heute gibts chilli con vleisch, morgen weiß ich noch nicht, wahrscheinlich vleischleibchen mit kartoffelpüree.
zwischendurch ein vurst brot (da gibts vegi-pikante, da schmeckt man null unterschied) mit ein gläschen soja drink - lecker.

ich habs mir viel schwerer vorgestellt!

vegan ist aber denke ich doch eine ecke schwerer. eben schon mal die produkte bekommen.
und da muß man schon ausgwogen ernären, zumindest B12 sollte man zuführen. (da gehen die meinungen aber auch schon wieder auseinander)
aber ich denke auch das ist ohne ernährungswissenschaft zu schaffen.

back to topic:
für fleischesser ist es sicher nicht leicht, von heute auf morgen vegan zu werden - sei es nur für eine woche.
denke der bessere umstieg ist mal vegi und dann vegan (habe das auch nur so gehört bis jetzt)

aber es spricht ja nix dagegen, die veganwoche als vegiwoche zu betrachten und mitzumachen!  engelhb

« Letzte Änderung: März 09, 2010, 09:09:39 von MasterLuke » Gespeichert

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kosh
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« Antworten #16 am: März 09, 2010, 11:04:43 »

Finde die Idee großartig. Ernähre mich seit einigen Jahren vegan, davor geraume Zeit vegetarisch.
Fazit: keine Mangelerscheinungen - eher weniger als davor bei Gemischtkost.
Man benötigt auch nicht wirklich großartige ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse - bzgl. B12: bei vielen veganen Produkten ist das und anderes zugesetzt und mit konventionellen Vitaminpräparaten - die übrigens nicht nur für Veganer sondern für ALLE gedacht sind - kann man so ziemlich alles, was einem angeblich bei veganer Ernährung fehlt, substituieren.
Bzgl. Sojamilch/-joghurt: da gibt´s einfach sehr viele Produkte von unzähligen Herstellern und wie bei allen Lebensmitteln eben bessere und schlechtere Qualität. Also wem´s ernst ist: einfach durchprobieren.
Infos gibt´s auf den einschlägigen Seiten wie z.B. www.vegan.at oder www.vgt.at (dort kann man auch einiges bzgl. des Warums und zum Thema tierversuchfreie Kosmetika etc. nachlesen).
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Carmi1977
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« Antworten #17 am: März 09, 2010, 11:38:27 »

Interessante Seite, nur die Empfehlung Säuglinge vegan zu ernähren stößt mir sauer auf. Eine der Allergene, welche im ersten Halbjahr des Babys vermieden soll, ist Soja. Kuhmilcheiweißallergie ist selterner als eine Sojaallergie.
Erwachsene sollen sich ernähren, wie sie meinen. Allerdings finde ich es höchst bedenklich die vegane Ernährungsweise Säuglingen, Kindern und Jugendlichen durchzuführen.
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Neurobiologe Steven Petersen: "Ziehen Sie Ihr Kind nicht in einem Schrank auf, lassen Sie es nicht verhungern, und schlagen Sie ihm nicht mit einer Bratpfanne auf den Kopf."

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Jojo333
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« Antworten #18 am: März 09, 2010, 15:09:06 »

Ich hab meine Eltern gefragt, wir planen etwas langfristiger und legen in der zweiten Hälfte der Osterferien eine vegetarische oder vegane (wissenwirnochnich) Woche ein.
 hurra1 hurra1 hurra1
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Klee
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« Antworten #19 am: März 10, 2010, 08:22:20 »

also ich als Vegetarier muss gestehen, dass ich kein Sojafan bin.
Aufs Brot kommt bei mir Gemüsepastete, Marmelade oder diverse Aufstriche von Tartex. (Gibts im Reformhaus)

Wie sieht ein veganes Menü aus, mh.
Also Montag gabs einfach nur Spaghetti mit Tomatensauce. Absolut vegan.
Gestern gabs Nudeln mit Champignons, Zuccini und eigentlich mit Soja. Da das aber schrecklich geschmeckt hat, hab ich den liegen lassen  happy
Und heute gibt es Couscous mit Gemüse.

Eigentlich gibt es viele Dinge, die absolut vegan sind. Beim Einkaufen hab ich einfach auf die Zutaten geachtet.
Und vieles kann man auch durch die vegane Variante ersetzen. So gibt es in den Kaffee Sojamilch, es gibt Schokopudding
von Alpro (normalen Pudding, Quark, Joghurt ess ich sowieso nich), es gibt Cremefein zum Kochen von Alpro
und statt Butter (die ich eh nicht gern esse)wird mit Magerine und Öl gekocht.

Wie gesagt, wer gerne mal ein Rezept ausprobieren möchte, findet in diesem Forum eine Auswahl.
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« Antworten #20 am: März 10, 2010, 10:59:04 »

@kleechen: ist dein Freund auch Vegetarier?

Ich denke, wenn man sich Vegan ernähren möchte, findet man allerhand tolle Sachen, zwar sind diese oft etwas teurer, aber einseitg ist diese Art der Ernährung trotzdem nicht.
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« Antworten #21 am: März 10, 2010, 12:07:54 »

@kleechen: ist dein Freund auch Vegetarier?
nö ganz im Gegenteil^^ Aber zumindest heute wird er ganz vegan mitessen
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« Antworten #22 am: März 10, 2010, 19:26:11 »

@carmi1977:
Im ersten halben Lebensjahr sollten Säuglinge NUR Muttermilch erhalten - am besten so lang wie möglich. Erwiesenermassen ist Stillen die beste Möglichkeit um Allergien und Fehlentwicklungen vorzubeigen - inkl. Kieferfehlstellungen. Leider ist es in unserer Gesellschaft aufgrund von Arbeitswelt und Unwissenheit/Fehlinformation durchaus üblich gar nicht oder nur sehr kurz zu stillen. Stillen wird von jedem vernünftigen Kinderarzt empfohlen und das mit gutem Grund.

Sojaprodukte würde ich einem Säugling auch nicht geben, außer es handelt sich um einen Fall von Laktoseintoleranz - da bleibt nichts anderes üblich, es gibt ja auch extra dafür entwickelte Trockenmilchprodukte, die durchaus auch bei Tiersäuglingen mit Verdauungsproblemen zum Einsatz kommen.

Kuhmilch ist die Muttermilch einer anderen Spezies - würde ich meinem Kind auch nicht geben. Ein Großteil der Menschen (asiatischer Raum) verträgt Kuhmilch nicht. Die Verdaubarkeit von Kuhmilch wird mitunter durchaus als europäisches Kuriosum gehandelt. Mal ganz abgesehen von ethischen Gründen (Massentierhaltung; Kälber, die nur geboren werden um zu sterben, damit ihre Mamis Milch produzieren etc.).

Ich kenne einige von Anfang an vegan (ergo als Säuglinge mit menschlicher Muttermilch gestillte) aufgezogene Kinder, die allesamt außerordentlich gesund sind und bzgl. den ärztlich standardisierten Entwicklungsstufen für ihr Alter gut bzw. weiter entwickelt sind als üblich. Nachdem ich klarerweise nur ein paar Kinder kenne, sind das natürlich keine empirischen Daten.
Die meisten Veganer stehen bzgl. ihrer Kinder durch das nicht vegane Umfeld unter starker Kritik. Die, die ich kenne, konsumieren sehr viel Gemüseprodukte, durchaus auch Soja- und Weizenprodukte, die gerne als "Fleischersatz" bezeichnet werden, und passen bei ihren Kindern mit dem Zuckerkonsum sehr genau auf.
Im Endeffekt geht es immer um eine ausgewogene Nährstoffzufuhr inkl. aller notwendigen Vitamine und Spurenelemente und die kann man völlig problemlos vegan erreichen - bzgl. teurer: diese Erfahrung kann ich nicht teilen: viele sog. "Ersatzprodukte" sind hochwertiger und nährstoffreicher als die "Originale" und daher in der Relation nicht teurer.

Übrigens: alle Kinder in meinem Umfeld (u.a. Familie), die Allergien und diverse Lebensmittelunverträglichkeiten haben, werden konventionell ernährt.

Wie gesagt: das sind keine empirischen Daten - lediglich Beobachtungen im unmittelbaren Umfeld.
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Master Luke
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« Antworten #23 am: März 11, 2010, 08:38:13 »

Zitat
Kuhmilch ist die häufigste Ursache von Lebensmittelallergie bei Säuglingen und Kleinkindern. Etwa 2-3% aller Säuglinge weltweit sind davon betroffen.
...
Kuhmilch ist neben Gluten, Eiern, Fisch, Erdnüssen, Soja, Walnüssen und Muscheln eines der "grossen acht" Allergie verursachenden Nahrungsmittel in der EU. Eine echte Milchallergie, schwerwiegender als Laktoseunverträglichkeit, wirkt sich auf mindestens eines der folgenden drei Organsysteme aus:

    * Magen-Darm (Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Blähungen) - betrifft ca. 50-60% der Kinder mit KMA
    * Haut (Ausschläge, mit Ekzem und atopischer Dermatitis) - 50-70%
    * Atemwege (Keuchen, Husten, rinnende Nase) - 20-30%

quelle: http://www.babyratgeber.at/index.cfm/id/23424

kein säugetier der welt, ausgenommen der mensch, ernährt sich von muttermilch einer anderen spezies!
mir drängt sich da der verleich auf, man müße hasen (die eigentlich kaninchen sind) hartes brot geben (welches im magen aufquillt) um die zähne zu kürzen.
haben etliche millonen kaninchen überlebt, wahrscheinlich etliche millionen nicht - warum machen wirs dann nicht mehr?

nur weil kuhmilch als muttermilchersatz schon lange zeit (seit wann eigentlich?) eingesetzt wird, heißt es nicht dass es gut ist.

gerade was ernährung anbelangt, ist die wissenschaft in den kinderschuhen und die vegane gemeinschaft denke ich noch am besten informiert.
und wie alle pioniere werden sie natürlich belächelt, angezweifelt und teilweise angefeindet.
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« Antworten #24 am: März 11, 2010, 11:53:44 »

@kosh

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/asthma/default.aspx?sid=464595
Um Mütter zum Stillen zu bringen, wird immer das Argument angebracht, es schütze vor Allergien und Asthma. Eine Studie hat ergeben, daß die Vorteile des Stillens im Vergleich zu Flaschenkindern zwar da ist, aber nicht in so großem Ausmaße wie bis jetzt angenommen wurde.
Ich habe Allergien und Asthma und die Gene können mitvererbt werden. Also, Stillen kann die Gene nicht ändern.
Asiatische Babies vertragen durchaus Milch, da die Laktasebildung im Säuglingsalter am höchsten ist. Erst im Laufe der Zeit läßt diese nach, weil die Natur nicht vorgesehen hat, daß Erwachsene Milch zu sich nehmen. In Muttermilch ist Laktose drin.
Für Säuglingsersatznahrung hat sich die Basis auf Kuhmilch am besten bewährt. Reis-, Soja- und Mandelmilch sind eigentlich bei Kuhmilcheiweißallergien vorgesehen, sind nicht überall erhältlich und erheblich teurer.
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http://www.dshini.net/de/spage/45001923-7903-32b4-01f9-1065e654504e
kosh
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« Antworten #25 am: März 11, 2010, 13:00:03 »

@carmi1977:
Danke für den Link. Allerdings ist das nur eine winzige Notiz zu einer Studie und die Schlussfolgerungen sind meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar. Wenn in der ausgiebig beratenen Gruppe nur 44% die ersten 3 Monate voll stillen, hat das aus meiner Sicht keine Aussagekraft.

Ich sehe keine Widersprüche in Deiner Antwort. Vorteile beim Stillen sind ja trotzdem da.
Ich habe auch nicht behauptet, daß Stillen die Gene ändert.
Ich führte dezitiert Säuglingsersatznahrung für Laktoseintoleranzler an. Ich habe desweiteren auch nicht behauptet, daß asiatische Babies Laktoseintoleranzler seien, sondern die von mir angeführte Intoleranz bezog sich allgemein auf Menschen im asiatischen Raum.
Teurer bezog sich in meiner Argumentation auf "Fleisch"ersatzprodukte.

Desweiteren habe ich bei vegan ernährten Kindern mir persönlich bekannte Fälle angeführt und mehrfach darauf hingewiesen, daß daraus keinerlei Allgemeingültigkeit resultiert.

Insofern bin ich mir nicht ganz sicher, ob das jetzt ein persönlicher Angriff ist - bitte um Info.
Wenn ja, dann erwarte ich korrekt zitiert zu werden, da sonst jede weitere Antwort meinerseits lediglich eine Wiederholung respektive Richtigstellung und daher unnützer Zeitaufwand ist.
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« Antworten #26 am: März 11, 2010, 14:42:13 »

@kosh
Neenee, das war kein Angriff und so habe ich es auch nicht verstanden. Für mich ist das ein Meinungsaustausch. Das ist der Nachteil vom Schreiben - es gibt keinen Ton, an dem man festmachen kann, wie es gemeint ist. Da haben wir uns in einigen Dingen mißverstanden.
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