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Autor Thema: Hund zerfleischt Kind - Sicht eines Hundes  (Gelesen 699 mal)
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NinjaBunny
Emelie & Uwe
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« am: Mai 31, 2010, 19:01:52 »

Ich hoffe das wurde noch nirgendswo gepostet  happy^^ Finde das total Traurig ...


Wir sind allein im Zimmer, deine Mutter ist in Obergeschoss des Hauses. Ich mag dich, habe dich von Anfang an sehr gern gehabt. Ich nehme es dir nicht übel, dass du oft grob zu mir bist, du bist ja noch klein. Plötzlich findest du diesen Bürotacker, beginnst damit zu spielen. Du bist ja noch so klein, so neugierig, willst alles ausprobieren. Du tackerst Papier zusammen, jauchzt vor Freude. Ganz selten beschäftigt sich jemand mit dir, armes Kind, das musst du meist selbst machen, sie wollen nur ihre Ruhe haben ...

Dann kommst du auf mich zu, mit dem Tacker in der Hand. Deine kleine Kinderhand greift nach meinem Schlappohr, und ... AU! Das hat weh getan! Ich jaule auf, doch du verstehst es nicht. Bist ja noch so klein, für dich ist es nur ein Spiel. Du greifst wieder nach meinem Ohr, ich will fliehen, doch wir sind in dem kleinen Zimmer eingesperrt. Du tust es wieder, wieder jaule ich laut auf, unter dem Schmerz. Du verstehst es nicht, denkst es wäre ein Spaß, ein lustiges Spiel. Ich bin dir nicht böse, du bist ja noch so klein. Du tust es wieder und wieder und wieder, ich kann dir nicht entkommen. Mein lautes Jaulen schallt durchs ganze Haus, doch niemand kümmert sich darum.

Wo ist deine Mutter? Warum läßt sie uns wieder so lange allein? Warum hört sie mein Jaulen, meine verzweifelten Hilfeschreie nicht? Du rennst hinter mir her, drängst mich in die Ecke, tust es wieder. Wieder jaule ich gequält auf, dieses Mal noch lauter als zuvor.

„Halt endlich die Schnauze du Scheißköter!“, hallt die Stimme deiner Mutter durchs Treppenhaus. Sie nennt mich immer so, sie mag mich nicht besonders. Eigentlich hat sie mich nur gekauft, damit du etwas zum Spielen hast, und sie in Ruhe lässt. Sie will immer nur ihre Ruhe haben. Sie mag sich nicht um dich kümmern, und sie mag sich erst recht nicht um mich kümmern.

Mein Ohr schmerzt, doch du lässt nicht von mir ab. Was soll ich nur tun? Ich will dir nicht wehtun, weiß du meinst es micht böse. Du verstehst es nicht, weil dir niemand beigebracht hat, dass man Tiere nicht zum Spaß quälen darf. Niemand hat dir je beigebracht, dass auch ich Schmerzen empfinde. Sie wollen nur ihre Ruhe haben ...

Wieder spüre ich diesen stechenden Schmerz, er macht mich rasend. Wieder versuche ich zu entkommen, doch es glingt mir nicht. Ich will dir nicht wehtun, ich liebe dich doch! Du tust es wieder und immer wieder, der Schmerz wird unerträglich. Doch du hörst nicht auf, jagst mit eine Klammer nach der Anderen ins Ohr. Du kannst nichts dafür, du weißt nicht was du tust. Du bist ja noch so klein, verstehst es nicht. Schließlich kann ich nicht mehr, halte die Schmerzen nicht länger aus. Ich schnappe nach dir, mein Fangzahn streift dich an der Wange. Wir halten beide erschrocken inne, sehen uns einen Moment in die Augen. Ich wollte dich nicht verletzen, wollte nur dass es aufhört ...

Du greifst dir mit deiner kleinen Hand an die Wange, und als du das Blut an ihr siehst, beginnst du zu schreien. Plötzlich geht alles ganz schnell. Deine Mutter kommt, reißt dich an sich. Dein Vater kommt, tritt brutal auf mich ein und schleift mich ins Auto. Er bringt mich zum Tierarzt. „Sofort einschläfern, die Töhle hat mein Kind gebissen!“, brüllt er aufgebracht. Der Tierazt kennt mich, er wundert sich, kann kaum glauben, dass ich das wirklich getan haben soll. Tränen schiessen ihm in die Augen, als er die annähernd 100 Heftlammern in meinem Ohr sieht. Er streichelt mir sanft über den Kopf, dann greift er zur Spritze. Er muss es tun, ist dazu verpflichtet ...

Morgen werde ich die Sonne nicht mehr aufgehen sehen. Aber ich werde berühmt sein. Auf den Titelblättern aller großen Zeitungen wird mein Foto stehen. Darüber wird in großen Buchstaben geschrieben sein: „HUND ZERFLEISCHT KIND!“ In den Artikeln wird es heißen: „Schon wieder fiel ein vermeintlich braver Familienhund grundlos ein Kind an und verletzte es schwer im Gesicht...“ Vielleicht wird die Geschichte sogar im Fernsehen diskutiert. Viele Menschen werden dann entsetzt aufschreien, hitzig diskutieren, einige werden fordern, dass alle Hunde für immer eingesperrt werden sollten.

Aber niemand wird sagen was genau geschah, denn das interessiert nur ganz wenige.

Deine Eltern haben es den Medien so erzählt, und die waren sehr froh darüber. Die Menschen lieben Geschichten über wilde Bestien, das bringt gute Auflagen und gute Einschaltquoten. Gute Auflagen & Einschaltquoten bringen viel Geld, und das lieben die Menschen noch viel mehr. Ich habe die Menschen geliebt. Ich habe dich geliebt ...


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Carmi1977
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Dipl.-Biol. mit 5 Kaninchen


« Antworten #1 am: Mai 31, 2010, 19:06:31 »

Eine der letzten Vorfälle, die in den Medien standen, ist der, wo ein drei Monate altes Baby im Kinderwagen von einem Husky angefallen und getötet wurde. Der Hund wurde als nicht auffällig und ungefährlich, auch nach dem Vorfall eingestuft. Was hat also das Baby getan?

Sicher kann es vorkommen, daß Kinder den Tieren Leid zufügen, aber ob das die Regel ist, wo Hunde Kinder angreifen, bezweifle ich.
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Neurobiologe Steven Petersen: "Ziehen Sie Ihr Kind nicht in einem Schrank auf, lassen Sie es nicht verhungern, und schlagen Sie ihm nicht mit einer Bratpfanne auf den Kopf."

http://www.dshini.net/de/spage/45001923-7903-32b4-01f9-1065e654504e
Polly09
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5-fache Ninchenmama


« Antworten #2 am: Mai 31, 2010, 19:13:19 »

Aber es stimmt. Ich kann mir gut vorstellen, dass etliche Hintergründe aus solche Fälle vertuscht werden. Ich habe die Einstellung, dass kein Hund von Grund auf schlecht ist. Ich habe schon viele Hunde kennen gelernt (auch Kampfhunde), vor allem in meiner Zeit als aktive Hundesportlerin. Leider kann sich jeder einen Hund anschaffen, selten wird kotrolliert, ob der Besitzer auch fähig ist mit ihm umzugehen.
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tacks0_0
2 Kaninchen
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« Antworten #3 am: Mai 31, 2010, 19:13:55 »

sehr traurig  crying
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Stella13
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« Antworten #4 am: Mai 31, 2010, 19:25:04 »

Mich hat diese Geschichte gerade total berührt  crying Ich kann mir schon gut vorstellen das sowas öfter vorkommt. Vielleicht nicht so heftig wie mit den Heftklammern, aber mal hier am Schwanz gezogen oder da auf die Beinchen getreten.....habe sowas selbst schon mitbekommen und dem Kind versucht zu erklären das das Tier genauso Schmerzen verspürt wie das Kind selber.

Das ist halt Aufgabe der Eltern dem Kind beizubringen das auch ein Tier ein Lebewesen ist mit dem man achtsam umgehen muß. Die "Schuld" liegt hier nicht beim Kind oder Tier sondern leider oft bei den Erwachsenen die nicht in der Lage sind dem Kind Werte zu vermitteln oder bei ganz kleinen Kindern halt dabei zu sein wenn sie sich in der Nähe des Tieres aufhalten weil sie solche Dinge einfach noch nicht wissen können.

Logisch, die Geschichte mit dem Baby ist noch eine andere, das hat ja nicht direkt was getan sondern nur geschrien aber auch hier hätten die Eltern mitdenken müssen und nicht ein Baby mit einem Hund alleine lassen sollen  crying

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Flöckchen
-~- 4 Kaninchen -~-
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Somewhere over the rainbow...


« Antworten #5 am: Juni 01, 2010, 05:43:04 »

Was hat also das Baby getan?
Sicher kann es vorkommen, daß Kinder den Tieren Leid zufügen, aber ob das die Regel ist, wo Hunde Kinder angreifen, bezweifle ich.

Das Baby hat nix getan, aber die Erwachsenen haben aufs Übelste ihre Aufsichtspflicht verletzt.

Ich stimme da Polly vollkommen zu, es gibt keine bösen Hunden. Sie werden erst vom Menschen dazu gebracht.
Aber am Ende werden nur die armen Tiere dafür bestraft...die Menschen haben keine Konsequenzen zu tragen.
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"Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen."
atrox
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« Antworten #6 am: Juni 01, 2010, 10:09:28 »

Ich stimme da Polly vollkommen zu, es gibt keine bösen Hunden.

Soweit gehe ich noch mit. Ein Hund, der so eine Überreaktionshandlung zeigt, ist trotzdem nicht "böse", dazu müsste er reflektieren können was er tut... in der Regel handelt er einfach seinen Instinkten entsprechend

Zitat
Sie werden erst vom Menschen dazu gebracht.

Das wiederrum würde ich nicht so als unumstößliche Regel hinstellen.
Es ist sicherlich so, dass gerade "geschärfte" Hund eher Gefahr laufen ein solches Szenario zu verzapfen.
Aber oft genug sind es auch absolut unauffällige Hunde, die plötzlich kurz austicken...und da muss der Mensch den Hund zuvor nicht malträtiert haben unbedingt. Und gerade wenn es Kinder betrifft, gibt es aus Hundesicht genug Gründe, doch mal einen Haps zu nehmen. Sie verhalten sich wie Beute wenn sie wegrennen, zappeln und schreie, die verhalten sich wie untergeordnete Individuen die die Rangordnung nicht anerkennen indem sie Warnsignale nicht beachten (weil sie es natürlich gar nicht können), die dringen unbedacht in Reviere ein (eigene Erfahrung, eine damalige Bekannte wurde von einem absolut netten Hund in den Bauch gebissen als wir ungefähr 6-7 Jahre alt waren... er war immer die Ruhe selbst und sehr gelassen und leis sich von uns knuddeln... bis wir irgendwann auf das Grundstück des alten Herren sind, ohne dass er in Sichtweite war ... da war Revierverteidigung angesagt... für uns Kinder nicht verständlich, wir durften ja sonst auch immer sofort aufs Gelände, nur dass der Besitzer da immer gerade im Garten war, wenn wir kamen)....

Von daher finde ich es auch einfach unverantwortlich, kleine Kinder allein mit Hunden im Raum zu lassen, und wenn es nur kurz ist. EIn kurzer Moment reicht ja aus wie man oft genug mitbekommt.
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Polly09
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5-fache Ninchenmama


« Antworten #7 am: Juni 01, 2010, 12:25:10 »

Es gibt Hunderassen bei denen die Reizschwelle niedriger liegt. Diese Hunde sind trotzdem nicht bösartig, aber wenn ich mir so einen Hund anschaffe, sollte ich doch wissen damit umzugehen. Man muß wissen wie der Hund reagiert und Gefahren erkennen.

Situation z.B. heute: erstmal vorweg, unsere Hunde würden meine Tochter ohne Grund NIE beißen!

Aber Gefahrensituation muß ich erkennen, also: Ich war heute mit Kind und Hund beim TA. Meine Tochter sitzt auf dem Boden beim Hund und streichelt. Ich habe meine Augen durch die Glastür nach draußen und sehe, dass jemand mit einem Hund herein will. Ich habe sofort meine Tochter vom Boden hoch zu mir her gerufen. Wenn dieser Hund uns angekeift hätte und meine Hündin nach vorn gegangen wäre, hätte sie nicht mehr gesehen, dass die Kleine da sitzt.
Soweit kann kein Hund denken, dann übernimmt der Trieb.
Wer einen Hund besitzt muß seine Augen überall haben. Es können immer Gefahren auftreten.
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Taddle
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« Antworten #8 am: Juni 06, 2010, 18:56:28 »

aber warum sollten eltern auch so verantwortungslos sein ih kleines kind mit einem hund zusammenzulassen wenn sie nicht dabei sind Huh
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              Danke für die Signatur Marah!
LöffelOhrenBande
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« Antworten #9 am: Juli 26, 2011, 11:16:17 »

Das ist doch zum kotzen.

Mein Bruder und ich sind mit Hunden aufgewachsen und lieben sie heute noch sehr.

Unser erster Hund war aus dem Tierschutzhaus. Sie wurde als verhaltensaufällig  vogelhb abgegeben. Die Vorbesitzer hatten den Hund vernachlässigt, welcher in die Wohnung machte und aufgrund fehlenden Hundespielzeuges halt die Schuhe zerbiss.

Sie war ein Rottweiler-Dobermann Mix. (Ja, gleich zwei gefährliche Rassen  vogelhb in einem Hund vereint. vogelhb ) Tina hat uns nie angeknurrt oder gebissen. Wenn mein Bruder oder ich mit ihr gespielt haben und es wurde ihr zuviel, ist sie aufgestanden und hat sich woanders hingelegt. Wenn wir unterwegs waren, hat sie nie einen Fremden angefallen oder gebissen. Sie war ein freundlicher und friedlicher Hund, auch wenn viele gleich geschrien haben, dass sie ein gefährlicher Kampfhund  vogelhb ist.

Ein Hund ist nicht von Natur aus böse und fällt Kinder an.

Wenn ich in den Nachrichten immer wieder höre, Hundeattacke hier, Kind zerfleischt dort, kommt mir das Kotzen...

Was wird denn schon als Hundeattacke gewertet? Wenn der Hund vorbeiläuft und das Kind fällt auf den Hosenboden?

Zum Vergleich:

Haiattacke: Stößt oder streift ein Hai ein Boot, wird das in die Statistik der Haiattacken aufgenommen.  vogelhb
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Wintersun
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4 Bunnies, 1 Hund, 7 Pferdis :)


« Antworten #10 am: Juli 26, 2011, 11:37:31 »

Wir haben nun ja seit Jänner einen Hund - wir sind die vierten Besitzer, als Puma zu uns kam, konnte er nicht mal "Sitz" - mit 2 Jahren...

Nach kurzer Zeit hat sich herausgestellt, dass Puma eine Leinenaggression hat. Er hat Mensch wie Hund aufs Übelste angebellt, angeknurrt, ein Riesentheater gemacht- wenn sich Menschen dabei dann gefürchtet haben, wars für ihn natürlich umso lustiger.

Mittlerweile lässt er Menschen in Ruhe, die interessieren ihn nicht mehr wirklich - bei Hunden ists immer noch schwierig, aber wir haben ihn im Griff und können sein blödes Imponiergehabe meistens im Keim ersticken.

Wir gehen regelmäßig mit ihm in die Hundeschule und haben eine wirklich gute Hundetrainerin, die uns schon viele hilfreiche Tipps gegeben hat.

Puma kommt auch beim Freilauf brav zurück, wenn wir ihn rufen.  ABER - garantieren kann ich dafür nicht, wenn uns Mensch oder Hund begegnet.
Logische Konsequenz: solange ich ihn nicht in jeder Situation kontrollieren kann und er möglicherweise aus Freude einfach einen fremden Menschen anhüpft, geht Puma ausschließlich an der Leine spazieren.
Frei gelassen wird er am Hundeplatz unter strenger Aufsicht (er pöbelt gern, beißt aber nicht), oder bei uns in den Feldern, wo ich weit genug sehe, ob wer kommt oder nicht.

Wenn uns beim Spazierengehen Kinder entgegen kommen, kürze ich sofort die Leine, lasse Puma bei Fuß gehen. Kleine Kinder & Hunde sind einfach oft unberechenbar - hab ich oft genug erlebt - Kinder rennen direkt auf Puma zu "Hundi..." - da werd ich dann aber immer gleich laut und ruf den Eltern zu, bitte NICHT- der mag keine Kinder (was zwar nicht stimmt, aber es is die einfachste Variante Wink ).
Einmal waren wir am Weg zum Hundeplatz, gehen 2 Familien vor mir - einige Erwachsene, ein paar Kinder im Volksschulalter und ein ca. 2-jähriger Knirps, der sofort total scharf auf Puma war. Ich habe extra einen weiten Bogen um die Familien gemacht, als ich bei ihnen vorbeigegangen bin. Schreit der kleine Junge schon "WAUWAUUUU" - ich bin dann einfach schneller gegangen, und gut wars.
Beim Hundeplatz angekommen mach ich das Tor auf, Freundin steht auch schon mit ihrem Hund drin und ich lass Puma von der Leine.
5 Minuten später steht der Knirps von vorhin am Tor und macht es auf- ich renn wie der Teufel hin und knall das Tor zu. Ernte böse Blicke von den Eltern, die dann halbherzig im Schneckentempo ihr Kind holen...

Da hab ich mir auch gedacht, wie blöd kann man eigentlich sein??? Ich bin der Meinung, sehr verantwortungsvoll mit unserem Hund umzugehen, oft begegnen wir Kindern, die dann fragen, ob sie Puma streicheln dürfen - ich bin mir eigentlich sicher, dass er nicht beißen würde - aber er ist Fremden gegenüber auch nicht gerade die Freundlichkeit in Person, unter bestimmten Umständen könnte er evtl. in die  Kategorie "Angstbeißer" fallen - daher lasse ich ausnahmslos NIEMANDEN unterwegs an Puma ran. Mir ist das Risiko zu groß, an der Leine kann er schlecht ausweichen - daher könnte es gut sein, dass er dann grantig wird, wenn jemand direkt auf ihn zusteuert und ihn auch noch angreifen will.

Puma ist ohne Leine ein extrem entspannter Hund, er liebt Menschen, ist ein ungeheuer gutmütiger Hund - lehnt sich gerne an Menschen an, lässt sich streicheln, der lässt wirklich ALLES mit sich machen. Solange er nicht an der Leine ist, und genug Platz hat, um sich dann anzunähern, wenn er es möchte.

Ich hasse Hundehalter, die ihre Hunde ständig frei laufen lassen - obwohl sie nicht richtig hören. Nicht jeder mag Hunde. Und das muss man respektieren.

So gutmütig mein Hund - auch mit Kleinkindern - ist, NIE würde ich ihn auch nur eine Sekunde mit einem Kind alleine lassen.
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Don't take your organs to heaven - heaven knows we need them here!!!
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« Antworten #11 am: Juli 26, 2011, 12:15:23 »

 pro - finde ich eine sehr gute einstellung von dir wintersun!! Smiley
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« Antworten #12 am: Juli 26, 2011, 12:25:39 »

@Wintersun: Ich verstehe deine Argumentation.

So gutmütig der Hund meiner Eltern auch ist, ich würde ihn auch nicht mit einem Kleinkind alleine lassen. Mike ist ein verspielter und ungestümer Kerl und auch ich bin mir sicher, dass er ein Kind nicht beissen würde.

Aber so ungestüm und unberechenbar ein Hund sein kann, so kann auch ein Kind ungestüm und unsicher sein und ich möcht mir nicht ausmalen, was passieren kann wenn ein Hund ein Kleinkind im Spieltrieb anstupst und umschmeisst.

Aber immer dem Tier die Schuld zu zu weisen und Hunde, die auffällig geworden sind, einfach als wildgewordene Bestien abzustempeln ist einfach nicht in Ordnung.

Fakt ist, keine Art der Berichterstattung macht sich die Mühe nach den Hintergründen eines derartigen Vorfalles zu fragen. Im Endeffekt ist immer das Tier schuld und das Opfer kommt, wie immer, unschuldig zum Handkuss.

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