Du musst dir das vorstellen wie mit einem Jugendlichem, dem du als Elternteil erlaubst, jeden Tag Pizza, Döner, Bürger, Pommes usw. zu futtern. Der wird dir zu Hause mit Sicherheit auch keinen Salat oder Gemüse essen, erstens weil er satt ist, denn das Futter hat ja ordentlich Kalorien zweitens, warum sollte man Salat essen, wenn man ganz genau weis, man muss nur lang genug Geduld haben und das Lieblingsfutter taucht ja doch wieder auf.
Langsam reduzieren und über Wochen hinweg ganz abschaffen ist das einzigste das wirklich hilft. Da muss man einfach konsequent sein. Bei uns war das damals wirklich schrecklich. Sie haben nichts gefutternt und sich angestellt...ich dachte echt auch, das schaffen wir nie aber sobald wir angefangen haben, das wirklich sehr langsam und schleichend zu machen, gings am Ende doch.
Selbst heute erzielen wir im Grunde noch Erfolge. Früher hättest du unsere Kleine mit Löwenzahn und Co. wirklich jagen können, aber langsam aber sicher wurde es besser und gestern hat sie mit unserem Paul um die wette gefuttert, nicht das der Herr eventuell mehr als sie davon abbekommt.

Gräser und Kräuter sind ihre Hauptnahrung aber selbet wenn das schlechte Futter abgewöhnt ist, ist dieser Weg oft noch nicht zu 100% abgeschlossen. So kann auch nach der Umstellung der Weg zum Heu, eventuell noch etwas dauern, also nicht aufgeben, wenn das nicht direkt sofort einschlägt.
Fang z.B. einfach mal an, das Körnerfutter in Esslöffel zu messen, damit du überhaupt eine wirklich ganz genaue Menge hast die du täglich verfütterst. So haben wir das angefangen und haben uns dann langsam aber sicher vorgearbeitetet.
Beispielsweise so oder ähnlich.
1. Woche
5 Esslöffel + Testweise 2 Scheibchen Karotte, dann haben wir über eine Wochen hinweg die 2 Scheibchen zu 2 Scheiben werden lassen.
2. Woche
4,5 Esslöffel + 2 Scheiben Karotte + 2 Scheibchen Petereielenwurzel zum probieren...über die Woche wieder zu 2 Scheiben werden lassen, wenn sie es gut vertragen.
3. Woche
4 Esslöffel + 2 große Scheiben Karotte(langsam mehr werden lassen, wenn sie es über Wochen vertragen) + 2 Scheiben Peterielienwurzel + Testweise bischen Fenschen
usw.
Nach 10 Wochen müsste das Körnerfutter weg sein, ersetzt durch 10 Gemüsesorten, an die sie langsam aber sicher gewöhnt wurden.
So haben wir das im Grunde gemacht, weil unsere Kleine bei der schnelleren Umstellung heftige Verdauungsprobleme sowie Blähungen bekommen hat. Etwas Zeitaufwendiger aber ans Ziel sind wir auch gekommen. Heute futtern die...irgendwie alles, verfressene Räuber
