Auf das Tier als Lebewesen wird unter industriellen Produktionsbedingungen keine Rücksicht genommen. Es wird behandelt wie alle anderen Waren auch, eher noch schlechter. Denn Plastikeimer oder Handy müssen makellos auf den Markt kommen!
Bei Hähnchen oder Pute aus der Massentierhaltung ist es egal, ob sie zerrupft und geschunden aussehen. Bei Schweinen, Rindern, Schafen oder Pferden kümmert es niemanden, ob sie mit gebrochenen Knochen auf irgendeinem Schlachthof Europas aus dem Tiertransporter gezerrt werden. All das sieht der Kunde im Supermarkt ohnehin nicht. Und auch bei einem Pelzmantel ist nicht mehr zu erkennen, dass sein ursprünglicher Eigentümer mit Panik in den Augen leben und sterben musste.
Tiertransporte bedeuten für die Tiere eine Fahrt durch die Hölle. Viele überleben die tagelangen Reisen erst gar nicht oder kommen mehr tot als lebendig am Ziel an.
Es war im Jahrhundertsommer 2003. Auf der Autobahn stoppte die Polizei einen Sattelzug, der vollgestopft war mit Schweinen. Fünf Tiere waren bereits qualvoll gestorben – niemand hatte ihnen Wasser gegeben und für Kühlung gesorgt. Schweine haben keine Schweißdrüsen im Außenspeck, sie können nur über die Rüsselscheibe schwitzen. Erhöhte Temperaturen führen bei ihnen schnell zu Überhitzung und Kreislaufkollaps.Auch Geflügeltiere können sich nicht durch Schwitzen abkühlen, helfen sich durch Schnabelatmung. Wenn diese in Hecheln übergeht, droht in wenigen Stunden der Hitzetod von Zehntausenden von Tieren.
Die Bundesregierung rief daraufhin dazu auf, während der Hitze auf Tiertransporte zu verzichten ...
Das heißt aber noch lange nicht, dass nach einem solchen Aufruf keine Transporte mehr stattfinden. Erteilt nämlich die Landesbehörde trotz Hitze die Genehmigung, dann rollen die LKW völlig legal. In diesem Fall ist es nur aufmerksamen Polizisten zu verdanken, dass überhaupt irgendetwas passierte. Normalerweise sind die Kontrollen spärlich, Schlachttiertransporter rollen kreuz und quer durch Europa, die meisten haben es eilig. Denn am Tempo hängt eine Menge Geld und es lohnt sich fast immer, die Tiere in den LKW ohne Futter und Wasser sich selbst zu überlassen.
Mehr als 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und 4 Milliarden Stück Geflügel werden jährlich quer durch Europa transportiert, wobei es regelmäßig zu Verletzungen und Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden Vorgaben kommt. Es gibt kein Limit, wann ein Transport enden muss. So werden beispielsweise Schafe aus Großbritannien über die Niederlande, Frankreich und Italien nach Griechenland verfrachtet. Eine solche Fahrt dauert bis zu 60 Stunden.
Quellen:
greenpeace4kids.de
tierschutzbund.de
tierrechte.de
Anlass zu diesem Thread waren meine letzten Beobachtungen auf den Straßen Deutschlands. Die Anzahl der Tiertransporte scheint gerade im Sommer auch besonders hoch zu sein (wer will schon auf sein über alles geliebtes Grillfleisch verzichten?). Mir selbst schnürt es die Kehle zu, wenn ich tagtäglich diese überladenen LKW sehe, in ihnen die Tiere eng eingepfercht, die pralle Sonne scheint auf sie herab bei 35 Grad im Schatten (und in der Sonne 50 - 70 Grad). Stundenlange Fahrten müssen diese Tiere dort überwinden, viele liegen schon am Boden und werden von ihren Mitgefährten niedergetreten, viele ersticken, viele erleiden einen Kreislaufkollaps ... qualvoll! Ich kann nur noch heulen ...

Jeder kann etwas dagegen tun!
Macht auch hier mit:
http://www.tierschutzbund.de/kampagne-tiertransporte.html 