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Autor Thema: Ein mörderischer Sommer - Hitzetod während der Tiertransporte  (Gelesen 508 mal)
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Kati+Mümmler
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Juli, Sascha & Lolita - Ich vermisse euch


« am: Juli 21, 2010, 10:04:08 »

Auf das Tier als Lebewesen wird unter industriellen Produktionsbedingungen keine Rücksicht genommen. Es wird behandelt wie alle anderen Waren auch, eher noch schlechter. Denn Plastikeimer oder Handy müssen makellos auf den Markt kommen!

Bei Hähnchen oder Pute aus der Massentierhaltung ist es egal, ob sie zerrupft und geschunden aussehen. Bei Schweinen, Rindern, Schafen oder Pferden kümmert es niemanden, ob sie mit gebrochenen Knochen auf irgendeinem Schlachthof Europas aus dem Tiertransporter gezerrt werden. All das sieht der Kunde im Supermarkt ohnehin nicht. Und auch bei einem Pelzmantel ist nicht mehr zu erkennen, dass sein ursprünglicher Eigentümer mit Panik in den Augen leben und sterben musste.

Tiertransporte bedeuten für die Tiere eine Fahrt durch die Hölle. Viele überleben die tagelangen Reisen erst gar nicht oder kommen mehr tot als lebendig am Ziel an.

Es war im Jahrhundertsommer 2003. Auf der Autobahn stoppte die Polizei einen Sattelzug, der vollgestopft war mit Schweinen. Fünf Tiere waren bereits qualvoll gestorben – niemand hatte ihnen Wasser gegeben und für Kühlung gesorgt. Schweine haben keine Schweißdrüsen im Außenspeck, sie können nur über die Rüsselscheibe schwitzen. Erhöhte Temperaturen führen bei ihnen schnell zu Überhitzung und Kreislaufkollaps.
Auch Geflügeltiere können sich nicht durch Schwitzen abkühlen, helfen sich durch Schnabelatmung. Wenn diese in Hecheln übergeht, droht in wenigen Stunden der Hitzetod von Zehntausenden von Tieren.

Die Bundesregierung rief daraufhin dazu auf, während der Hitze auf Tiertransporte zu verzichten ...

Das heißt aber noch lange nicht, dass nach einem solchen Aufruf keine Transporte mehr stattfinden. Erteilt nämlich die Landesbehörde trotz Hitze die Genehmigung, dann rollen die LKW völlig legal. In diesem Fall ist es nur aufmerksamen Polizisten zu verdanken, dass überhaupt irgendetwas passierte. Normalerweise sind die Kontrollen spärlich, Schlachttiertransporter rollen kreuz und quer durch Europa, die meisten haben es eilig. Denn am Tempo hängt eine Menge Geld und es lohnt sich fast immer, die Tiere in den LKW ohne Futter und Wasser sich selbst zu überlassen.

Mehr als 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen und 4 Milliarden Stück Geflügel werden jährlich quer durch Europa transportiert, wobei es regelmäßig zu Verletzungen und Verstößen gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden Vorgaben kommt. Es gibt kein Limit, wann ein Transport enden muss. So werden beispielsweise Schafe aus Großbritannien über die Niederlande, Frankreich und Italien nach Griechenland verfrachtet. Eine solche Fahrt dauert bis zu 60 Stunden.

Quellen:
greenpeace4kids.de
tierschutzbund.de
tierrechte.de

Anlass zu diesem Thread waren meine letzten Beobachtungen auf den Straßen Deutschlands. Die Anzahl der Tiertransporte scheint gerade im Sommer auch besonders hoch zu sein (wer will schon auf sein über alles geliebtes Grillfleisch verzichten?). Mir selbst schnürt es die Kehle zu, wenn ich tagtäglich diese überladenen LKW sehe, in ihnen die Tiere eng eingepfercht, die pralle Sonne scheint auf sie herab bei 35 Grad im Schatten (und in der Sonne 50 - 70 Grad). Stundenlange Fahrten müssen diese Tiere dort überwinden, viele liegen schon am Boden und werden von ihren Mitgefährten niedergetreten, viele ersticken, viele erleiden einen Kreislaufkollaps ... qualvoll! Ich kann nur noch heulen ... crying crying crying

Jeder kann etwas dagegen tun!

Macht auch hier mit: http://www.tierschutzbund.de/kampagne-tiertransporte.html  pc1
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Flöckchen
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Somewhere over the rainbow...


« Antworten #1 am: Juli 21, 2010, 10:13:14 »

 crying crying crying

Hab gleich unterschrieben....
Wenn die schon nicht auf ihre beschissene Massentierhaltung verzichten können, warum errichten sie nicht wenigstens die Schlachthöfe direkt neben diesen Anlagen oder zumindest in der Nähe?
Nein da müssen die armen Tiere noch extra ins Ausland wie Polen gefahren werden weil die Schlachtung da ein paar Euro billiger ist...
Und warum? Weil unsere Gesellschaft absolut materialistisch ist und "Geiz geil".
Lieber nen Tier was unter stundenlangen Qualen gestorben ist wie 50 Cent mehr für die Wurst zu zahlen.... Abartig !!!!
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"Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen."
Gourky
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Chiaro(20.03.2009) & Myo(20.06.2010) unvergessen


« Antworten #2 am: Juli 21, 2010, 12:18:02 »

Hab auch unterschrieben...hoffentlich bringts etwas
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Tici
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Mutti von Pupps und Juni, Berni und Maxl


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« Antworten #3 am: Juli 21, 2010, 12:22:08 »

unglaublich...nur unglaublich. und traurig.
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Kati+Mümmler
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Juli, Sascha & Lolita - Ich vermisse euch


« Antworten #4 am: Juli 24, 2010, 20:43:03 »

 danke für's Mitmachen!

Am 1. Juli war übrigens der "Tag gegen Tiertransporte". An die Leiden der Tiere, die oftmals über Tausende von Kilometern zu den Schlachthöfen transportiert werden, erinnert der 1. Juli, der Aktionstag gegen Tiertransporte. Anlässlich des Aktionstages gegen Tiertransporte am 1. Juli fordert der Deutsche Tierschutzbund, die grauenhaften Zustände zu beenden.

Bitte unterstützt und unterschreibt die Kampagne. Danke! knuddel4g
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Xisi_75
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Bommel (braun) und Sternchen (schwarzweiß)


« Antworten #5 am: September 20, 2010, 16:26:04 »


es ist sooo traurig.


Übrigends, für alle nicht-Vegetarier:

es gibt auch Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu kaufen (z.B. in Bio-Supermärkten!)
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jenny4
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« Antworten #6 am: September 21, 2010, 15:16:11 »

ja, an alle Fleischesser: BITTE kauft kein Billigfleisch! Das KANN keine artgerechte Tierhaltung gewesen sein, sonst würde es mehr kosten!!! Auch wenn das Fleisch aus dem eigenen Land stammt: es ist deshalb noch lange nicht tierfreundlich!!!!!!! Auch in Restaurants eher auf Fleisch verzichten, da die meistens billigst einkaufen!!! ****join the revolution Wink****
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"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an wohin uns die normalen gebracht haben" - George Bernard Shaw
Carmi1977
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« Antworten #7 am: September 21, 2010, 17:07:38 »

Was mir in Supermärkten fehlt, ist die Auswahl. Man kann sich nur zwischen billigem Fleisch aus Massentierhaltung und dem teuren Biofleisch entscheiden. Dabei gibt es Haltungsformen, die artgerecht sind, aber nicht den strengen Kriterien der Öko-/Biohaltung entsprechen. Dieses Fleisch wird oft von regionalen Anbietern angeboten, die Transportwege sind kurz und die Haltungsformen sind bekannt bwz. man kann da mal vorbeifahren. Der Preis liegt meist in der Mitte zwischen Billigfleisch und Biofleisch.
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Neurobiologe Steven Petersen: "Ziehen Sie Ihr Kind nicht in einem Schrank auf, lassen Sie es nicht verhungern, und schlagen Sie ihm nicht mit einer Bratpfanne auf den Kopf."

http://www.dshini.net/de/spage/45001923-7903-32b4-01f9-1065e654504e
jenny4
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« Antworten #8 am: September 22, 2010, 09:02:51 »

das ist wirklich blöd... gerade für Studenten!!!
leider ist halt Bio für viele eine gute 'Marke', mit der sich haufenweise Geld verdienen lässt! Wo Licht, da auch Schatten....
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« Antworten #9 am: September 22, 2010, 11:57:49 »

Deshalb bin ich für regionale Anbieter, weil man sich zur Not selbst von den Bedingungen überzeugen kann. Und preislich sind nicht so teuer wie Bio.
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