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Autor Thema: Freilauf Haltung  (Gelesen 2650 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
adelheid
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« am: September 20, 2010, 13:45:21 »

Würde mich mal interessieren wie ihr über Freilaufhaltung denkt.Ich habe im Inet einen Link über Freilauf Haltung gefunden und ich bin absoluter Fan davon. Ich war sonst auch nicht so davon überzeugt, aber nachdem ich den Link gelesen hab , finde ich die Haltung nur toll.
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Klee
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« Antworten #1 am: September 20, 2010, 13:54:21 »

naja das Problem sehe ich darin, dass die kaninchen auf einem abgegrenzten bereich leben und keinen vollen schutz vor ihren natürlichen feinden haben. In der natur bauen sie sich ihre bauten, haben ihr revier, ihre fluchtmöglichkeiten sind unbegrenzt.
wenn jetzt z.b. ein marder auf den abgegrenzten bereich kommt, hat das kaninchen nicht mehr fluchtmöglichkeit wie die abgrenzung und der feind somit ein leichtes spiel.
auch wenn es für die kaninchen am meisten natur bietet, sehe ich die sache eher kritisch und kann sie so nicht befürworten.
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tascha
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« Antworten #2 am: September 20, 2010, 14:14:35 »

meinst du die Freilaufhaltung mit Weidezaun?
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kunic
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« Antworten #3 am: September 20, 2010, 14:57:58 »

ich hab mal eine sendung im fernsehen gesehen (ich glaub irgendwie hasen im odenwald, kann das sein?)
wo das für 20 karnickel realisiert wurde-sicher toll
ABER das geht sicher nur bei einem riesengroßen areal (ich glaub die größe war in ha angegeben) und
nicht in einem "normalen" garten... weil da irsinnig viele unterschlüpfe, die möglichkeit gänge zu graben, etc. erfordlerich sind, und natürlich kann es dennoch passieren das mal eins "erwischt"wird...
also die realisierung von der frau ist natürlich ein traum, aber für den gemeinen halter wohl nicht realisierbar und wünschenswert...freilaufhaltung ja, aber nur unter aufsicht im garten (geht natürlich nur wenn man einen hat, bzw. keine giftpflanzen vorhanden sind)
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adelheid
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« Antworten #4 am: September 20, 2010, 15:09:37 »

@kunic nein das Hasenhaus meine ich nicht. freilauf kaninchen heisst das.

 klar muss das Areal groß genug sein um sich Versteckmöglichkeiten zu bauen  und auch gewissen Schutz von oben haben in Form von Büschen und Bäumen.Aber hätte ich die Möglichkeit meinen sowas zu bieten ich würde es tun. Ausserdem werden die Kaninchen in dem Link abends in eine Schutzhütte gebracht.

Und ganz ehrlich, auch wenn wir sie in so Gitterelementen im Sommer draussen halten, die sind auch nicht sicher dann. Wenn wir ehrlich sind, wir sind nicht zb 8std ununterbrochen bei den Kaninchen. Ein Gang zur Toilette zb , da kann so manches in der Zeit passieren.


« Letzte Änderung: September 20, 2010, 15:12:09 von adelheid » Gespeichert
kunic
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« Antworten #5 am: September 20, 2010, 15:16:20 »

ja eben, deswegen bauen hier ja auch soviele von oben und unten gesicherte gehege, damit nix passieren kann
aber wenn man sowieso im garten arbeiten muss, kann ein gitterauslauf recht praktisch sein
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Pimbolina
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« Antworten #6 am: September 20, 2010, 15:17:33 »

Ich kann sowas tagsüber ok finden aber nur wenn es sich um etwas größere Kaninchen handelt. Ich würde keine Minizwerge frei laufen lassen da man dann auch schon mehr Angst vor Nachbars Katze haben muss oder eben Greifvögel.
Greifvögel wie sie jetzt bei uns vorkommen können vielleicht ein 1 kg Nin holen aber kein 5 kg Kaninchen und das selbe gilt für Katzen.

Wo ich aber immer das Problem sehe ist wenn man die Tiere dann nachts einsperren will in ein gesichertes Gehege und dann fehlt eines. Dann viel Spaß beim suchen .......
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Eloisa
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« Antworten #7 am: September 20, 2010, 16:35:58 »

Hallo
Ein interessantes Thema, welches hier angeschnitten wird.
Ich selber betreibe diese Art der Haltung mit meiner 15er Gruppe seit einiger Zeit ebenfalls und habe mich auch schon intensiv mit dieser Art der Haltung auseinander gesetzt. Die besagte Homepage die hier bereits genannt wurde nennt sich www.freilaufkaninchen.de , falls ich diese hier einfach mal so frei posten darf.

Die Freilaufhaltung ist nicht einfach ein Aussetzen von Kaninchen auf einer Wiese, wo man sie dann 24 Stunden am Tag sich selbst überlässt oder sich um die Tiere keine Gedanken machen würde. Die Freilandhaltung hat, in meinen Augen, einige feste Regelungen, die eingehalten werden sollten, damit diese Art der Haltung zum Wohl der Tiere praktiziert wird und nicht zu deren gesundheitlichen Nachteil.
Direkt zu Beginn sei gesagt, dass die Freilandhaltung gewiss ein sehr gewagtes Thema ist und auch sehr umstritten. Letzten Endes hängt diese Haltung rein von dem Halter ab, der dies mit seiner Moral verbinden muss. Nicht jeder kann es mit sich selbst vereinbaren die Kaninchen für eine eventuell höhere Lebensqualität einem Risiko auszusetzen und mit definitiv nicht jedem Tier ist eine solche Haltung überhaupt machbar.

Daher ist einer der wichtigsten Punkte bei dieser Haltung, das genaue Beobachten der Tiere. Sowohl sehr intensiv vor Beginn dieser Haltung im Freilauf unter Aufsicht, als auch während der Haltung. Wenn man Kaninchen mal in einfach zwei Gruppen einteilen würde, hätte man auf der einen Seiten "Eventuell Freilandhaltungsgeeignete Tiere" und auf der anderen Seite die "Freilandungeeigneten Kaninchen".

Ein Kaninchen was in einer solchen Haltung gehalten wird, sollte trotz Domestikation ein gewisses Maß an Instinkt behalten haben. Wichtig hierbei ist, dass ein instinktfernes Tier in Innenhaltung, nicht zwanghaft auch in Aussenhaltung noch instinktfern ist. Dort muss über längeren Zeitraum im, unter Aufsicht stattfindenden, Freilauf genau beobachtet und analysiert werden.

Der von euch bereits angesprochene Platz spielt ebenso eine mehr als große Rolle. Zum Flüchten braucht ein Kaninchen einiges an Platz, weshalb die Freilandhaltung auch nicht in jedem Garten überhaupt machbar ist. Gewisse Kreterien muss auch dort erfüllt sein, nicht nur was den Platz angeht:

Das Kaninche benötigt eine Fläche, von mind. 300qm (Dies ist eine allgemeine Meinung. Ich persönlich würde den Platzbedarf höher setzen), um vor Wildtieren gegeben falls flüchten zu können.

 Man sollte eine Freilandhaltung nicht unbedingt an sehr, von Wildtieren besiedelten, Gegenden Betreiben. Aus reinen Sicherheitsmaßnahmen.

 Das gesammte Freilauf-Gehege sollte nicht mit Bäumen zugestellt sein. Dies hat sowohl einen großen Vor- als auch einen Nachteil. Man kann nun zwar argumentieren und sagen, dass so die Greifvögel eine bessere Sichtfläche hätten, aber man kann auch genau andersrum Argumentieren. Ein Kaninchen, das zwischen Bäumen sitzt, sieht den heranfliegenden Greifvögel ebenso wenig und haben nicht die Chance rechtzeitig in eins der Unterschlüpfe (die in großen Mengen überall verteilt und binnen Sekunden zu erreichen sein müssen) zu gelangen. Zudem können die Greifvögel bei vielen Bäumen sich auch mal unbeachtet auf Ästen niederlassen und von dort in aller Ruhe angreifen.

Wenn viele Wildkaninchen in der Nähe sein sollten, sollte als reine Sicherheitsmaßnahme eine vorsorgliche Kastration der weiblichen Kaninchen vorgenommen werden, um eine Kreuzung aus Wild- und Hauskaninchen zu vermeiden. Dies hat den angenehmen Effekt, dass auch die Gebährmutterveränderungen nicht mehr gegeben sind, aber das wäre wieder ein vollkommen anderes Thema.

Die Angebotene Futtermöglichkeit ist ebenso ein wichtiger Aspekt dieser Art der Haltung. Sie vermindert das Risiko einen Ausbruchs der Tiere ungemein (zusätzlich muss ein sicherer, ausreichend hoher, Zaun vorhanden sein, welches zusätzlich töglich auf Schwachstellen kontrolliert werden muss). Kaninchen sind generell sehr Reviertreu, und verlassen das Revier ausschließlich bei Futtermangel, oder wenn sie aus der Gruppe vertrieben werden. Wenn kein Futtermangel herrscht und eine harmonische Gruppe existiert ist die Chance eines Ausbruchs gering.

Die Gruppengröße spielt meiner Meinung nach auch einen sehr großen Teil zum Funktionieren dieser Haltung bei. Ein Pärchen würde ich selber nicht in dieser Art der Haltung setzen, da die Rangordnung dort vollkommen anders ist als bei einer Gruppe. Ich merke es an meiner Gruppe. Jedes Tier hat eine bestimme Aufgabe zum Gruppenleben beizutragen und trägt auch einen Teil zum Schutz der Gruppe bei.

Nachts sollten die Tiere natürlich eingesperrt werden und nicht einfach ihrem Schicksahl überlassen werden. Auch tagsüber halte ich es für wichtig, dass in regelmäßigen Abständen ein Blick raus gewurden wird.

Für mich ist diese Haltung für instinktnahe Tiere, eine der besten und natürlichsten Möglichkeiten, die mir bisher bekannt sind.

Auch was das Reißen von Greifvögeln angeht, wird leider oft maßlos übertrieben. Statistiken gibt es darüber keine und man geht davon aus, dass in der Wohnungshaltung durch verschiedene Aspekte (Luftregulierung, etc.) um einiges mehr Risiken gebildet werden, als bei der Freilandhaltung.

LG
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kunic
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« Antworten #8 am: September 20, 2010, 18:14:35 »

ja unter diesen bedingungen ist es sicher toll für die tiere, und das risiko versus lebensqualität ist dann nicht nennenswert.
allerdings hat man als mensch dann nicht wirklich draht zu den tieren, beziehungweise ist es dann eher naturschutzgebiet-ähnlich, sicher ein traum für die tiere, aber so egoistisch das jetzt klingt, nicht mehr "heimtiermäíg",..
ich will meinen tieren auch viel platz, futter, beschäftigung und zugang zu med. versorgung bieten aber ich hab sie genausogern um mich, beschäftig mich mit ihnen, beobachte sie lange, lass pumba zum kuscheln auf meine schoß hoppeln...
ich denke es gibt viele arten tiere "tiergerecht" zu halten, und es hängt sicher auch sehr stark vom tier ab,.. es gibt tiere die kommen draußen gut klar,  andere sind überfordert...pumba würde wahrscheinlich einen marder sehen und zu ihm hinrennen weil er spielen will (das ist nicht mal übertrieben bei ihm)
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adelheid
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« Antworten #9 am: September 20, 2010, 18:25:21 »

ja unter diesen bedingungen ist es sicher toll für die tiere, und das risiko versus lebensqualität ist dann nicht nennenswert.
allerdings hat man als mensch dann nicht wirklich draht zu den tieren, beziehungweise ist es dann eher naturschutzgebiet-ähnlich, sicher ein traum für die tiere, aber so egoistisch das jetzt klingt, nicht mehr "heimtiermäíg",..
ich will meinen tieren auch viel platz, futter, beschäftigung und zugang zu med. versorgung bieten aber ich hab sie genausogern um mich, beschäftig mich mit ihnen, beobachte sie lange, lass pumba zum kuscheln auf meine schoß hoppeln...
ich denke es gibt viele arten tiere "tiergerecht" zu halten, und es hängt sicher auch sehr stark vom tier ab,.. es gibt tiere die kommen draußen gut klar,  andere sind überfordert...pumba würde wahrscheinlich einen marder sehen und zu ihm hinrennen weil er spielen will (das ist nicht mal übertrieben bei ihm)

eben , wir als Menschen sind egoistisch, wir wollen kuscheln normalerweise ist das Partnertier zum kuscheln happy und auch wenn die Tiere draussen sind wird man merken wenn es ihnen gesundheitlich nicht so gut geht.Viele sind ja berufstätig und auch nicht rund um die Uhr bei ihren Tieren bei zb Zimmerhaltung.
Ich denke das auch Heimtiere nie ganz ihre natürlichen Instinkte verlieren. Sonst würden sie zb nicht klopfend rumlaufen wenn ein ungewohntes Geräusch ist.Meine machen es zb.
« Letzte Änderung: September 20, 2010, 18:33:00 von adelheid » Gespeichert
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« Antworten #10 am: September 20, 2010, 18:33:23 »

hm also diese seite hab ich mir mal angeschaut, aber jetzt bekomm ich grad agressionen, sorry

da wird ja jeder angeprangert, der kaninchen nicht auf diese art und weise hält..
und automatisch von "kinderzimmerhaltung" ausgegangen.. und wie ich das verstehe, wird von kastration abgeraten oder als "verzweiflungsmaßnahme überforderter kaninchenhalter" abgestempelt...
vielleicht versteh ich das auch grad nur falsch, aber ich hab grad keine lust das alles durchzulesen..
..dan steht was von foren wo "fachmännisch" zur häsinennkastra geraten wird,
hm..keine ahnung  nixweiss

hm auf der einen seite wird jeder angeprangert und auf der anderen seite wird jemand vorgestellt, der kaninchen auf der dachterasse hält?! also kann ich freilaufhaltung in der großstadt praktizieren?!

also am betsen ich pack meine beiden ein, und bring sie zurück ins tierheim  :ironie:, weil scheinbar kann ich sie im zimmergehege mit auslauf im haus sowieso nicht "tiergerecht halten" und die kastration meiens rammlers war "eine verzweiflungstat",...
das er nicht frühkastriert wurde sondern quarantäne halten musste, konnte ich nicht beeinflussen, denn er kam ins tierheim und wurde erst dort kastriert, und beide meiner tiere wurden von mir nicht als jungtiere übernommen...ihr alter ist nicht bekannt und sie ist bis dato nicht kastriert...
trotzdem hab ich das gefühl es geht ihnen nicht  schlecht bei mir, aber vielleicht ist das auch nur mein egoismus
also wenn man der seite glauben schenkt dann sollte sich niemand der nicht so ein projekt machen kann tiere jeglicher art holen,...denn tiergerecht kann dann sowieso keine haltungsform sein... traurig nur das  dann viele tiere in überfüllten tierheimen wären
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« Antworten #11 am: September 20, 2010, 18:35:41 »

wenn die meisten sich Gedanken über Kaninchenhaltung machen würden , ob man sie wirklich so halten kann wie sie es brauchen, ich denk da wären die TH auch nicht so überfüllt.Dann würden nicht soviele gekauft.Weil viele denken einfach nicht an das Tier sondern nur, ach Gott sind die süss und knuffig.Die wenigsten setzen sich mit Kaninchenhaltung auseinander.Da wird zuerst angeschafft und dann nachgedacht.
« Letzte Änderung: September 20, 2010, 18:39:02 von adelheid » Gespeichert
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« Antworten #12 am: September 20, 2010, 18:40:22 »

Das kann ich so gar nicht mal bestätigen. Auch in der Freilandhaltung hat man eine sehr enge Bindung zum Tier. Das eine schließt das andere nicht zwangsläufig aus. Ich selber habe bei mienen Tieren zum Beispiel gemerkt, dass die Scheu komplett nachlies, seither diese Haltung so praktiziert wird.
Ich habe das nun bei meiner 15er Gruppe sehr doll bemerkt. Es waren alles nie Kuscheltiere, die zum Schmusen kamen, und Streicheleinheiten einforderten. Auch nicht, als sie gemeinsam in Innenhaltung gelebt haben und auch nicht, als sie noch zu jeder Tages- und Nachtzeit im Gehege waren. Sie waren immer scheuer, sind bis auf wenige Meter nicht an mich heran gekommen und sobald Fremde kamen, waren sie so oder so sofort über alle Berge.
Am Anfang hatte ich auch ein wenig Angst. Das die Kaninchen rein gehen, wenn ich Abends das "Signal" dazu gebe, war lange erprobt  und getestet im begrenzten Freilauf (nicht die gesammten 2400qm des Gartens, sondern ein Freilauf von c.a. 300qm). Trotzdem war meine Angst den Zugang zu den Tieren vollkommen zu verlieren sehr groß, da mir das die gesundheitlichen Vorgänge wohl sehr verwehrt hätte. Ich habe nur E.c.-Träger (momentan auch mit einem Kaninchen das behandelt wird, da es seit vorieger Woche einen aktiven Schub wieder hat) und Schnupfer, muss daher was das angeht auch recht stark auf die Tiere achten und im Notfall im Stande sein zu behandeln ohne dem Tier einen zu großen Stress auszusetzen. Meine Angst war zu Beginn somit dem entsprechen hoch.

Doch schon nach gut einer Woche, kam ich raus in den Garten und wurde von den Kaninchen überhaupt nicht mehr beachtet, da sie wussten: Hier draußen passiert uns nichts, wir müssen erst Abends rein. Warum die Angst drinnen und im Gehege da war, kann ich nicht sagen. Draußen war sie ganz verschwunden in der Freilandhaltung. Da ist es teilweise so, dass ich mittlerweile auf der Terrasse, auf der Treppe oder einfach im Garten auf einer Decke liegen kann und die Kaninchen kommen von selbst sehr nah an mich ran, legen sich teilweise nur wenige Meter (einen) neben mich, oder kommen  auch mal und setzen sich so hin, dass ich sie streicheln kann, ohne das sie sofort weglaufen. Auch wenn ich im Garten irgendwie arbeite, kommen sie und gucken was gemacht wird. Wäre für mich vor wenigen Monaten unvorstellbar gewesen, weil ich diese gewisse Zutraulichkeit nicht gewohnt war. Aber: Sobald ein fremder das Grundstück betritt, oder gar Nachbars Katze, sind die Kaninchen sofort weg. Es ist also nicht so, dass die Scheu vor allem weg gefallen wäre. Lediglich vor mir, da von mir keine Gefahr ausgeht, was die Kaninchen zu wissen scheinen.

Freilandhaltung schließt Zutraulichkeit somit in keiner Weise aus, sondern kann teils sogar noch Verbindungsstärkend wirken, wie nicht nur ich, sondern auch einige andere Kaninchenhalter feststellen konnten, die ihre Kaninchen so halten.

Aber wie ich schon zu Beginn meines ersten Textes sagte: Es ist natürlich abhängig vom Kaninchenhalter selbst. Eine Haltung die kein Kompromiss darstellt sondern mit der der Mensch unzufrieden ist und eventuell keine ruhige Minute bekommt, ist ebenso wenig akzeptabel wie eine Haltung die  aufs Kosten der Tiere gehen.

Zu der Seite von den Freilandkaninchen kann ich nur sagen, dass da kein Grund ist, sich angeprangert zu fühlen oder ähnliches, auch wenn sie zeitweise recht provokativ geschrieben ist. Gemeint ist sie seltenst so. Die Inhaberin dieser Homepage ist eine sehr freundliche und tollerante Person die sich über jeden Denkanstoß freut. Sie prangert niemand an oder ähnliches.
Zumindest nicht in meinen Augen. Ich habe schon mehrere Stundenlange Telefonate mit ihr führen dürfen und bin mehr als froh darüber. Denn ein Austausch ist dort sehr wohl möglich.
Die Seite vertritt einen Standpunkt, nur anprangern tut sie in meinen Augen nichts Smiley

Die Freilandhaltung in der Großstadt ist nochmal ein anderer Aspekt. Dazu werde ich nachher nochmal etwas genauer etwas schreiben, sofern denn nötig Wink

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« Antworten #13 am: September 20, 2010, 18:41:06 »

ja das schon, aber wenn nicht einmal leute, die sich gedanken machen über kaninchenhaltung, laut dieser seite richtig handeln..
ich hab keine 200 qm grundstück um sowas zu realisieren, und fühl mich durch diese seite angeprangert

mhm freilandhaltung in der großstadt wäre ja dann eh in etwa das was viele hier praktizieren, freie wohnungshaltung..?
« Letzte Änderung: September 20, 2010, 18:44:04 von kunic » Gespeichert



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« Antworten #14 am: September 20, 2010, 18:46:35 »

Kunic: Richtig ist relativ. Ich finde auch vieles an der allgemeinen Kaninchenhaltung laut Diebrain nicht gut und trotzdem würde ich sie nicht als falsch bezeichnen, aber auch bei weitem nicht als richtig. Und als falsch wird auf der Homepage von Verena Stiess nichts bezeichnet. Es gibt so viele Grautöne im Leben. Und es gibt die ein Ultimatum. Es gibt nie die ultimative Haltung, aber es gibt sehr viele unterschiedliche.
Angeprangert brauch sich durch diese Homepage wirklich niemand fühlen Smiley

Adelheit: Danke dir für deine letzten, wirklich tollen Beiträge.Du hast dort einiges wirklich passend auf den Punkt gebracht.
In der Aussenhaltung und auch in der Freilandhaltung kann man gesundheitliche Nachteile genauso schnell und gut erkennen wie auch in der Innenhaltung, wenn man sich die Mühe gibt zu beobachten. Sicher kann jemand der sie draußen hat Nachts nicht so acht geben, wie jemand der sie im Schlafzimmer hat (Shirley zum Beispiel registriert soweit ich weiß, sogar inaktiv im Schlaf wann das letzte mal wer gehoppelt ist und erwacht wenn sie sich Sorgen macht sofort. Stimmt doch, Shirley?), aber diese Gefahr bringt jede Haltung außerhalb des Schlafzimmers auch.
Also Krankheiten erkennt man genauso schnell und gut auch draußen, würde ich aus Dreistigkeit mal behaupten.

Mit den Gedanken-machen ist das wieder ein vollkommen anderes Thema. Aber du hast recht: Wenn die Menschen sich mehr Gedanken machen würden, hätten die Tiere einige Probleme nicht. Ach, wenn das Wörtchen wenn nur nicht wäre Sad
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