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Autor Thema: SOS!  (Gelesen 1060 mal)
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Nellyzwerg
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« am: Juni 25, 2011, 13:05:34 »

Hallo,

ich bin neu hier und möchte Euch alle begrüßen. Da ich ein eher dringendes Problem habe komme ich gleich zur Sache. Das Zwergkaninchen meiner Schwester hat gestern Nachwuchs bekommen. Einem der fünf Babys hat es alle Beine abgebissen, einem nur ein Bein. Die waren morgens dann gleich tot. Die anderen hat meine Schwester in das gebaute Nest gelegt. Am späten Vormittag hat dann nur noch eins der Babys gelebt, war aber auch schon sehr kalt. Da ich mehr Zeit wie meine Schwester habe, ist es jetzt bei mir und ich versuche es mit der Hand auf zu ziehen. Ich füttere ihm alle zwei bis drei Stunden Katzenmilch mit einer Pinsette und reibe danach den Bauch. Das Baby liegt in einem "Nest" aus Heu mit einer Decke darunter bei einer Temperatur von 37 Grad. Nun habe ich gelesen, dass die Zwergkaninchenmilch sehr fetthaltig ist und da der Fettanteil der von meiner Schwester besorgten Katzenmilch nur aus 18 % besteht, denke ich ist er wohl zu gering. Mein Mann kauft gerade eine Katzenaufbaumilch mit einem höheren Fettanteil. Ich rühre das Pulver mit handwarmen Fenchel- oder Kamilletee an. So, mehr weiss ich nicht. Ich wäre wirklich über jägliche Tipps und Ratschläge zur Aufzucht des Kleinen dankbar. Wie hoch sind eigentlich die Überlebenschancen und ab wann ist die kritische Zeit um?
Ich hoffe sehr auf Eure Hilfe, da ich mich mit Zwergkaninchen nicht all zu sehr auskenne. Danke im voraus.

LG Nellyzwerg
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kathi
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« Antworten #1 am: Juni 25, 2011, 16:58:18 »

ihr braucht Katzenaufzuchtmilch! - beste Erfahrung hab ich mit der von Royal Canin
mit Fencheltee anrühren und einmal am Tag zwei Tropfen Sab Simplex dazu geben

nach ca. 10 Tagen sollte das Kleine die Augen öffnen
nach ca. 14 Tagen sollte es langsam am Heu knabbern
nach ca. 21 Tagen kann man beginnen zur Aufzuchtmilch dazu zu füttern (frischen Löwenzahn, Spitzwegerich, Gräser, etwas Karotte etc.)

meine Babies die mit der flasche aufgezogen wurden, haben alle bis ca. zur 10. Woche noch ihr Fläschen wollen, wobei die Abstände immer größer wurden und dann wurde es ganz weggelassen und nur noch frisch gefüttert

die kritische Phase in dem Sinn ist erst vorbei wenn das Kaninchen von der Milch entwöhnt und problemlos auf Frischfutter eingestellt ist
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Katharina Trhlik
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Nellyzwerg
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« Antworten #2 am: Juni 26, 2011, 11:40:00 »

Hallo Kathi,

bis jetzt lebt unser Baby noch, aber was mich etwas beunruhigt, es nimmt nicht zu. Mein Mann hat Cat-Milk von Gimpet gekauft (steht Mutterersatzmilch drauf). Zum einen habe ich immer mal gelesen, dass man noch Kondensmilch unter die Aufzuchtmilch mischen soll (aber wieviel?) und zum anderen habe ich ja eine Glaspipette zum füttern von dem Kleinen. Wie hast Du es gemacht? Ich finde diese Glaspipette nicht ganz so geeignet, aber diese Aufzuchtflasche von meiner Schwester finde ich ja noch schlechter. Der Nuckel ist so steif. Was kann man an sonsten benutzen? Wieviel Milch muss so ein Winzling eigentlich pro Mahlzeit trinken? Ich weiss, dass sind Fragen über Fragen und ich habe noch einige mehr.

LG Nellyzwerg

 
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Carmi1977
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« Antworten #3 am: Juni 26, 2011, 12:19:25 »

Hallo,

zum Fütter habe ich eine Spritze genommen. Pro Mahlzeit ca. 1-2 ml.
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Neurobiologe Steven Petersen: "Ziehen Sie Ihr Kind nicht in einem Schrank auf, lassen Sie es nicht verhungern, und schlagen Sie ihm nicht mit einer Bratpfanne auf den Kopf."

http://www.dshini.net/de/spage/45001923-7903-32b4-01f9-1065e654504e
Zippora
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« Antworten #4 am: Juni 26, 2011, 16:03:15 »

guck mal hier: http://www.diebrain.de/k-handaufzucht.html

die spritze natürlich ohne nadel und KEINE kondensmilch!! siehe beitrag von kathi!
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vanini
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« Antworten #5 am: Juni 26, 2011, 17:45:29 »

 daumendrück
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kathi
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« Antworten #6 am: Juni 27, 2011, 09:51:27 »

auf sämtliche Zusätze wie Kondensmilch, Ei etc.würde ich verzichten

wenn sie so klein sind ist eine 1ml Spritze am geeignetsten - ich hab so kleine Silikonsauger für die Spritze - solltest du dort bekommen wo es Katzenaufzuchtzubehör gibt

wichtig ist regelmässig und im Abstand von max 3 - 4 Stunden (auch Nachts!) zu füttern - dann sollte das Kleine langsam zunehmen
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Katharina Trhlik
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Nellyzwerg
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« Antworten #7 am: Juni 27, 2011, 19:51:13 »

Hallo,

ich füttere alle drei Std. unser Zwergkaninchenbaby. Zu genommen hat es leider noch immer kaum, also mit dem Gewicht verdoppeln in einer Woche wird nichts. Ich versuche mich dadurch aber nicht so unter Druck zu setzen. Was mich glücklich macht, ist dass es mit den Ausscheidungen keine Probleme gibt, dass es sich gut bewegt und dass es im Moment recht gut trinkt. Ich hoffe einfach das Beste.
 danke Euch allen. Wenn ich wieder eine Frage habe melde ich mich nochmal.

LG Nellyzwerg
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Nellyzwerg
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« Antworten #8 am: Juli 03, 2011, 20:05:37 »

Hallo :welcomehb:,

das Kaninchen hasilove2 lebt noch und hat jetzt tatsächlich etwas zugenommen. Die Augen haben sich auch seit heute Nachmittag etwas geöffnet und es trinkt auch ganz gut (nur die Nagezähnchen erschweren es ein bisschen). Der kleine Wicht ist aber noch immer recht dünn, nur der Bauch ist jetzt etwas dicker, aber weich. Was mich etwas beunruhigt, das Fell ist noch immer recht sperrlich. Man kann noch immer die Haut recht deutlich sehen und am Hals z. B. hat es noch garkein Fell. Der Vater des Kleinen ist wohl ein Widder und die Mama ein Zwergkaninchen, vielleicht ist solch eine Verpaarung eher negativ? Sollte ich da irgendetwas wissen oder liegt es an der Flaschenaufzucht? Die Fellfarbe ist überwiegend weiß mit einigen schwarzen Stellen. Noch eine andere Frage: Meine Schwester hat vor, wenn das Kaninchen alt genug ist (falls es überlebt) es drausen zu halten. Ist ein handaufgezogenes Kaninchen dafür geeignet? Ist es nicht evt. etwas zu abwehrgeschwächt dafür?
Ich wäre auch dieses Mal für Antworten dankbar.

LG Nellyzwerg   
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« Antworten #9 am: Juli 03, 2011, 21:27:57 »

Bei einer Handaufzucht war das Fell leider auch etwas spärlich. Eine TÄ empfahl zur Milch Vitaminlösung und Biotinkapseln dazuzugeben. Biotin gibt es in Drogerien.
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Selene77
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« Antworten #10 am: Juli 04, 2011, 19:36:35 »

Ich kann dir nur raten, dich mit einem Tierarzt in Verbindung zu setzten. Frag schon am Telefon, ob er dich bei Handaufzucht beraten kann. Oder beim Tierschutzverein nachfragen. Die machen schließlich zum Teil auch handaufzuchten.
Viel Glück!!!!
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Tina-Melanie
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« Antworten #11 am: Juli 05, 2011, 00:13:11 »

Hallo zusammen,

bin auch neu hier und finde die Antworten hier richtig super!
Ich habe genau das selbe Problem ein Waisenninchen das sehr dünn is!
Ich habe auch die selber Aufzuchtmilch für unseren Smartie und eine kleine Spritze mit winzigem Sauger!
Unser Winzling ist 8 Tage alt und hat grade mal 16g  :zuck1:
Haben auch am Donnerstag wieder ein Termin bei der TÄ.
Finde es super das ich hier neu bin und gleich mal ne Menge hilfreiches lese  danke dafür!
Unser kleiner hat z.B schon komplettes Fell und ist sehr weich und wuschlig

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kathi
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« Antworten #12 am: Juli 05, 2011, 06:44:46 »

Meine Schwester hat vor, wenn das Kaninchen alt genug ist (falls es überlebt) es drausen zu halten. Ist ein handaufgezogenes Kaninchen dafür geeignet? Ist es nicht evt. etwas zu abwehrgeschwächt dafür?

die Frage kann man jetzt nicht beantworten - ich hatte Handaufzuchten die haben sich ganz prächtig entwickelt - Bonny (Handaufzucht) lebt seit zwei Jahren in Außenhaltung und unterscheidet sich weder im Körperbau noch von der Krankheitsanfälligkeit von anderen Kaninchen; ich hatte aber schon Handaufzuchten, die nur wenige Monate alt wurden...

man muss sich halt auch immer vor Augen halten, dass in vielen Fällen die Häsin die Jungen nicht tötet, weil sie gestresst oder unerfahren ist, sondern die Natur sieht es schon so vor, dass wenn die Rahmenbedingungen nicht passen oder die Tiere nicht lebensfähig sind, die Mutter diese "ausselektiert" - und mit der Rettung dieser Tiere und der Handaufzucht greift man in diesen Prozess ein - nicht jedes Tier was man versucht groß zu kriegen hat auch die Anlagen dazu und manchmal sind die Bemühungen leider um sonst

was das Fellwachstum angeht: hier kann ein Vitamin- und Mineralstoffmangel die Ursache sein, lass dich am besten von deinem Tierarzt beraten, welche Mittel für einen Welpen in dem Alter geeignet sind; an der Verpaarung Widder:Stehohr liegt es sicherlich nicht



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Katharina Trhlik
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alexandra36
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« Antworten #13 am: Juli 07, 2011, 08:04:40 »

man muss sich halt auch immer vor Augen halten, dass in vielen Fällen die Häsin die Jungen nicht tötet, weil sie gestresst oder unerfahren ist, sondern die Natur sieht es schon so vor, dass wenn die Rahmenbedingungen nicht passen oder die Tiere nicht lebensfähig sind, die Mutter diese "ausselektiert" - und mit der Rettung dieser Tiere und der Handaufzucht greift man in diesen Prozess ein - nicht jedes Tier was man versucht groß zu kriegen hat auch die Anlagen dazu und manchmal sind die Bemühungen leider um sonst

Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht, leider. Ich hatte ein Kaninchen das mit der Hand aufgezogen wurde. Die Häsin hat den Wurf verstossen, alle sind gestorben, bis auf eins. Das haben die Vorbesitzer dann mit der Flasche grossgezogen. Mit 8 Wochen habe ich ihn dann geholt. Anfangs schien er gesund, obwohl mich schon sein stumpfes Fell etwas nachdenklich machte. Mit ca. 4 Monaten gings los, er wurde immer schwächer, wuchs nicht mehr und baute immer mehr ab. Wir haben eine 2-monatige TA-Odysee hinter uns. Er wurde komplett durchgecheckt, aber nichts gefunden. Er hatte ziemlich sicher einen angeborenen Gendefekt. Mit 6 Monaten musste ich ihn einschläfern lassen... crying

Deshalb bin ich bei Handaufzuchten sehr skeptisch. Nimmt die Häsin den Wurf nicht an hat es einen guten Grund und man sollte da nicht in die Natur eingreifen! Anders ist es natürlich wenn die Häsin sich kümmern will aber zB. keine Milch hat. Dann würde ich es auch versuchen.
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Nellyzwerg
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« Antworten #14 am: Juli 07, 2011, 15:14:43 »

Hallo,

ich denke das Problem bei diesem Kaninchenwurf war einfach, dass die Nelly noch sehr jung ist und der Käfig recht klein war. Sie bekam für den Wurf ein Teil des Käfigs abgeteilt. Ich selber wäre die Sache etwas anders angegangen wie meine Schwester. Aber das ist jetzt nicht mehr zu ändern. Bis auf das Fell geht es unserem Baby ganz gut. Nur teilweise hat er ein recht runden Bauch. Ich gebe immer mal Sab mit ins Fläschchen. Morgen ist er zwei Wochen alt und ich werde ihm dann Vitamintropfen mit ins Futter machen. Auf jedenfall ist er teilweise schon aktiver in den letzten Tagen und nimmt jetzt auch ganz gut zu.
Ja, vielleicht wird sein Leben wesendlich kürzer sein wie das von anderen Zwergkaninchen, aber ich denke jeder Tag lohnt sich solange es ihm gut geht.

LG Nellyzwerg
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