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Autor Thema: nach Tod unserer Kaninchendame unfähig für "neues" haustier  (Gelesen 856 mal)
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mi456
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Beiträge: 5


« am: Oktober 01, 2011, 22:56:10 »

Hallo.

vor ungefähr 3 wochen ist unsere Kaninchendame (sie war ca. 6 Jahre) gestorben. Noch dazu habe ich gesehen wie sie stirbt, und konnte nichts dagegen unternehmen. Es war alles sehr traurig, wir haben sie im garten vergraben und ich war noch nicht im Stande zu dieser Stelle zugehen. Vor 2 Tagen haben meine Eltern 2 junge Katzen gefunden (wurden entweder ausgesetzt oder in der wildnis geboren) und ich bin einfach noch nicht bereit für ein neues haustier, ich trau mir das aber nicht sagen (angemerkt habe ichs schon) und bin kaum im stande mich mit dem Katzenbabies zu spielen, ich kann mich einfach nicht mit ihnen beschäftigen, die trauer um meine beste Freundin sitzt einfach zu tief. Natürlich behalten wir sie, weil es wäre falsch sie deswegen sie ins tierheim zu geben. Einerseits denke ich mir, nur aus "egoismus" sich nicht mit den kätzchen zu beschäftigen ist falsch. Aber andererseits kann ich einfach nicht, ich bin einfach wie gelähmt, ich hab einen kloß im hals und bekomme magenschmerzen.
Hätten wir die katzen nicht gefunden, würde ich mir ein ganzes Jahr über sicher kein haustier zu legen, weil ich zeit zum verarbeiten brauche. Ich hoffte dass mich die jungen katzen trösten, aber so ist es nicht, irgendwie muss ich vermehrter daran denken wie sehr mir mein ninchen fehlt. und erzählen kann ich so etwas natürlich niemand, weil ich dann als unmensch da stehe. Kennt ihr so etwas auch? Was soll ich bloß tun? Kann mir bitte jemand helfen?

Lg M.
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lady1
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Beiträge: 575


« Antworten #1 am: Oktober 02, 2011, 09:42:16 »

Hallo!
Ich glaube das es Schicksal war, dass die Kätzchen zu Dir kamen. Ganz sicher möchte Dein Kaninchen nicht, dass Du unglücklich bist. Natürlich verstehe ich Dich, ich hab auch vor kurzen eines meiner Ninchen verloren.
Bitte gib all Deine Liebe jetzt den kleinen Wesen. Sie brauchen Dich und sie werden bald wieder ein Lächeln auf Dein Gesicht zaubern. Dein Ninchen wird immer in Deinen Herzen bleiben.
Alles, alles Liebe, Ingrid!

Da steht ihr nun, wollt mich betrauern,
ihr glaubt, dass ich hier unten bin.
Ihr mögt vielleicht  zunächst erschauern-
doch schaut einmal genauer hin.

Ich bin nicht hier - wie ihr vermutet,
mein Körper mag hier unten sein,
doch während ihr es nicht vermutet
bin ich schon lang nicht mehr allein.

Seht ihr die Blätter dort im Wind?
Es sind sehr viele – sicherlich-
doch achtet drauf wie schön sie sind;
und eins der Blätter – das bin ich!

Seht ihr die Wolken am Himmel ziehen,
schaut ihnen zu und denkt an mich,
das Leben war doch nur geliehen,
und eine Wolke - das bin ich!

Die Schmetterlinge auf der Wiese,
perfekt erschaffen – meisterlich,
ich bin so fröhlich grad wie diese,
und einer davon - das bin ich!

Die Wellen, die vom Bach getragen,
erinnern sie vielleicht an mich?
Ihr müsst nicht lange danach fragen::
denn eine Welle - das bin ich!
 
Blumen erblühen in all ihrer Pracht,
die Rose und selbst der Wegerich,
und alle sind für euch gemacht
und eine Blume - das bin ich!

Ich möchte nicht, dass ihr jetzt trauert,
für mich wär das ganz fürchterlich.
Tut Dinge, die ihr nie bedauert:
Denn Eure Freude - das bin ich!


Weine nicht, wenn ich jetzt gehe,
still verlasse diese Welt.
Fühle wie der Wind voll Liebe,
zärtlich sanft im Arm dich hält.

Leise flüstert er die Worte,
schau hinauf ins helle Licht,
auf dem Stern sitz ich und winke,
darum Frauchen weine nicht!

Oft werd ich in deinen Träumen,
dich begleiten durch die Nacht,
bis am Morgen in der Frühe,
dir die Sonne fröhlich lacht.

Niemals will ich Tränen sehen,
rinnen über dein Gesicht,
begleiten wird dich meine Liebe,
darum Frauchen weine nicht !!!

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Es ist nicht zuwenig Zeit die wir haben,
sondern zuviel Zeit die wir nicht nutzen!
Jaz
2 Kaninchen
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« Antworten #2 am: Oktober 02, 2011, 11:43:21 »

Der Tod gehört bei Haustieren leider dazu, weil wir einfach eine deutlich höhere Lebenserwartung als sie haben. Das wird immer so sein und man muss als jemand der Haustiere hat, lernen damit um zu gehen. Der Tod eines Tieres ist immer schlimm aber zumindest ich habe die Erfahrung gemacht, das man um so häufiger man es erlebt, doch lernt etwas besser damit um zu gehen. Was nicht heisst das es leichter wird.
Bei meinem ersten Kaninchen hab ich auch gedacht ich pack das nicht aber ich habe immer noch Kaninchen und habe inzwischen noch weitere 4 Kaninchen verloren.
Immer ein großer Verlust aber ich kann nicht mehr machen als sie mir in meinem Herzen zu bewahren und zu hoffen das ich sie eines Tages wieder sehen werde.

Wichtig ist, das man sich irgendwann einen Ruck gibt und sein Leben weiter lebt. Man kann nicht bis in alle Ewigkeit in Trauer versinken, das Leben geht weiter und die kleinen Kätzchen sind wirklich eine gute Chance sich diesen Ruck zu geben, den ich mir auch heute noch jedes mal geben muss.
Man kann 1000 Tiere lieben und es verringert die Liebe zu jedem einzelnen nicht im geringsten.
Also lass es ruhig zu, das die kleinen sein Herz erobern und wenn du noch nicht so weit bist, brauchst du aber kein schlechtes Gewissen haben wenn du dich trotzdem liebevoll um sie kümmerst, sie fütterst, pflegst und umsorgst. Der Rest kommt dann mit der Zeit sicher von alleine.

Wenn das trotzdem noch zu hart für dich ist, dann nimm dir wirklich Zeit richtig zu trauen, dich aus zu heulen und das ganze raus zu lassen. Das ist durchaus auch sehr wichtig.
Aber irgendwann muss einfach ein Tag kommen an dem man anfängt, die alten Sachen wegzuräumen, sein Leben weiter zu leben und sich neuem zu öffnen, sonst macht das einen irgendwann völlig kaputt.
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hasi4 Paul - 9 Jahre
:hauen2: July - geschätz 6 - 7 Jahre

Kleine Maus, Lisa, Susi, Kleiner und Hoppel, werde euch immer vermissen
Babette
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Kuschelzeit...


« Antworten #3 am: November 04, 2011, 17:21:16 »

Das verstehe ich sehr gut.

Denn es ging mir ähnlich, nachdem meine alte Belly mit 7,5 Jahren starb.
Ich holte mir bereits eine Woche später Bommel und Fienchen aus dem Tierheim, bekam aber regelmäßig in den ersten 2 Wochen das heulende Elend, bei dem ich äußerte, die beiden nicht zu wollen sondern meine Belly wieder zurück will.  eek
Aber sobald sich eine zarte Freundschaft uhnd Bindung aufbaute, war diese Phase vorbei und ich bin heute nur noch glücklich und auch froh, das Belly den beiden Platz gemacht hat.
Ich denke, das nach einem Trauerfall die Gefühle nicht leicht zu verstehen sind, da sie durcheinanderkommen und man mit der neuen Situation zurechtkommen muss, es ist ein auf und ab.
Mach dir also keine Vorwürfe sondern vertraue Dir, den Katzen und der Zeit.
Alles Gute!  flower kopfhoch

Babette
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2 Nins: Herr von Bommel und Fienchen Löwenherz
Minimoy
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« Antworten #4 am: November 09, 2011, 12:37:46 »

Das kann man gut verstehen, du hattest eine enge Verbindung mit deinem Kaninchen und du trauerst noch. Es dauert dementsprechend ein Weile, bist du wieder bereit bist, eine "Beziehung" mit anderen Tieren zu binden. Es is wie bei Menschen, wenn man Jemand, der man liebt verliert, braucht man Zeit, um wieder jemand -  durch Loverty oder in der Real Life (ist eigentlich egal) - anvertrauen und wieder lieben.  Aber es wird eine Zeit, in der du wieder bereit wirst, dein Herz an anderen Tieren wieder zu geben. Und ich bin mir sich du wirst eine tolle "Mummy" für die süssen Kätzchen sein  valentino1
ich wünsche dir ganz viel Kraft, um es zu überwinden !!!
« Letzte Änderung: November 09, 2011, 15:02:07 von Minimoy » Gespeichert
Sas
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Der Gerechte kennt die Seele seiner Tiere! <Bibel>


« Antworten #5 am: November 09, 2011, 14:11:12 »

Hey!

Ich kann dein Problem nachvollziehen. Als ich meinen Rübe verloren habe, hat mich das sehr schwer getroffen. Zwar war es nicht das erste Tier, das ich verloren hab, aber es war ungewöhnlich schwer für mich. Vielleicht weil ich mit dem Kleinen so viel durch gemacht habe, vielleicht weil es das erste Tier war, dass in meinen Armen gestorben ist, weil ich es einschläfern lassen hab. Noch heute denke ich, dass ich ihn umbebracht habe, auch wenn ich weiß das es bsser für ihn war. Auch jetzt habe ich nach 4 Monaten beim Schreiben Tränen in den Augen.
Anfangs war es sehr schlimm. Ich wollte nichts machen, konnte an nichts anderes denken. Irgendwann hab ich angefangen über ihn zu erzählen, mich mit meinen Eltern und meinem Freund an ihn zu erinnern. Das hat geholfen, und heute kann ich gut damit umgehen.

Damals haben wir natürlich für Cherry einen neuen Partner gesucht. Emil war optimal. Ich fand ihn doof. Immer wieder hab ich gesagt, dass ich ihn nicht nehmen will, weil ich nichts für ihn empfinde, kein gutes Gefühl habe. Mein Freund hat damals mit viel Verständnis reagiert und mich überzeugt ihn zu nehmen. Es sei nur zu früh, hat er gesagt.
Als Emil kam, fand ich ihn doof. Ich wollte ihn nicht. Ich wollte meinen Rübe wieder. Ich hatte überhaupt keine Gefühle für Emil. Es klingt hart, aber so empfindet man halt. Ein Tier kann man eben nicht ersetzen. Man kann das verstorbene im Herzen behalten, und einen neuen Freund dazu gewinnen. Ersetzen geht nicht.

Es hat lange gebraucht, bis ich einen Bezug zu Emil hatte. Cherry, hat ihn deutlich schneller akzeptiert als ich.

Heute ist alles anders. Nicht nur Cherry hat zugelassen, dass Emil einen Platz in ihrem Herzen bekommt, auch ich. Emil ist mein kleiner Schatz, mein kleiner Staubsauger. Er hat so viele süße Eigenschaften, ist so ein Knuffel. Er war von anfang an total zutraulich. Er hat mir meine Abneigung nie übel genommen. Ich hab gelernt ihn zu lieben, und ich glaube trotzdem nicht, dass ich Rübe je vergessen werde. Und Emil würde ich niemals wieder her geben.

Vertrau uns. Es klingt abgedroschen, aber es ist wahr. Die Zeit heilt alle Wunden.
Gib den Katzen eine Chance und dir Zeit. Es wird der Tag kommen, an dem du merkst, dass sie dir wichtig sind und du wirst sie von da an mit jedem Tag mehr lieben.
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                                                                                                                          by Marah, Danke!
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