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Autor Thema: Bene Bac - Dauerhaft geben?  (Gelesen 492 mal)
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Una
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« Antworten #30 am: Januar 18, 2012, 09:07:06 »

Das man mit getrockneten Kräutern wegen dem Kalziumgehalt aufpassen muss ist übrigens ein altes Märchen.
Der Kalzium Phosphor Gehalt der meisten Kräuter ist perfekt für unsere Kaninchen und das ist viel wichtiger. Logisch müssen sie bei getrockneten Kräutern die nicht vorhandenen Flüssigkeit zusätzlich aufnehmen aber das müssen sie bei Heu auch, das oft einen höheren Kalziumgehalt als getrocknete Kräuter hat.
Du kannst die getrockneten Kräuter also genaus wie Heu anbieten, denn sie sind für unsere Kaninchen die von Natur aus Kräuter- und Gräserfresser sind, ganz besonderst wichtig.


Ich würde Trockenkräuter nicht wie Heu anbieten, vor allem nicht bei einem Kaninchen das schon Probleme mit Harngries hatte:


Auch aus diebrain, da steht ganz klar, dass man mit Trockenkräutern sparsam sein sollte bei "vorgeschädigten" Kaninchen.

"Blasenstein: Es gibt verschiedene Zusammensetzungen bei Blasensteinen, am häufigsten kommen kalziumhaltige Blasensteine vor. Es wird vermutet, dass die Tiere eine Prädisposition aufweisen müssen um Blasensteine zu bekommen. Ein Überangebot von Kalzium durch Konzentratfütterung (Pellets, Trockenfutter, zu viele Trockenkräuter) und eine verminderte Aufnahme von Flüssigkeit verstärkt dann die Gefahr von Blasensteinen. Blasensteine verursachen meist Schmerzen und Blut im Urin."

" Bei Tieren mit einer entsprechenden Prädisposition oder bestehenden Blasen-/Nierenproblematik können getrocknete Kräuter Blasenschlamm oder Blasensteinene begünstigen, hier müssen die getrockneten Kräuter rationiert verfüttert werden, nicht mehr als 20 g pro 1 kg Kaninchen. Getrocknete Blüten und getrocknete Blätter von Bäumen und Sträuchern dürfen auch in dem Fall gern in größeren Mengen gegeben werden. Allerdings: normalweise wird ja gleichzeitig mit den Trockenkräutern auch immer viel wasserhaltiges Futter (Grünfutter und Gemüse gereicht). Es kommt nur zu Problemen, wenn die Tiere nicht genug Flüssigkeit aufnehmen. Manche Kaninchen trinken allerdings zu wenig und nehmen Flüssigkeit nur bedingt über die Tränke auf."


Das Problem dabei ist, dass viel mehr von den Trockenkräutern gefressen wird, als vom Heu, weil die einfach besser schmecken und gleichtzeitig meistens zu wenig Frischfutter angeboten wird, weil man Angst vor Durchfall hat.

« Letzte Änderung: Januar 18, 2012, 09:12:18 von Una » Gespeichert

Liebe Grüße aus Bayern
Jaz
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« Antworten #31 am: Januar 18, 2012, 15:14:49 »

Die Frage des "vorgeschädigt" ist immer so eine Sache. Ist mein Paul auch vorgeschädigt, weil er mal damit Probleme hatte, sicher nicht. In 99% der Fälle ist sowas auf eine falsche Ernährung zurück zu führen, wenn man diese aber geändert hat und das Tier inzwischen keine Probleme mehr hat, ist es nicht vorgeschädigt, denn dann hat sich das ganze normalisier und das Tier darf dann ja auch normal Heu fressen.

Es gibt allerdings tatsächlich Kaninchen die Probleme mit Gries und Schlamm haben egal wie gut du sie ernährst und egal auf was man alles verzichtet und das Zeug entsteht egal wievielen guten Ratschlägen zu folgst.
Das sind für mich "vorgeschädigte" Kaninchen. Denn die haben kein Ernährungsproblem sondern ein grundsätzliches Problem. Ich glaube hier auf dem Forum hat das mal einer als eine Art Stoffwechselerkrankung beschrieben.
Solche Tiere sollten keine Trockenkräuter bekommen aber diesen Tieren darfst du dann auch eigentlich kein Heu verfüttern, weil dieses mindestens genauso viel und oft sogar deutlich mehr Kalzium enthält.
Dann ist die Frage der Zusammensetzung wichtig, meist ist es gar nicht das Kalzium sondern die Oxalsäure die dazu führt. Dann auf Kalzium zu verzichten schädigt die Gesundheit des Kaninchens enorm.
Solche Kaninchen sind schon ganz speziell, haben immer wieder Probleme und nicht nur einmalig. Die Tiere um dies es aber in diesem Thread geht, gehören meines Wissens nicht mal ansatzweise zu dieser Gruppe Tiere.
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McLeodsDaughters
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« Antworten #32 am: Februar 27, 2012, 14:53:29 »

Also,

ich muss das mal wieder hochschieben...

Hab Sunny eben rausgeholt, um mal wieder zu schauen (gucke in der Regel 1x pro Woche, letzte Woche nicht, da meine Schwester sauber gemacht hatte). Und Sunny durfte mal wieder ein Po-Bad (unter den Wasserhahn, lauwarmes Wasser) nehmen... Und ab ist immer noch nicht alles, aber das was am Ausgang stören könnte ist weg.

Ich hab mich konsequet an diese Ernährungsumstellung, die ihr hier geschrieben habt, gehalte. Als Trofu gabs nur getrocknete Blüten. Müsste höchstens meine Schwester fragen, ob sie den beiden, in letzter Zeit einen Snackball mit Erbsenflocken gemacht hat, dann hätten wir das Problem ja vermutlich schon gefunden (wobei ich meiner Sis auch gesagt hatte, dass Erbsenflocken usw. tabu sind, sie aber Amy auch mal einen zustecken darf, wenn Sunny anderweitig beschäftigt ist).
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Babette
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Kuschelzeit...


« Antworten #33 am: Februar 28, 2012, 12:02:12 »

 knuddel4g
Hm, ich wünsche dir Geduld.

Babette
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Sas
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« Antworten #34 am: Februar 28, 2012, 12:03:00 »

Hallo!

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht alles gelesen habe, was bisher geschrieben wurde.
Aber ich möchte meine Erfahrungen mal posten.

Ich habe im Sommer ein 5 jährigen kastr. Bock übernommen. Er war in schlechtem Zustand und hat auch immer nur getreidehaltiges TroFu bekommen. Außerdem hat er sehr schlechte Zähne und ihm fehlen auch mehrere Backenzähne. Das begünstigt leider auch eine fehlerhafte Verdauung.

Emil hat jetzt schon seit längerem Durchfall. Zwar im wechsel mit normalem Kot, aber halt auch täglich Durchfall. Die Labor-Kotproe, die ich auf jeden Fall immer machen würde, ergab nichts. Er hat Probleme mit seinem Dick/Blinddarm. Dort kommt es zu Fehlgährung und die gesamte Darmflora ist im Ungleichgewicht. Ursache können hier die Jahrelange Schädigung durch schlechtes Futter, die Zahnprobleme oder die vorhergegangene Krankengeschichte sein.... oder halt einfach alles zusammen.

Mein TA hat jetzt zu einer Diät geraten. Im Prinzip bekommt er nur Rohfaser (Heu, getrocknete Kräuter, Blätter). Weil er kein Heu fressen kann, bekommt er Herbi Care. Diese Diät soll über einen Zeitraum von 2 Wochen dafür sorgen, dass sich der Darm erholt und sich wieder die Bakterien ansiedeln, die da hin gehören. Das ereeicht man durch die Fütterung von Rohfaser. Zwar ist an Möhre und Co nichts falsch, aber wenn der Darm einmal einen schaden hat, muss halt mal drauf verzichtet werden. Danch kann ich wieder nach und nach anderes beifüttern und schauen wie der Darm reagiert. Es wird eine harte Zeit, aber es ist seine letzte Chance.
Das Herbi Care wird er ein leben lang bekommen müssen, eben weil er kein Heu fressen kann.
Auf stark Zuckerhaltiges müssen meine übrigens auf Lebenszeit verzichten, weil Emil genau wie deiner zu Hefen neigt. Wenn die die einmal hatten, kommen die halt schnell wieder.

Zur Unterstützung und um einem Mangel zu vermeiden soll ich noch VitB oral über 2 Wochen geben. Dieses wird normalerweise im Blinddarm erzeugt und dann wieder aufgenommen. Das ist aber ja alles gestört. Und ein VitB-Mangel führt wiederum zu Durchfall (und vielen anderen Problemen).

Also, im Prinzip gleiches Problem. Das ist mein Weg, und sie werden so eine Diät schon überleben.
An deiner Stelle: Einmal stark sein. Du hilfst ihnen damit!
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                                                                                                                          by Marah, Danke!
Jaz
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« Antworten #35 am: Februar 28, 2012, 18:54:41 »

Was solche angeschlagenen Kaninchen oft schlecht vertragen sind zuckerhaltiges und stark wasserhaltiges.
Da ist so eine Rohfaserdiät eigentlich genau das richtige bzw. bei so einem Tier würde ich lebenslang darauf achten das hauptsächlich solche Sachen gefuttert werden.

Meine Lisa hat haufenweise Heu und ähnliches gefuttert und wenn dann nach Wochen auch nur ein kleines Stückchen Apfel gefuttert wurde, hatten wir wieder diesen Matschkot der bei uns auch ganz definitiv der Blindarmkot war. Der normale Kot bleibt völlig normal und vermittelt daher den Eindruck das dieses Tier sowohl guten und schlechten Kot hat, weil ja nicht ersichtlich ist das der Matschkot eigentlich der Blindarmkot ist.
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« Antworten #36 am: Februar 28, 2012, 20:53:19 »

Was könnte ich denn noch probieren? Vielleicht nochmal eine Kotprobe beim Tierarzt abgeben? Muss sowieso nochmal mit einem kranken Meerschwein (vor 2 1/2-3 Wochen ein Abzess, vor 2 Wochen an den Zähnen behandelt und jetzt noch im Ohr Eiter und Verkrustungen, vermutlich was mit dem Abzess zu tun...) die Tage zur Nachkontrolle hin, könnte dann was mitnehmen. Kostet ja nicht die Welt. Einfach mal um sicher zu sein, das da nichts neues ist (hatte ja öfter mal Hefen).

Ich wollte auf die Kratzbäume neuen Teppich machen, weil das Fell entsprechend von Sunnys Kotproblem aussieht. Oder lieber PVC, den könnte man ja besser sauber machen als Teppich?

Ob die Diät was hilft? Und Amy muss halt auch von irgendwas ernährt werden...

Achja, im Moment gibt es: Karotte, Chinakohl, Salat (verschiedene Sorten, immer abwechselnd ein paar Tage), Fenchel, Brokkolie und ab&an Paprika, aber die frisst nur Amy glaube ich. Wenn es gibt, dann auch Kohlrabiblätter und meine eine Kollegin gibt mir immer den "Abfall" von ihrem Stangensellerie mit, das sind ja auch die Blätter.
« Letzte Änderung: Februar 28, 2012, 20:56:45 von McLeodsDaughters » Gespeichert
Pimbolina
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« Antworten #37 am: Februar 29, 2012, 09:44:37 »

Wenn dann würde ich 2 Kotproben abgeben. 1 frische die im Labor nach Bakterien untersucht wird und eine Sammelkotprobe von 5 Tagen die auf Kokis, Würmer, Giardien und Hefen untersucht wird.
Für die Hefen braucht es zwar keine Sammelkotprobe aber da ist es egal ob es frischer Kot ist oder gesammelt aber es beim TA mitbestimmen zu lassen dürfte günstiger sein als im Labor.

Die Info von Sas finde ich aber interessat mit der Zugabe von Vit B.
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Sas
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« Antworten #38 am: Februar 29, 2012, 12:06:52 »

Hallo!

Ich finde die Info von Jaz ganz interessant, dass der Durchfall der Blinddarmkot sein kann und der andere normal bleibt. Das würde erklären, warum er beides macht und passt zu dem Laborbericht. Die schreiben nämlich u.a., dass der Blinddarm fehlgährt. Und es stinkt im übrigen erbärmlich. Heute morgen hab ich keinen Durchfall mehr gefunden, aber dafür jede Menge - meiner Meinung nach - Blinddarmkot. Ein bisschen zu pratschig war er noch, aber etwas ist Blinddarmkot ja immer. Naja, vielleicht war das schon der erste kleine Erfolg.

@McLeodsDaughters: Meine beiden sind jetzt seit Mo auf volldiät. Klar, sie findens doof, aber es geht. Das Partnertier muss halt mit durch. Sie bekommt halt ab und an mal was zugesteckt - heimlich. Aber schaden tut das ihr auch nicht, wenn der Darm mal durchgespült wird und sie mit fastet. Ich würde es mal versuchen. Trockenkäuter oder Blätter kannst du ja beigeben. Auf jeden Fall würde ich mal die Möhre weglassen (wegen - zwar geringen - Zuckergehalt) und den Salat. Viele selbst sonst gesunde Tiere bekommen von Salat Ducrhfall. Dann geb eher Fenchel und frische Kräuter.
Musst du wissen, was du machst.

@Pimbola: Jap, seitdem ich immer in die Klinik fahre, hab ich echt das Gefühl, dass mein TA mal weiß was er tut. Ich hab das mit dem VitB so verstanden (ich hoffe richtig), dass Kaninchen es selber produzieren können, es also normal nicht über die Nahrung aufnehmen müssen. Dies passiert im Blinddarm und wird dann beim Blinddarmkot fressen aufgenommen und so dem Organismus zugefügt. Wird der Kot nicht mehr gefressen, oder ist die Gährkammer Blinddarm gestört, kann es zu einem VitB-Mangel kommen. Der kann ernste Folgen haben und u.a. wiederrum Durchfall begünstigen. So entsteht ein Teufelskreis. Hat das Tier zu lange Durchfall, so muss nachgeholfen werden, bevor ernste Folgen aus dem Mangel entstehen. Die orale Gabe wirkt natürlich dem Mangel entgegen und hat den Nebeneffekt, dass es auch Durchfallhemmend wirkt und den Blinddarm reguliert. Wirklich überdosieren kann man VitB nicht, deswegen bekommt er es zur Unterstützung und Vorbeugung. Und der 14-Tages Vorrat hat mich 2€ gekostet... von daher!
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