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Jaz
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« Antworten #16 am: Januar 22, 2012, 09:19:26 » |
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Ich hab mir die Röntenbilder jetzt einfach mal unabhängig des hier geschriebenen angesehen. Bin zwar kein Tierarzt hab aber schon selbst viele Röntenbilder unserer Kaninchen gesehen vor allem Kopfröntgen.
Was die Aufgasung angeht, die zieht sich durch den kompletten Darm. Das da ein normaler Kotabsatz stattfindet, finde ich sehr fraglich. Der Magen sieht für mich nicht betroffen aus, erfrag das aber mal bei deinen drei Tierärzten die müssten das besser wissen. Wenn er nicht betroffen ist, kann man normalerweise ordentlich Futterbrei oben rein geben, der die Luft zum Weiterbewegen veranlasst und sie so hoffentlich hinten raus schiebt. Zusätzlich wär der Darm dann ordentlich gefüllt am besten mit gutem rohfaserreichem Päppelbrei(bei der Menge an Luft scheint da nämlich nicht viel anderes drin zu sein und ein gut mir Futterbrei gefüllter Magen/Darm ist bei einem Kaninchen in jeder Lebenslage, vor allem bei Krankheit immer das A und O). Das ist das einzigste das du meiner Meinung nach zusätzlich zu den Medikamenten machen kannst um die Aufgasung schnell los zu werden.
Jetzt zu den Kopfbildern. Unser Paul hat zu lange Zahnwurzeln die auf der einen Seite auf den Tränen-Nasen-Kanal drücken und daher wenn das nächste Zähneschleifen ansteht dazu führen das sein Schnupfen verstärkt wird, das Auge permanent tränt und seine Nase eitrig verrotz ist. Das ist bei ihm also schon relativ grenzwertig und bei einem Zahn vermutet der Tierarzt das er eventuell den Kieferknochen schon soweit durchbohrt hat das er in den Nasenraum vorgedrungen ist. Er hat mir das damals sehr schön gezeigt und erklärt. Wenn ich mir aber im Vergleich die Bilder von Nathaniel ansehe...die sehen so viel schlimmer aus. Ich würde sogar behaupten, das die Zahnwurzelproblematik der Grund ist wieso er seine Augen verloren hat. Die Zahnwurzeln sind aus meiner Sicht meilenweit zu lang. Länger als bei unserem Paul, das er so überhaupt fressen kann wundert mich. Würde dir deshalb vorschlagen die Bilder einem Zahnspezialisten zu schicken.
Was die Backe angeht. Wir hatten mal das Problem, das eines unserer Zahnkaninchen sich wegen der schlechten Zähne auf die Backe gebissen hat. Die Tierärztin meinte auch das es tumorähnlich aussieht. Schlussendlich war es aber doch nur entzündet und hat einfach ewig zum Abheilen gebraucht. Dieses Tier haben wir 2 Wochen zu 100% über Zwangsernährung ernährt und danach nochmal 1 Woche in der wir die Menge an Päppelfutter langsam reduziert haben und sie langsam angefangen hat wieder selbst zu essen. Das Problem an der Sachen, die beissen sie da immer wieder drauf, kennen wir Menschen ja auch von uns wenn das mal passiert. Das entzündet sich und heilt in einem von Keimen besiedeltem Mund der zusätzlich auch noch feucht ist nur sehr schlecht ab. Man muss also verhindern das gekaut und dadurch drauf gebissen wird, es muss also fleissig gepäppelt werden. Ein passendes AB muss her damit die Keime eingedämmt werden. Zusätzlich muss wegen der Darmproblematik viel für die Verdauung getan werden die dann durch das AB zusätzlich angegriffen ist.
Und das aller wichtigste die Zähne müssen so gerichtet werden, das man sich nicht wieder auf besagte Backe beisst bzw. die gehören so wie sie auf den Röntenbildern aussehen auf jeden Falll gerichtet. Das ist aus meiner Sicht die Ursache des Ganzen. Zahnwurzelprobleme, frisst also sowieso nie wirklich so besonders toll bzw. das Futter ist nicht so toll zerkaut das im Magen ein schöner Futterbrei ankommt. Das belastet die Verdauung dauerhaft, die dadurch sowieso angeschlagen ist. Dann beisst sich besagtes Kaninchen auch noch auf die Backe, frisst weniger, zerkaut noch schlechter. Futterbrei liegt ewig im Darm kann schön gären. Zudem freuen sich irgendwelche Keime die schon lange auf ihre Chance gewartet haben. Machen dem Tier zusätzlich das Leben schwer...und schon steht man am Abgrund...wenn man dann die 180 Grad Wende nicht schafft geht es steil bergab.
Weis nicht was dir die Ärzte bei euch über die Zähne erzählt haben. Schau aber besser das du dir da einen kaninchenerfahrenen Tierarzt angelst der auch Ahnung von Zahnproblemen hat. Selbst wenn das Tier dort 1 Woche einsam in einer Tranportbox haussen müsste ist eine gute medizinische Versorgung in dieser Situation so viel wichtiger als alles andere. Was bringt einem eine super Unterbringung wenn der Rest nicht stimmt. Bei meinem jetzigen Tierarzt sitzen die in so einem Fall auch den ganzen Tag in der Transportbox direkt neben dem Behandlungszimmer, er kann permanent nach den Tieren schauen und vor allem sofort reagieren. Blöd für das Tier aber das ist in so einem Moment sowieso so krank das es die Dinge um sich herum nur wenig wahr nimmt und meist viel zu sehr mich sich selbst beschäftigt ist. Der Partner fehlt dann zwar aber je nach dem wie schlecht es dem Tier geht muss man da einfach schauen welche Prioritäten man setz und manchmal ist das was im Alltag wichtig ist in so einer Situation total unwichtig.
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