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Autor Thema: Hase mit lahmen Hinterläufen  (Gelesen 1141 mal)
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Hopplerone
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« am: Januar 23, 2012, 16:46:18 »

Hallo!

Ich bin neu hier und gerade verzweifelt auf der Suche nach Tipps und Ratschlägen, die meinem Hasen Monti helfen könnten.

Zur Vorgeschichte:

Monti ist ein ca. dreijähriger schwarz-weißer Löwenkopf-Hase, männlich, kastriert. Wir haben ihn vor etwas mehr als einem Jahr von Leuten aus der Nachbarschaft übernommen, die umzogen und einen Tag vor Übergabe des Hauses draufkamen, dass sie im neuen Domizil keinen Platz mehr für ihre Kaninchen haben. Da wir früher schon mal acht Jahre lang zwei Kaninchen gehabt hatten und uns die beiden leid taten, haben wir sie kurzentschlossen übernommen, mit unseren Meeris vergesellschaftet und ihnen einen beheizten Außenstall mit 12 Quadratmeter großem Freilaufgehege gebaut. Bis jetzt ging alles gut, die Hasen gewöhnten sich prima ein und sie wirkten auch immer gesund. Nur fiel uns bei Monti auf, dass er von Anfang an ein wenig mit dem rechten Bein hinkte. Angeblich war er aber laut den Vorbesitzern nie krank oder verletzt gewesen. Da es ihm aber sonst gut ging, achteten wir nicht weiter darauf, er sprang ja immer wie ein Wilder durchs Gehege. Dann kam die dunkle Jahreszeit und wir sahen morgens und abends nicht so viel, wenn wir das Futter brachten und die Einstreu entfernten. Dann aber fiel uns auf, dass Monti häufig auf der Seite lag, wenn wir in den Stall schauten, und sich immer mühsam aufrappelte. Also hoben wir ihn raus, um unter Licht nachzuschauen, was mit ihm los ist, und dabei traf uns fast der Schlag. Er war über und über mit Kot verklebt, teilweise war er schon eingetrocknet und hart, die Haut stark gerötet. Also haben wir ihn erst einmal gebadet und den nächsten Tag abgewartet. In der Früh das gleiche Problem, dazu kam aber, dass er deutlich Schwierigkeiten beim Laufen zeigte. Er kippte immer wieder mit der Hinterhand auf die linke Seite. Daher folgte am Abend der erste Tierarztbesuch beim Arzt meines Vertrauens. Bisher behandelte er immer meine Katzen, wenn sie etwas hatten, und da ist er spitzenmäßig und ich kann mich nicht beklagen. Aber bei Hasen bin ich mir nicht mehr ganz so sicher. Wir zeigten ihm Monti, er ließ ihn laufen, bemerkte ebenfalls den unsicheren Gang und tastete ihn ab. Dabei stellte sich heraus, dass Monti am linken Hinterlauf einen alten, schlecht verheilten Bruch hatte. Noch war unterm Fell für uns nicht sichtbar, wie schlimm dieser Bruch gewesen sein musste, uns war zwar die unregelmäßige Knochenstruktur schon früher aufgefallen, aber da er außer dem leichten Hinken nie Beschwerden gezeigt hatte, hatten wir uns keine Sorgen deswegen gemacht. Der Tierarzt meinte aber, der Bruch würde sicherlich nicht sein Problem sein, er tippte auf Bauchweh und Durchfall, gab uns Medikamente dagegen mit, riet, ihn ein paar Tage zu separieren und ausschließlich mit Heu zu füttern, damit er wieder fit werde, was wir auch taten. Nach zehn Tagen gings zurück zu seinem Bruder, der heilfroh war, ihn wieder zu haben. Zu dem Zeitpunkt ging es Monti scheinbar wieder gut. Doch drei Tage später hatte sich das Bild wieder geändert. Monti bewegte sich im Stall wieder nicht von der Stelle, nun hatte er zwar keine Kotbrocken mehr am Hintern kleben, dafür lag er aber offensichtlich ständig in seinem eigenen Urin, denn die Haut wurde noch wunder als beim ersten Mal und jetzt fielen ihm auch büschelweise die Haare an den Hinterläufen und am Schwanz aus. Dadurch wurde auch sichtbar, wie schlimm der Bruch gewesen sein musste, denn die Knochen waren völlig gegeneinander verschoben zusammengewachsen. Der Tierarzt vermutete auch, dass der Bruch wahrscheinlich sogar ein offener gewesen war. Eigentlich unfassbar, dass die Vorbesitzer das nicht gemerkt oder beachtet hatten. Ich cremte Monti weitere zwei Tage mit Inotiol-Salbe ein, die ich bei meinen Kindern verwendet hatte, als sie noch Windeln trugen, und die Haut wurde auch wieder besser. Nur das Lahmen des Beinchens ließ nicht nach und sein Schwänzchen hing irgendwann nur noch kraftlos runter. Eine befreundete Cranio-Sacral-Osteopathin untersuchte ihn und tippte auf eine Wirbelverschiebung im Lendenwirbelbereich, behandelte ihn dahingehend, was kurzfristig (zwei Tage) dazu führte, dass er wieder herumhüpfte. Dann ein erneuter Rückfall und wir wieder ab mit ihm zum Tierarzt. Kaum sollte Monti diesem zeigen, wie schlecht er hoppelt, kam das Fluchttier in ihm durch, er preschte ab in eine Ecke, pinkelte sich dort vor Panik an und zeigte keinerlei Anzeichen eines verletzten Hasen. All meine Hinweise auf Bandscheibenvorfall, Nerveneinklemmung, Wirbelverschiebung, Pilzbefall, etc. tat er ab. Auch E.C. wollte er darin nicht erkennen, da der Hase gut drauf sei und fresse (was er auch wirklich nach wie vor mit Appetit tut, aber immerhin hatte er von einem Besuch beim TA auf den nächsten 20 dag abgenommen, und die Rückenmuskulatur ist stark geschwächt). Kaum war Monti wieder zuhause, ging das Hoppeln wieder nicht. Eine erneute Cranio-Behandlung brachte auch nichts. Aber ich ließ ihn auf Anraten des TA so viel wie möglich unter Aufsicht laufen (sofern man das überhaupt so nennen kann), damit er die Muskeln trainiert, und gab ihn täglich eine geringe Dosis Loxikom Schmerzmittel. Nun musste ich für drei Tage ins Ausland und Monti der Pflege meiner Nachbarin überlassen, wodurch dieses Training leider nicht möglich war. Gestern Nacht kam ich heim. Heute Früh habe ich ihn wieder hereingeholt, und die drei Tage haben gereicht, dass die Haut nun wieder wund ist, noch mehr Haare ausfallen und er die Hinterbeine eigentlich nur noch nachschleift. Merkwürdig ist, dass er das ehemals gebrochene Beinchen zu belasten versucht, während er das rechte Bein nun gar nicht mehr unter den Bauch ziehen kann und es irgendwie wie tot weghängt, sofern man es ihm nicht vorsichtig wieder in die richtige Position biegt. Dabei war das rechte Bein bisher das starke Bein und das linke machte Probleme. Ich habe mir nun hier bei Euch einen Tierarzt herausgesucht, der mehr Erfahrung mit Kaninchen hat, speziell auch mit Knochenbrüchen und Wirbelverletzungen, und werde ihm Monti in den nächsten Tagen vorstellen, sobald mich mein Mann fahren kann (hoffentlich schon morgen, ich habe leider keinen Führerschein, sonst würde ich schon im Auto sitzen). Ich möchte nun auf jeden Fall ein Röntgen und einen Blutbefund haben, damit ich hoffentlich bald eine Diagnose erhalte.

Ich würde Euch nur bitten, ob Ihr mir vielleicht noch weitere Tipps geben könnt, was es bei Monti sein könnte. Da meine früheren Hasen bis zu ihrem Tod (Altersschwäche und Schlaganfall) nie krank waren, habe ich mit Hasenkrankheiten wenig Erfahrung. Kann sich E.C., falls es das wäre, über so lange Zeit hinziehen, obwohl der Hase trotzdem aufmerksam und gut bei Appetit ist, und hätte Monti nach so langer Zeit ohne Behandlung (drei Wochen) überhaupt noch Chancen, die Krankheit zu überstehen? Wie groß sind Heilungserfolge bei Bandscheibenvorfällen oder Schäden durch permanente Fehlhaltung? Könnte ein Hase zur Not auch mit einem fehlenden Hinterlauf gut leben, falls der gebrochene Lauf die Ursache aller Beschwerden ist? Denn laut meinem TA würde eine nachträgliche Korrektur der Fraktur mehr Schaden anrichten als dem Hasen helfen. Ich wäre dankbar für jeden Tipp bzw. Hinweis, damit ich auch gut vorbereitet bin, wenn ich Monti dem anderen Tierarzt vorstelle. Da er noch so jung ist, offensichtlich vorher keinen so guten Platz gehabt hat, obendrein ein tapferer kleiner Kämpfer ist und sein Bruder Merlin sehr an ihm hängt, will ich nichts unversucht lassen, ihm wieder mehr Lebensqualität zu verschaffen.

Ich danke Euch schon jetzt ganz herzlich

Hopplerone
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Pimbolina
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« Antworten #1 am: Januar 23, 2012, 17:43:06 »

Röntgenbild wäre hier super super wichtig.
Was ich aber auf alle Fälle machen würde wäre eine E.C. Behandlung.
Viele deiner aufgezählten Punkte könnten auch E.C. betreffen. Mit der Behandlung machst du ausserdem nichts kaputt sondern kannst nur helfen falls es E.C. ist.
Bringt dir auch nicht unbedingt was den Titer zu bestimmen. Ich würde schnellstmöglich mit der Behandlung mit Panacur und Vitamin B Komplex anfangen.
Panacur über mindestens 21 Tage (besser 28) und Vitamin B über mindestens 10 Tage.

Aber trotzdem unbedingt röntgen um zu sehen ob da evtl. der alte Bruch auf Blase/Darm drückt.

Ist auf alle Fälle ein ganz tapferer Kämpfer dein Monti. Da rentiert es sich dass du mit ihm kämpfst.

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Jaz
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« Antworten #2 am: Januar 23, 2012, 19:24:54 »

Kann dem nur zustimmen, das Röntenbild ist sehr wichtig ebenso die vorsorgliche Behandlung gegen E.C.
Es kann auf jeden Fall unzähliges sein.

Was Kaninchen angeht, war es auf jeden Fall richtig jetzt einen Tierarzt  heraus zu suchen der mehr Erfahrung hat.

Ansonsten was die Wunde Haut angeht, siehst du ja, da muss man hinter her sein. Ich hab da auch gern Babycreme drauf gemacht, was in einer Windel funktioniert, muss auch bei sowas funktionieren.
Kennst du diese "Rollstühle" für Hunde? Hinten Räder und vorne laufen sie selbst.
Hab sowas auch schon für Kaninchen gesehen. Sowas wär zumindest kurzfristig eine Möglichkeit, das Tier aus dem Dreck heraus zu holen.

Muskelaufbau ist nebenbei was sehr wichtiges. Was nicht benutz wird, wird schwach und wenn die Muskeln einmal weg sind, wird es schwer die wieder aufzubauen.

Hoffe ihr findet heraus was Monti fehlt, auf das er bald wieder normal hüpfen und toben kann.
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Hopplerone
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« Antworten #3 am: Januar 23, 2012, 20:24:50 »

Danke schon mal für Eure Antworten!  danke

Mein Mann bringt uns morgen nach der Arbeit nach Wien in die Tierklinik Mauer. Ich hoffe, dass ihm dort geholfen werden kann. Habe mich auch bei einigen anderen Beiträgen eingelesen und gute Tipps gefunden. Ich werde zum Beispiel morgen Einmaleinlagen aus der Apotheke holen und Monti die nächste Zeit lieber darauf sitzen lassen als in der Einstreu.

Auf jeden Fall habt Ihr ein tolles Forum hier!  hasi5

Danke und liebe Grüße

Hopplerone
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silvia1311
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« Antworten #4 am: Januar 23, 2012, 21:48:34 »

hallo hoppelrone!

ich habe mit meiner häsin "angel" ein ähnliches problem.

sie kann seit einiger zeit auch nicht mehr so richtig hoppeln,
läßt ihr hintergestell ziemlich hängen und schleift mit dem rechtem hinterlauf hinein verlagernd nach.
beim ersten ta besuch sagte man mir, sie habe sich verissen. sie bekam rimadyl-traumel schmerzmittel.
da sich nach einer woche keine besserung zeigte, wurde ein röntgen gemacht, dies zeigte aber nur eine
kleine minimale verschmählerung eines wirbels und ganz geringer blasengries.(dafür bekam sie tabletten)
darauf war ich mit ihr bei einer chiropraktikerin, dr. petra peer.
diese stellte im 4-5 lendenwirbel eine blockade fest, die sie angeblich auch lösen konnte.
aber sie sagte mir auch, dass ihr muskel am rechtem hinterlauf ganz schwach wäre.
vermutlich durch diese blockade belastete sie diesen hinterlauf nicht.
angel solle nach diesem ta besuch viel laufen, damit der muskel wieder stark wird.
sie jagt auch ihrer partnerin immer hinterher, wenns ums futter geht, frißt gut, und ist im grunde putzmunter.
dürfte auch keine schmerzen haben. jeden zweiten tag gebe ich ihr noch rimadyl -traumel.
jetzt ist es schon wieder zwei wochen seit diesem besuch bei dr. peer und es zeit sich noch immer keine besserung.
mal ist es jetzt ganz wenig besser und dann wieder nicht.
auch ist sie oft vom urin feucht und kann ihrem blindarmkot nicht aufnehmen, aufgrund der bewegungs- einschrenkung.
daher wasche ich sie oft und föhne sie dann trocken, weil sie ja auch ins aussengehege kann.
am 25.o1. habe ich wieder einen termin bei dr. peer und da wird sie sich das röntgenbild ansehen, dass sie beim ersten
besuch leider nicht ansehen konnte, weil es auf einer cd war.
ich hoffe, dass sie angel diesesmal helfen kann und mir vielleicht übungen zeigt, die ich mit ihr machen kann, um den muskel wieder aufzubauen.
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Steppenlemming
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« Antworten #5 am: Januar 24, 2012, 00:11:32 »

Hi,
fragt beim TA mal nach einer Magnetfeldtheraphie, eventuell bietet das einer bei euch an.
Kann ich bei Lähmungen nur empfehlen.
lg
Sabrina
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Jaz
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« Antworten #6 am: Januar 24, 2012, 05:15:45 »

Würde in dem Fall auf jeden Fall auch zusätzlich E.C. mit abdecken, machmal hat das einfach die seltsamsten Verlaufsformen...vor allem wenn eine Therapie nicht anschlägt.

Wichtig natürlich "Krankengymnastik". Die Muskeln bauen so wahnsinnig schnell ab, da muss man wirklich jeden Tag mehrfach was machen.
Immer am besten wenn ein guter Tierarzt das einem zeigt.

Wünsch auch Angel gute Besserung!
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silvia1311
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« Antworten #7 am: Januar 24, 2012, 20:39:02 »

 danke

ich werde auf alle fälle alles unternehmen, dass es angel bald besser geht.
sie ist ja eine so brave maus und läßt alles mit sich machen. knuddel4g
habe heute mit der chiropraktikerin tel. und sie meinte es könnte auch die hüfte sein
wie gesagt morgen weiß ich mehr.
« Letzte Änderung: Januar 24, 2012, 20:40:47 von silvia1311 » Gespeichert
Hopplerone
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« Antworten #8 am: Januar 24, 2012, 22:11:19 »

Hallo!

Ich wollte einen kurzen Zwischenbericht von Monti hier reinstellen. Wir waren ja heute in der Tierklinik Mauer und haben ihn dort durchchecken lassen. Dabei hat sich ziemlich rasch herauskristallisiert, dass er ein orthopädisches Problem hat und E.C. wohl erst einmal vergessen werden kann (das meinten beide anwesenden Tierärzte, was mich vorerst mal beruhigt). Das ehemals gebrochene Beinchen kann eigentlich ganz gut belastet werden, tut ihm aber auf Druck weh. Das rechte Bein wird überhaupt nicht belastet und hinten nachgeschliffen. Nach ersten Tastuntersuchungen war schon mal die Vermutung da, dass die Muskeln an diesem Bein stark verkürzt sind, vermutlich durch eine langfristige seitliche Lagerung. Dann tauchte ein zweites Problem auf - Monti kann im Augenblick seine Blase nicht eigenständig entleeren. Mir fiel in den letzten zwei Tagen schon auf, dass er immer mit Druck pinkelte, wenn ich ihn hochhob und den Unterbauch eincremte. Ich dachte da, dass er mir damit seinen Protest über die unangenehme Lagerung und Behandlung mitteilen wollte, aber nachdem die Tierärtzin Unmengen an milchig trübem Harn aus der Blase drückte, war klar, dass er es nicht mehr alleine kann. Die Hüfte wollte auch nicht ganz so, wie sie eigentlich sollte. Dann wurden Röntgenaufnahmen gemacht. Es zeigte sich, dass Gott sei Dank weder ein Bandscheibenvorfall, noch eine Hüftluxation oder eine weitere Fraktur Grund für die Beschwerden sind. Allerdings hat der Hase an vielen Stellen Athrose. Auch seine Haut ist durch den ständigen Kontakt mit Urin in einem schlimmen Zustand, aber auch hier in der Klinik wurde uns geraten, die Haut nicht einzucremen. Monti bekam dann eine Dosis Antibiotikum gespritzt, dann wurde sein Fell rasiert, bis die gesunde Haut erreicht war, um verfolgen zu können, ob die Hautentzündungen weiterwandern oder zurückgehen. Das Antibiotikum wird von uns die nächsten fünf Tage weitergegeben und soll sowohl der Blase als auch der Haut helfen. Die Blase müssen wir weiterhin täglich ausdrücken. Mir ist aufgefallen, dass Monti nach der Entleerung wieder eine Spur sicherer auf den Beinen war und von sich aus den Drang hatte, sich zu bewegen. Also hat der Blasendruck wohl auch dazu beigetragen, dass er sich nicht mehr viel bewegen wollte. Die Hautstellen werden nach wie vor täglich gebadet und gefönt, im Käfig gibt es momentan nur noch Einmaleinlagen statt Einstreu. Dann wurde mir gezeigt, wie ich die Muskulatur von Monti wieder stärken kann. Jetzt heißt es täglich trainieren, Beinchen strecken und beugen, und den Hasen ordentlich durchmassieren. Begeistert ist er davon nicht, aber da müssen wir wohl durch.
Schwierig ist, dass wir Monti nun aus all diesen Gründen wieder ins Haus holen müssen. Sonst lebt er ja mit seinem Bruder in einem Außenstall mit 15 Quadratmetern Freilaufgehege. Aber da er rasiert ist und sich immer im Stall verkriecht und dann nicht bewegt, kann er dort momentan nicht bleiben und muss in einen Käfig ins Haus übersiedeln. Dieser ist aber nicht groß genug, um auch noch Merlin aufzunehmen. Also bleibt Merlin tagsüber draußen und kann sich austoben, und Abends darf er dann mit Monti kuscheln, wenn dieser mit seinem Tagesprogramm durch ist. Im Frühjahr ist es hoffentlich überstanden und der Hase wieder fit genug, um im Freien zu hoppeln.
Sorgen macht mir halt nur die Blase. Denn hier ist nicht ganz klar, wieso die Entleerung nicht funktioniert. Aber vermutlich auch aus Mangel an Bewegung. Ich hoffe, dass wir da auch bald eine Verbesserung merken können und dass wir auch sonst wieder alles hinbekommen.

Für Angel wünsche ich auch alles Gute und baldige Besserung! Nicht aufgeben, sie kann es sicherlich schaffen!

Liebe Grüße

Hopplerone

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« Antworten #9 am: Januar 24, 2012, 22:51:57 »

vielen dank für die info!

ich wünsche monti auch alles gute und dass er bald wieder richtig  hoppeln kann. gute Besserung

auch wir geben nicht auf!!!!!
angel ist ja erst drei jahre alt.


lg
silvia
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« Antworten #10 am: Januar 25, 2012, 09:45:17 »

Wegen der Arthrose solltest du ihm aber noch Schmerzmittel geben da er ja bei der Bewegung Schmerzen hat und sich dann klar nicht viel bewegt sondern eine Schonhaltung einnimmt was dann wiederum zur Verkürzung der Nerven und Sehnen führt.
Evtl. bekommt er es schon aber du hast nichts davon geschrieben, deshalb wollte ich nochmal darauf hinweisen.

Hat man beim Röntgen gesehen ob er immer noch Gries und Schlamm in der Blase hat? Das würde dann auch mit erklären warum er evtl. Schwierigkeiten hat Pipi zu machen wenn da immer noch viel drin ist.
Hier wäre es dann evtl. hilfreich wenn du ihm eine halbe Stunde vorm ausmassieren ein bisschen Infusion unter die Haut spritzt und ihn dann beim ausmassieren mit dem Popo leicht nach unten hängen lässt, dann fällt die Blase in eine bessere Position und lässt sich besser entleeren und vorallem kommt der Schlamm/Gries besser mit raus.

Alles Gute für ihn.

Könnt ihr nicht irgendwo in einem Eck ein kleines Gehege für die zwei bauen?
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Hopplerone
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« Antworten #11 am: Januar 25, 2012, 10:40:55 »

Ja, Monti bekommt Loxikom als Schmerzmittel. Die TÄ gestern hatte zwar nichts erwähnt, aber ich habe das Mittel noch vom Besuch bei meinem eigentlichen TA daheim und habe gestern wieder damit angefangen, weil es mir auch sinnvoll erscheint, bei Athrose damit unterstützend zu arbeiten.

Die Blase war am Röntgen unauffällig und die TÄ meinte, die milchigen Rückstände kämen von der langen Aufenthaltszeit des Urins in der Blase. Milchig war auch gestern nur das letzte Drittel, das ausgestrichen wurde. Heute früh war der Harn aber gleich milchig, aber es war vorher schon Harn im Käfig abgegangen. Ich bin nur ein wenig verunsichert wegen dem Ausstreichen. Ich habe Monti nämlich so, wie Du es beschrieben hast mit hängendem Popo übers Waschbecken gehalten und zunächst mal den Bauch nur sanft in Richtung Penis masiert. Dabei ist gar nichts rausgekommen. Dann habe ich gedrückt und es kam mit Müh und Not ein wenig Harn heraus, aber nicht viel. Fester drücken traute ich mich nicht, weil ich Angst habe, ihn innerlich zu verletzen. Wenn die Blase richtig voll ist, muss ich sie dann deutlich spüren können? Das war in der Früh nämlich nicht der Fall.

Mit dem provisorischen Gehege im Haus wird es leider nichts, da wir auch sechs Katzen haben und fünf davon würden jede sich bietende Gelegenheit nützen, um eine Hasenjagd zu veranstalten. Da sie alle Räume bis auf das Vorzimmer nutzen dürfen und aus Protest pinkeln, wenn wir eine der Türen abschließen, können wir da keine Ausnahme machen. Im Vorzimmer ist nicht genug Platz für ein größeres Gehege, da kann gerade mal der Käfig stehen und in dem ist er auch abgesichert, falls mir doch mal eine der Katzen durch die Beine in diesen Raum entwischt . Wenn Monti Lauftraining bekommt, sperre ich die Katzen vorher in deren Freigehege, dann sind sie beschäftigt und ich habe Zeit und Ruhe für Monti. Das geht aber nicht dauerhaft. Ist leider alles etwas kompliziert bei uns.

Denkt Ihr, dass es Sinn macht, Monti auch Vitamin B zu geben, für die Nervenbahnen?

Danke und liebe Grüße

Hopplerone
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« Antworten #12 am: Januar 25, 2012, 14:30:44 »

Vitamin B Komplex (wichtig dass es verschiedene B Vitamine sind) sind grundsätzlich gut für die Nerven, deshalb glaube ich nicht dass es verkehrt ist. Es gibt da von Ratiopharm gute Kapseln. Einfach Kapsel aufmachen und den Inhalt mit etwas Wasser vermischen und dann auf 2 Tage aufteilen. Wir oral gegeben. Gibt es in jeder Apo.
http://www.mycare.de/online-kaufen/vitamine-b-komplex-ratiopharm-kapseln-4132750

Wegen dem Blase ausmassieren. Ich hab das selbst zum Glück noch nicht machen müssen. Kenne es nur von meiner Freundin die das auch 1-2 wöchentlich bei ihrem Kaninchen gemacht hat. Ich hab da nur mehrmals zugeschaut.
Sie hat das immer im Sitzen gemacht und hatte seinen Popo so auf ihrem Oberschenkel gestützt und ihn im Arm gehalten und mit der anderen Hand ausmassiert.
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Hopplerone
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« Antworten #13 am: Januar 29, 2012, 00:23:05 »

Neues von Monti!

Nachdem die letzten zwei Tage eine deutliche Verbesserung in der Motorik feststellbar war und Monti wieder anfing, das Beinchen zu belasten, fand ich ihn heute Abend beim Heimkommen mit schiefem Kopf.  crying

Ihn jetzt den weiten Weg nach Wien zu transportieren wollte ich nicht, also habe ich in St. Pölten einen Tierarzt mit Wochenend-Notdienst rausgesucht, angerufen und meinen Verdacht auf E.C. geäußert. Zuerst fragte der Arzt, was ich denn damit meinen würde, dann versuchte ich die Krankheit auszusprechen, natürlich falsch, und der TA korrigierte mich und meinte dann nur: "Sezten sie sich ins Auto und kommen sie gleich her!" Und gut war´s. In der Praxis ließ sich der TA die ganze Vorgeschichten akribisch genau schildern, fragte mehrfach nach, dann zog er sich Gummihandschuhe über und teilte uns mit, dass das eine reine Vorsichtsmaßnahme sei, denn es handle sich hierbei um eine Zoonose. Dann warf er einen genauen Blick auf Monti und meinte, er würde meiner Diagnose absolut zustimmen, einen Bluttest hielte er in diesem Zustand für unnötig, dessen Auswertung würde zwei Tage brauchen, da wäre es für Monti zu spät. Wenn wir eine Behandlung wollen, dann müssen wir gleich loslegen, er sage aber gleich, dass er keine Garantie abgeben könne, dass es gut ausgehen würde. Wir müssten mit dem Schlimmsten rechnen.

Monti bekam eine Infusion, Kortison, Antibiotikum (das wir Gott sei Dank eh schon seit Dienstag geben, aber die Dosis wurde nun erhöht) und das Entwurmungsmittel. Das Ratiopharm-Präparat sollen wir auch unbedingt weitergeben, allerdings meinte der TA, eine MS pro Tag würde reichen.
Aber leider war es damit nicht zu Ende. Er fragte gleich mal, ob wir andere Tiere hätten, die mit den Hasen im Kontakt stehen. Leider sind das 8 weitere Tiere und alle brauchen nun Behandlung. Da ich vorher schon gelesen habe, dass Menschen mit Immunschwäche ebenfalls gefährdet sind, habe ich kurz angeschnitten, dass sowohl mein Mann als auch ich an einer Autoimmunerkrankung leiden, der TA wurde bleich und fragte: "Ohne Sch...ß jetzt?" Fazit: Auch wir müssen nächste Woche zum Arzt traben und uns ein bestimmtes Entwurmungsmittel verschreiben lassen.  eek

Aber am meisten ärgert mich an der Sache, dass ich bereits am Dienstag Druck wegen E.C. gemacht habe, schon beim zweiten TA, und wieder wurde es als nicht relevant abgetan!  wallbashhb Zuerst war´s ein Verdauungsproblem, danach die Rekonvaleszenphase, schließlich ein rein orthopädisches Problem! Ich könnte heulen! Sieht man mal davon ab, dass wir bereits 200 Euro für die Behandlungen abgelegt haben, war es eine unnötige Quälerei für das Tier ohne jeglichen Nutzen und nun ist es womöglich zu spät!

Traurige Grüße

Hopplerone
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nini01
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« Antworten #14 am: Januar 29, 2012, 02:06:41 »

Oh je! Das hört sich ja gar nicht gut an! tut mir sehr leid für dich! na zum Glück hast du das Vitamin B unt AB schon vorher gegeben. eine schlelle Behandlung ist bei EC das aller wichtigste.
Ich kann dir nur sagen: Gib auf keinen Fall zu früh auf.
Aino hatte auch vor einem halben Jahr einen sehr schweren EC Ausbruch. Angefangen hat es bei ihr mit Kopfwippen und Augenrollen. Ich hab sie gleich zum TA geschleift und sie wurde sofort behandelt.
Zunächst wurde es nur schlimmer als besser. Am dritten Tag konnte sie kaum noch laufen, ist nur mehr gewankt und der Kopf war komplett schief, die Augen ganz weiß und ständig in Bewegung.
Ich hatte das Gefühl dass ich sie nur mehr quäle, vor allem weil sie kaum noch gefressen hat und beim Päppeln immer wieder alles ausgespuckt hat.
Nach 2 Wochen Behandlung und unzähligen Nerven ging es ihr aber zunehmend besser und heute hüpft sie munter durch die Gegend und freut sich ihres Lebens was sie mitunter den Leuten hier im Forum verdankt, die mich immer wieder ermutigt haben nicht zu schnell aufzugeben.  knuddel4g
Aino hat überhaupt keine Schäden zurückbehlaten, auch der schiefe Kopf ist wieder komplett gerade geworden.
wie gesagt, Kaninchen können EC überleben und auch wenn es sehr schlimm aussieht ist es nicht hoffnungslos.
Auch mein TA hat mir damals gesagt dass ich mit dem schlimmsten rechnen sollte aber das heißt noch lange nicht dass dein Monti jetzt sterben muss.
Die Behandlung ist schonmal die richtige, das alles hatten wir auch.
wichtig ist noch dass Monti jetzt viel ruhe hat und nicht zu sehr gestresst wird.
Auch wäre es gut wenn er einen dunklen Rückzugsort hätte. Du musst bedenken dass er praktisch keinen Orientierungssinn mehr hat, er weiß nicht mehr wo oben und unten ist und ihm ist ganz schwindelig.
Ich drück euch ganz fest die Daumen und hoffe dass ihr das durchsteht und es Monti bald besser geht!
 daumendrück gute Besserung kopfhoch
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