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Autor Thema: Hase mit lahmen Hinterläufen  (Gelesen 1141 mal)
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Hopplerone
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« Antworten #30 am: Februar 01, 2012, 12:30:06 »

Kleiner Zwischenbericht von Monti:

Als ich abends heimkam, hatte Monti nach wie vor seine Gurke, seine Salatblätter und die Karotten nicht angerührt. Wenn ich mich ihm näherte, fiel er auf den Rücken und blieb reglos liegen. Wir fuhren mit ihm in die Praxis meines TA, um ihm eine lange Autofahrt zu ersparen. Nun geschahen einige Dinge, die mich innerlich sehr geärgert haben. Er warf einen Blick auf Monti, ließ sich die Ereignisse der letzten 14 Tage schildern, machte in meinen Augen ein saures Gesicht, weil wir zwei andere TÄ zu Rate gezogen hatten, und fragte uns dann, was wir mit Monti nun machen wollen. Ob er ihn einschläfern solle, denn der Hase sei so, wie er da vor ihm läge, einfach nur arm. Und weil er schon seit Samstag Therapie bekäme, würde er bezweifeln, dass er überhaupt noch darauf anspräche. Ich musste sehr an mich halten, um ihm nicht über den Mund zu fahren, denn vor drei Wochen hatte er den gleichen Hasen als auf dem Weg der Besserung befindlich nach Hause geschickt, obwohl  ich ausführlich geschildert hatte, wie der Hase daheim immer wieder wegkippen würde. Aber gut, das ignorierte ich erst einmal und bat ihn, mir zu sagen, inwiefern Monti im Augenblick von Nieren- oder Darmversagen bedroht sei, denn mir mache momentan am meisten Sorgen, dass er nichts isst und trinkt. Der Darm war aber überraschend normal gefüllt, die Blase ebenso, der Urin klar. Also konnte ich diese Gefahr mal ausschließen und scheinbar hatte er doch mehr gegessen, als ich gesehen hatte. Dann gab der TA unumwunden zu, dass wir uns in einer Situation befinden, wo keiner sagen könne, was das Beste für den Hasen sei. Weiter zu machen wäre kostspielig und ohne Garantie auf Erfolg, Einschläfern wäre ebenfalls eine Option, aber mit der Ungewissheit darüber, ob er es nicht hätte doch schaffen können. Es läge an uns, zu entscheiden, er hielte beides für möglich, wenn wir uns aber fürs Weitermachen entscheiden, würde er uns zu einer Fristsetzung raten, seiner Meinung nach zu drei Tagen, denn wenn bis dahin die Auswirkungen der Gehirnhautentzündung nicht deutlich abgeklungen wären (und damit meinte er die Anfälle, die Monti auf den Rücken werfen und die nicht mehr vorhandene eigenständige Nahrungsaufnahme), dann wäre Weitermachen in seinen Augen nur noch sinnlose Quälerei.
Leider ist mein Mann da einer Meinung mit ihm, denn ihm geht der Anblick von Monti echt an die Nieren und er hat nur mir zuliebe die letzten Wochen alles mitgemacht.
Auf jeden Fall habe ich dann auf Weiterführung der Therapie bestanden. Die Meinung des TA war, dass die bisherige Therapie nicht ausreichend war, da Monti nur ein einziges Mal Kortison bekommen habe. Das Wurmmittel (Canifelmin Plus) wollte er auch gleich absetzen, weil es seiner Meinung nach nicht bei E.C. wirken würde, er hat dann aber doch noch nachgelesen und gesehen, dass der Kollege nicht falsch lag, dass es ein Breitbandmedikament ist, das auch den Wirkstoff von Panacur beinhalten würde. Monti bekam dann eine Infusion, einen Vitamincocktail und Kortison, diese Behandlung werden wir heute und morgen in jedem Fall noch einmal wiederholen. Antibiotikum und Canifelmin bekommt er weiterhin von mir verabreicht.
Als wir dann mit ihm heimkamen und ich ihn vorsichtig wieder in seinen Käfig setzte, wo ich zuvor jede Menge frische Kräuter reingelegt hatte (Basilikum, Dille, Petersilie, Schnittlauch, dazu Vogerlsalat und Ruccola), fiel er erst einmal wieder vor Panik auf den Rücken und blieb wie tot liegen. Ich griff zu einem Dillstängel, hielt ihm diesen unter die Nase und plötzlich schnappte er danach und zog ihn wie eine Spaghetti ins Mäulchen! Ein zweiter folgte und ein dritter. Dann wälzte er sich wieder auf die Beine, ich legte ihm die anderen Kräuter in Nasennähe und er mümmelte gleich mal einen Vogerlsalat. Gerade in dem Moment kam wieder mein Mann vorbei, machte Lärm, der Hase fiel vor Schreck wieder um und so konnte er nur diesen Anblick sehen und nicht den fressenden Hasen, und sein Kommentar ging etwa in die Richtung, dass es furchtbar von uns sei, den Hasen so leiden zu lassen. Ich war so fertig, dass ich den Hasenkäfig abdeckte, Katzenklos saubermachen ging und die ganze Zeit dabei nur noch heulte. Um 23.00 Uhr kam ich noch mal nachschauen und war total erstaunt, dass bis auf den Schnittlauch alles Grünfutter weg war! Ich habe ihm sofort noch mal die gleiche Portion nachgelegt und am Morgen war auch die weg. Da mein Mann das aber nicht gesehen hat, scheint er es nicht so recht zu glauben. Auch nach der Medikamentengabe in der Früh und dem Abklingen der üblichen Panik hat er dann wieder Vogerlsalat gefressen. Also sehe ich für meinen Teil doch schon eine kleine Verbesserung. Wenn Monti Ruhe hat, kippt er auch nicht so oft um, es sei denn, er bewegt sich zu rasch.
Vorm Beginn der Arbeit habe ich dann noch schnell das Kräuterregal bei meinem Spar leergekauft, damit ich genügend Nachschub für ihn habe, wenn ich heimkomme.
Jetzt hoffe ich so sehr, dass die Verbesserung anhält und auch sichtbar für die anderen wird, denn momentan habe ich das Gefühl, daheim völlig allein auf weiter Ebene mit meiner Zuversicht zu stehen, dass Monti es schaffen kann.

Ach ja, noch etwas, was zu unserer Verunsicherung beiträgt. Der TA von gestern fand es sehr befremdlich, dass unsere Katzen und wir selbst mitzubehandeln seien. Ihm sei kein Fall bekannt, dass ein Mensch an E.C. erkrankt sei, Katzen ebenfalls nicht und bei Meeris hätte er auch seine Zweifel.
Nun gut, die Tiere waren bis dahin ja bereits mit Wurmmittel versorgt worden, wir gaben ihnen die letzte Portion gestern trotzdem noch, denn im Internet findet man  ja völlig andere Darstellungen.

In einem Meeriforum habe ich gelesen, dass ca. 40 % aller Meeris E.C. in sich tragen und im Nachhinein gesehen muss ich sagen, dass wir letzten Juni ein Meeri haben einschläfern lassen, das nach einer längeren Behandlung einer Verletzung letztendlich an haargenau den gleichen Symptomen erkrankt war, Schiefhals, gelähmte Hinterläufe, dicke Blase und Anfälle, die sie auf den Rücken warfen. Damals hieß es Schlaganfall mit Hirnschaden und da das Meerli schon über fünf Jahre alt war, haben wir es dann erlöst. Nun bin ich mir sicher, dass bei ihr damals auch E.C. ausgebrochen ist.  Denn da hatten wir die Hasen schon mehr als ein halbes Jahr bei uns und die Ansteckungsgefahr war damit gegeben.
Was und wem soll man nun also glauben? Ich komme immer mehr darauf, dass ich nur noch auf mein Bauchgefühl hören werde.
Liebe Grüße

Hopplerone
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Pimbolina
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« Antworten #31 am: Februar 01, 2012, 14:16:15 »

Vorneweg -soweit ich weiß solltest du keinen Schnittlauch füttern da der zu den Zwiebelgewächsen gehört. Vereinzelt und in kleinen Mengen kann es sein dass er evtl. vertragen wird aber muss nicht sein im Moment.

Du solltest Monti evtl. auch noch ganz ruhig und abgedunkelt stellen. Es ist ja eine Erkrankung der Nerven und jedes Geräusch, Licht, Bilder beansprucht die Nerven und führt dann zum kippen. Also wenn du die Möglichkeit hast dann in einen abgedunkelten Raum stellen.
Das er so schön frisst finde ich schon auch als gutes Zeichen.
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Hopplerone
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« Antworten #32 am: Februar 01, 2012, 15:19:48 »

Hallo Pimbolina!

Wieder etwas dazugelernt!  danke Ich habe mir eine Liste mit Kräutern ausgedruckt, die Hase angeblich fressen darf, da war Schnittlauch dabei. Aber Monti scheint klüger zu sein als ich, denn er hat ihn eh nicht angerührt und liegen gelassen. Ganz dunkel geht leider nicht, aber ich habe eine Decke über dem Käfig geworfen, die schön abdunkelt und nur bei den Lüftungsschlitzen kommt etwas Licht rein.

Liebe Grüße

Hopplerone
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Jaz
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« Antworten #33 am: Februar 01, 2012, 21:12:56 »

Theoretisch können sie den glaub schon fressen aber der ist denen schlichtweg zu scharf. Ist mit den meisten Sachen so, die sie nicht essen sollten, das es da auch eine sehr lechte Akzeptanz gibt.
Die wissen wirklich meist selbst was ihnen nicht gut tut.

Ich finde es klasse das er anscheinend schon wieder so viel futtert. Ich sehe das auch als ein sehr positives Zeichen.
Wenn du da dran bleibst und er weiter so gut mit macht, will ich mal behaupten das er wirklich eine Chance haben kann.

Ich wünsche dir und vor allem deinem Mann ganz viel Kraft um weiter zu kämpfen.
Ihr gebt das Medikament noch nicht so lange und ihr durchlauft klassische Phasen. Erst wurde es schlecht nun ist es besser...das schildern auch alle die es geschafft haben. Haltet dran fest, versucht es, ich seh da wirklich eine Chance.
Die Medikamente muss man mindestens 1 Monat geben, was sind da drei Tage?
Niemand auch kein Tierarzt kann dir versprechen das er es schafft aber die Chance besteht und ist größer geworden seit er wieder frisst. Noch immer kann er dran sterben, da wollen wir uns mal nichts vor machen aber ihr seit wirklich an einem Punkt an dem es sich lohnt weiter zu machen.

Daran würde ich im Moment auch fest halten, egal was der Tierarzt oder dein Mann sagt. Du siehst diese Verbesserung und nur das zählt. Wenn die anderen das nicht sehen oder glauben wollen, ist das ihre Sachen aber du siehst es und weisst das es ein positives Zeichen ist.
Zumal Futteraufnahme bei einem so kranken Tier definitiv zeigt, das dieses Tier kämpfen will. Den Willen des Tieres sollte man bei so einer Entscheidung auch nicht vernachlässigen.
Wäre ich Monty ich würde bis zur letzten Minute kämpfen egal wie schlimm es ist. Manche Menschen kämpfen Jahre gegen Krebs, geben nie auf und machen oft noch viel schlimmeres durch.
Für uns Außenstehende sieht das schrecklich aus aber was würden wir in so einer Situation wollen? Sterben? Aufgeben? Seien wir ehrlich, wir würden alle unser letztes Hemd geben und unsere Seele verkaufen wenn wir irgendwie wieder gesund werden und dem Tode entrinnen können. Ich glaube da geht es unseren Tieren oft nicht anders auch wenn es uns immer schwer fällt sie leiden zu sehen.
Ein sich aufgebendes Tier würde auf jeden Fall anders reagieren, sich total hängen lassen und vor allem nicht essen.
Ich hab sogar mal ein Kaninchen 2 Wochen komplett zwangsernährt. Dem Tier gings auch richtig schlecht aber es hat ihr noch 1 Jahr geschenkt und genau dieses Jahr wöllte ich und auch sie sicher nicht missen.

Nimm dir viel Zeit für ihn. Fütter ihn per Hand, so wie du es mit dem Dill gemacht hast. Setzt dich vielleicht einfach still neben ihn hin, sei einfach für ihn da. Streichel ihn vielleicht sanft wenn es ihm gefällt. Wenn du weist das er irgendwas mag und du ihm diesen Wunsch in der momentenen Situation erfüllen kannst, dann tu es. Alles was ihn mit Freude erfüllt, alles was ihm ein "Lächeln" auf die Lippen zaubern könnte all das kann jetzt zusätzlich hilfreich sein. Er wird deine Fürsorge spüren und zu schätzen wissen. Es wird ihm Mut machen, so wie es auch uns Menschen Mut macht.

Das mag sich jetzt alles sehr vermenschlicht anhören aber meine Kaninchen kümmern sich auch total liebevoll umeinander wenn es einem schlecht geht. Geht es dem einen schlecht ist auch der andere geknickt. Wieviel Freude finden sie da manchmal an ein paar Kräutern oder anderen gesunden Leckereien, die man vielleicht nur aus finanziellen Gründen nicht so oft kauft.
Hatte hier schon eine kranke Kaninchendame, die wärend ihrer Krankheit das Kuscheln mit mir als etwas schönes entdeckt hat.
Ich war in ihren schechtesten Tagen für sie da und unsere Bindung hat sich seit her wahnsinnig verändert.
So viel anders als wir sind sie innerlich oft gar nicht. Ihnen beim Kämpfen zu helfen wird ihnen also hoffentlich den Mut geben den sie brauchen um weiter durch zu halten und weiter zu kämpfen.

Was E.C. angeht. Gesunden Menschen macht das glaub nichts, das ist eher bei Leuten mit angeschlagenem Immunsystem ein Problem. Vorsichthalber zum Arzt zu gehen ist aber sicher kein Fehler.
http://www.wackelnasen.net/seite/krankheiten/%C3%BCbersicht-kaninchen/E.C.
Da steht das Ratten, Mäuse, Hamster, Schafe, Schweine, Pferde, Katzen, Hunde etc. sich auch anstecken können.
Würde sagen das schließ Meerscheinchen definitiv nicht aus zumal ich beim goggeln gerade auch Geschichten über erkrankte Meerscheinchen gelesen habe, die definitiv nach E.C. klingen.
http://www.silvias-meerschweinchen.de/html/krankheitsbericht.html

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Hopplerone
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« Antworten #34 am: Februar 02, 2012, 08:59:04 »

Hallo Jaz!

Vielen Dank für Deine aufbauenden Worte, sie tun gut!

Momentan sind wir in einer Phase, wo ich gar nicht sagen kann, wie es mit Monti weitergeht. Gestern waren wir wieder für die Kortisonspritze beim TA,  er meinte auch, dass er Anzeichen von Besserung sieht. Nur die Pemmerln machten ihm Sorgen, weil sie zu klein und zu trocken waren, für ihn ein Zeichen, dass der Hase momentan kein Heu zu sich nimmt und ihm die Fülle fehlt. Da Monti sehr viel Heu im Käfig hat, kann ich schwer sagen, ob er es frisst oder nicht. Die Blase war wieder ordentlich voll. Ich habe ihn dann hinterher gebadet, die restlichen Medikamente gegeben, ihn reichlich Futter in den Käfig gegeben und ihn bis zum Schlafen gehen einfach in Ruhe gelassen. Als ich dann nachsah, war das Futter kaum angerührt und Monti lag auf der Seite, den Kopf flach am Boden, in Embryonalhaltung, aber sehr entspannt. Ich dachte schon, er wäre tot, aber er hatte die Augen offen, sah mich an, schreckte aber nicht hoch oder reagierte sonstwie panisch. Eigentlich hatte ich da das Gefühl, dass er am nächsten Morgen nicht mehr da sein würde, aber nein, am Morgen lag er zwar noch immer so im Käfig, aber das Grünfutter war weg. Beim Morgenbad und bei der Gabe der Medikamente zeigte er sich wieder recht wehrhaft, strampelte auch mit den Hinterläufen (also ganz gelähmt sind sie nicht, Bewegung ist möglich). Als ich ihn fönte, rappelte er sich sogar hoch, um in eine Ecke auszuweichen, wo er dann in normaler Sitzhaltung sitzen blieb. Da der Raum, wo er bisher stand, durch den Temperaturabfall nicht mehr so warm ist, habe ich den Käfig nun ins Badezimmer gestellt, da gibt es Fußbodenheizung und er hat es kuschelig warm. Vielleicht tut ihm das auch gut. Tagsüber ist der Käfig dort nicht im Weg, ich werde das also vorerst so belassen.
Nur wie gesagt, ich weiß jetzt nicht, was ich davon halten soll. Entspannt sich Monti auf diese Art? Weicht er so den Umfallattacken aus? Ist es ein Zeichen von Besserung? Oder tritt nun die Entkräftung ein? Hat jemand von Euch das bei seinem Hasen auch erlebt? Wenn die Pemmerln bis heute Abend nicht reichlicher und besser geworden sind, werde ich ihm Päppelfutter geben, damit der Darm wieder etwas zu Arbeiten hat.

Was ich Euch noch fragen wollte ist, welche Erfahrungen Ihr bei der Mitbehandlung von weiteren Kaninchen habt. Unser erster TA meinte, wir sollen Merlin ebenfalls 30 Tage lang Wurmmittel geben, der zweite TA dagegen meinte, drei Tage würden reichen. Wie war das bei Euch?

Liebe Grüße

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« Antworten #35 am: Februar 02, 2012, 11:40:14 »

Da Panacur nicht schädlich ist, würde ich die anderen Kaninchen auch 30 Tage lang damit behandeln. Die Gefahr das sie sich anstecken und du es erst erkennst wenn es so schlimm wie bei Monti ist, ist einfach zu groß, das ich da kein Risiko eingehen würde. Hab hier auch noch nie was anderen gelesen sondern immer das auch alle Partnertiere komplett mit behandelt werden.
Hast du dran gedacht die Umgebung entsprechend regelmässig zu reinigen? Das ist ja auch super wichtig.

Was Monti angeht. Die Krankheit ist für das Tier anstrengend und wenn er sich selbst Ruhe gönnt ist das kein Fehler. Er wird eventuell selbst merken das ihm Ruhe gut tut und so Aktionen wie das Waschen das natürlich irgendwo notwendig ist, sind purer Stress, da versteh ich das er danach fertig ist und sich den Rest vom Tag viel Ruhe gönnt. Er braucht all seine Kraft um die Krankheit zu besiegen. Würde nie einzelne Momente beurteilen sondern immer versuchen mehrere Tage zu betrachten. Beobachte ihn gut, wenn du plötzlich das Gefühl hast, das es wieder steil bergab geht, kannst du natürlich reagieren und ihn erlösen aber das sollte immer gut überlegt sein.

Hab eine Freundin die ein E.C. Kaninchen hatte, da kam das Ende relativ plötzlich und von alleine obwohl sie schon ewig behandelten und es eigentlich immer noch Hoffnung gab. Bei E.C. ist es einfach sehr schwer zu sagen wann der richtige Moment zum gehen lassen gekommen ist und bis wann man noch weiter kämpfen sollte. Beginn der Behandlung spielt da eine sehr wichtige Rolle oft ist schon längst entschieden wie es ausgeht, weil die Behandlung zu spät begonnen wurde, aber das ist für uns Menschen eben nicht ersichtlich.

Deshalb auch immer wichtig, sofort gegen E.C. zu behandeln wenn nur ansatzweise ein Verdacht da ist, weil jeder Tag zählt.
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Hopplerone
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« Antworten #36 am: Februar 02, 2012, 13:06:41 »

Ja, wir säubern jeden Tag und am Samstag ist geplant, den Stall mit dem Dampfreiniger noch mal gründlich zu bearbeiten. Monti selbst liegt zur Zeit nur auf Einmaleinlagen, die wir mehrmals täglich austauschen, weil sie besser saugen und er nicht gar so im Nassen liegt.

Dann werden wir Merlin vorsichtshalber auch weiter behandeln. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher, bevor ich den Albtraum noch mal erleben muss.

Gut ist, dass Monti beim Liegen sehr entspannt wirkt, also nicht verkrampft. Ich hoffe wirklich, dass es ein Zeichen dafür ist, dass er neue Kraft schöpft. Trotzdem habe ich immer Angst vorm Heimkommen, weil ich nie weiß, was mich erwartet.

Aber er ist so ein tapferer Kämpfer, der immer noch aufmerksam ist und nicht dahindämmert. Das gibt mir persönlich die Kraft, weiterzumachen, auch wenn mir andere immer das Gegenteil einreden wollen.

Liebe Grüße

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« Antworten #37 am: Februar 02, 2012, 14:37:40 »

Hopplerone, lass' dir weiterhin nichts von anderen einreden.
Es scheint, als würdest du dich die meiste Zeit um Monti kümmern, somit hast DU den besten Einblick und kannst das alles viel besser einschätzen, als wenn jemand dein Kaninchen kurzzeitig auf der Seite liegen sieht und sich denkt: "Mei, der Arme..."!
Ich würde an deiner Stelle alles versuchen, denn die Hoffnung besteht immerhin, dass er E.C. überlebt, auch wenn so mancher Blick auf ihn was anderes bewirken mag.
So wie du sagst, er ist ein Kämpfer, dann soll er diese Möglichkeit zum Weiterkämpfen bekommen.

Alles Gute und ich drücke fest die Daumen, dass euer Kampf belohnt wird!!
Liebe Grüße,
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« Antworten #38 am: Februar 03, 2012, 10:38:23 »

Ein weiterer Tag geschafft!
Gestern waren wir zum dritten Mal beim TA um die Kortisonspritze. Diesmal war die Ärztin der Gemeinschaftspraxis da, die ich wegen ihrer ruhigen Art, ihrem Umgang mit den Tieren und vor allem wegen ihrer genauen Erklärungen sehr schätze. Auch sie sprach gestern davon, dass wir uns ein zeitliches Limit setzen sollten und dass Monti noch Meilen entfernt davon sei, wieder halbwegs normal leben zu können (gut, das war mir klar, ist ja auch nicht zu übersehen). Auch am Zucken seiner Augen sei zu erkennen, dass die neurologischen Störungen noch sehr stark seien. Aber auf jeden Fall war sie der Meinung, dass es sich für Monti lohnen könnte, das Wochenende noch abzuwarten, einfach auch, weil er von alleine frisst und somit zumindest hier den Willen zeigt, weiterzumachen.

Daheim rollte er sich dann wieder ein und blieb lange Zeit so liegen. Diesmal sah er sich den frischen Spinat und die Kräuter nur kurz an, fraß wenig und lag dann entspannt auf der Seite. Um 22.00 Uhr sah ich wieder nach ihm. Er hatte wieder einen kleinen Haufen sehr kleiner, trockener Pemmerln abgesetzt und das gefiel mir gar nicht mehr. Schweren Herzens rührte ich den Päppelbrei an, eingestellt auf einen stressigen Nahkampf, um ihm das Zeugs einzuflößen. Doch dann das kleine Wunder! Ich hielt ihm die Spritze erst einmal nur vor das Näschen und plötzlich ging das Mäulchen brav auf und er leckte gierig den Brei auf. Da die Spritze das pappige Zeug nicht wirklich aufziehen konnte, nahm ich dann den Finger und auch das funktionierte super, Monti leckte immer brav alles ab. Als die Schale leer war, fiel mir ein, dass ich noch ein Gläschen Karottenbrei im Schrank hatte, ich holte es und bot ihm den Brei mit der Spritze an. Und diesmal ging erst richtig die Post ab! Ein halbes Glas war im Nu verputzt!  hurra1 Hinterher sah er allerdings aus wie Sau und ich musste ihn waschen, damit ihm Karottenbrei und Heumus nicht das Fell verpickten.
Heute Früh gab es dann erst einmal ein Bad, dabei gingen dann einige harte Pemmerln ab, danach aber ein paar große, weich geformte! Ich wickelte ihn ins Handtuch und er blieb wieder ruhig auf der Seite liegen, während ich ihn erneut fütterte. Nur stellte sich dabei klar heraus, dass er Karottenbrei den Vorzug gibt, also zog ich in der Spritze zuerst eine Hälfte Heubrei und dann eine Hälfte Karottenbrei auf, damit konnte ich ihn gut überlisten. Auch die Medikamentengabe ist dadurch nun einfacher geworden, denn während er Karottenbrei zutzelt, träufle ich ihm zeitgleich die Medis ins Mäulchen und er schleckt sie brav mit.
 
Auf jeden Fall werde ich mich jetzt noch mit Päppelfutter eindecken, ebenso mit Karottenbrei und nicht nur den Hasen weiter nähren, sondern auch meine Hoffnung, dass er gesund wird und dem Tod einen Haken schlägt.

Liebe Grüße

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« Antworten #39 am: Februar 03, 2012, 10:59:13 »

Auf den Karottenbrei steht mein Paul auch wie verrückt. Mach mir das auch immer zu Nutze wenn wenig gefuttert wird. Pauli ist ja ein Zahnkaninchen und direkt vor oder nach Zahn OP´s tut er sich immer schwer mit dem Essen. So nimmt er nebenbei auch noch genügend Flüssigkeit auf.

Find ich so klasse das er das so fleissig futtert.
Was übrigens den Kot angeht, das dauert 3-5 Tage bis die Nahrung den Darm durch laufen hat. Also völlig normal das ein normal fressendes Kaninchen das vor ein paar Tagen noch schlecht gefressen hat noch kleine Köttel hat.
Trotzdem gut das mit dem Päppelbrei zu machen, denn alles was er bis zum Umfallen frisst stärkt ihm und gibt ihm jetzt die nötige Kraft die er zum Kämpfen braucht. Guten Hunger hat der Patient und das ist immer ein gutes Zeichen.

Drück hier weiter feste die Daumen für den tapferen Monti!
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« Antworten #40 am: Februar 03, 2012, 11:09:35 »

Du kannst den Karottenbrei auch unter den normalen Päppelbrei mischen, vielleicht mag er das auch. Wäre halt gut wegen der Rohfaser.

Ich häng dir mal was an wie du selbst gut eine Spritze zum füttern basteln kannst da es da meiner Meinung nach oft Probleme gibt dass sich das verstopft.
Bauanleitung ;o)
Die Spitze der Spritze wird abgeschnitten/gekürzt. Der Schieber wird mit einer schmalen Schicht Heftpflaster umwickelt damit dieser nicht zu weit durch die abgeschnittene Spitze hindurchrutscht und dies im Kaninchenmaul zu Verletzungen führen könnte. Zudem kann der untere Schieberteil, der sonst in die Spritzenspitze ragte, gekürzt werden. Alle abgeschnittenen Enden werden mit einer Feile glatt gefeilt, um scharfe Kanten zu beseitigen. So kann man den Brei gut von vorne aufziehen und direkt ins Mäulchen eingeben ohne dass etwas verstopft.

Oder du nimmst einfach eine leere Fibreplex Spritze. Die Teile gereinigt sind super zum päppeln.

Bekommt er eigentlich einen Vitamin B-Komplex? Das wäre eigentlich mit am wichtigsten von den Medis her da der Vitamin B-Komplex für die Nerven ist.
Du hast es Anfangs mal geschrieben dass es bei der Infusion mit gegeben wurde aber jetzt hab ich nichts mehr davon gelesen.
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« Antworten #41 am: Februar 03, 2012, 11:56:53 »

ich rühre den Päppelbrei statt mit wasser mit Karottengläschen an und geb ein bischen Fencheltee dazu
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« Antworten #42 am: Februar 03, 2012, 13:03:24 »

Der Tierarzt hat mir die Spritze für den Päppelbrei bereits zurecht geschnitten. Nur trocknet der Brei so rasch ein und dann wird es schwieriger, ihn aufzuziehen, trotz der größeren Öffnung. Ich habe mir aber heute Früh zusätzlich ein Glas Wasser bereitgestellt, wo ich nachfüllen kann, wenn der Brei zu hart wird. Beide Breisorten zu mischen könnte ich auch ausprobieren, vielleicht nimmt er ihn so wirklich lieber.

Ich selbst habe ihn bereits letzte Woche den Vitamin B-Komplex von Ratiopharm aus der Apotheke geholt, den ich selbst täglich zur Medizin dazugebe, und seit Dienstag bekommt er täglich noch hochdosierte B-Vitamine zusammen mit dem Kortison gespritzt. Ich denke, dass ich ihm heute wieder eine Infussion geben lasse, weil der Harn heute leider wieder milchig war, einfach  zum Durchspülen.

Ich habe vorhin im Internet einen Bericht über das Medikament Daraprim gelesen, eigentlich ein Medikament für Katzen bei Toxoplasmose. Aber es soll eine Studie geben, dass es bei als hoffnungslos abgeschriebenen Kaninchen schon Wunder gewirkt haben soll. Kennt Ihr da Erfahrungsberichte?

Weiters habe ich noch folgende Homöopathieempfehlungen gelesen: NeyTroph Tropfen für die Nerven,Echinacea compositum plus Lachesis compositum plus Engystol (alles Heel-Produkte) zur Stärkung des Immunsystems und bei ZNS Symptomen Cerebrum compositum (Heel), evtl. in Kombination mit Vertigoheel (Heel).

Ich werde das auf jeden Fall heute mit dem TA oder der TÄ besprechen und mir ihre Meinung dazu einholen.

Liebe Grüße und Danke fürs Daumendrücken

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« Antworten #43 am: Februar 03, 2012, 19:09:49 »

Mit Echinacea solltest im Krankheitsfall immer vorsichtig sein.
Das meiste pflanzliche das unser Immunsystem stärkt, tut dies weil es unser Immunsystem durch etwas zum kämpfen anregt. Bei Echinacea ist das z.B. so. Heisst der Körper würde neben E.C. auch noch anfangen einen bestimmten Stoff aus der Pflanze zu bekämpfen den er als Feind sieht. Das wäre momentan mehr als schlecht, weil einen Zweifrontenkrieg gewinnt man selten.

Sowas kann man z.B. in der Winterzeit nehmen solange man noch gesund ist, damit man erst gar nicht krank wird. Ist man krank sollte man auf sowas unbedingt verzichten.

Sprech deinen Tierarzt also gezielt auf Sachen an die nicht wie Echinacea wirken sondern den Körper nur unterstützen und ihn auf keinen Fall fordern, sonst geht das nach hinten los.


Wegen dem Brei, ich rühr den meist an und lass ihn 1-2 Minuten stehen. Dann ist er meist schon deutlich fester. Ich rühr dann nochmal bisschen Wasser drunter und warte nochmal 1 Minute(ganz grob).
Dann sieht das Ergebniss meistens schon recht gut aus und wenn nicht kann ich direkt nochmal bisschen Wasser drunter rühren.
Das braucht einfach bisschen Zeit bis das ganze aufgequollen ist, deshalb wird das mit der Zeit nochmal fest. Das hört aber irgendwann auf wenn alles schön aufgequollen ist.

Infusion ist immer gut bei kranken Tieren, das kannste ruhigt immer mit machen lassen.
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« Antworten #44 am: Februar 04, 2012, 11:50:17 »

Hallo!

Erst einmal das Wichtigste vorweg: ich habe einen Aufschub der Deadline erreicht, jetzt am Wochenende habe ich genug Zeit und Ruhe, Monti mit kleinen Futtermengen über den ganzen Tag verteilt zu päppeln und auch darauf zu achten, dass er ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Gestern meinte der TA, dass unsere momentan größte Sorge sein Fressverhalten ist, denn der Darm war nicht ausreichend gefüllt, dafür hat er aber dann nach dem Heimkommen die Hälfte einer großen Tasse Endiviensalat gefressen. Richtig verärgert war ich, weil mir der TA gestern dann eine Augensalbe verschrieb. Ich hatte ihn schon am Dienstag um eine Salbe gebeten, aber da hatte er noch gemeint, dass es nicht nötig sei, solange der Hase die Augen schließen könne und die Veränderungen am Auge würden von innen entstehen, wo die Salbe nicht ranreicht. Aber nun ist sein linkes Auge zugeschwollen, weil er ständig drauf liegt und die Haare daran scheuern. Wieder etwas, was meiner Meinung nach absolut unnötig gewesen wäre, hätte der TA auf meinen Wunsch reagiert. Ich frage mich wirklich langsam, was das soll! Ich bin eh bereit, alles an Medizin zu bezahlen, die Monti helfen könnte, warum kann man dann nicht vorbeugend etwas tun? Muss immer erst das Schlimmste eintreten?
In der Nacht um 3.00 Uhr bin ich munter geworden und habe nach Monti gesehen. Wir haben ihn im Augenblick in seiner Transportbox einquartiert, weil wir ihn dort besser stützen können, da er sich immer nur auf eine Seite legen will und schon Druckstellen bekommt. Er hatte einen großen Haufen klebrigen Kot abgesetzt und auch wieder reichlich gepinkelt (der TA meinte übrigens, dass er die Blase wieder kontrollieren könne, wenn das stimmt, wäre das zumindest eine kleine Verbesserung). Ich habe ihm dann ein großes Gurkenstück angeboten und er hat es aufgefressen. Zwei weitere, die ich ihm vor seine Nase legte, waren jeweils zur Hälfte weggefressen, als ich heute Früh wieder nachschauen kam.
Dafür war es am Morgen schwierig, ihm Futter zu geben. Das Grünzeug ließ er liegen (Endivie war aus, Ruccola schmeckte ihm wohl nicht mehr), Gurke ebenso und den Brei konnte ich erst mit viel Motivation in ihn reinbringen, und auch nicht die Menge, die ich für gut gehalten hätte. Aber gut, der Tag ist noch lang und wir werden zwischendurch immer wieder mal einen Versuch starten. Mein Ziel ist ein Packerl pro Tag plus Grünfutter, dann sind wir laut TA auf der sicheren Seite. Gut war aber, dass er reichlich Wasser trinken wollte und auch die Medizin brav geschluckt hat. Kortison habe ich mir jetzt in Tablettenform mitgeben lassen, damit wir ihn nicht heute wieder in die Praxis schleppen müssen. Wir versuchen nun gut mit ihm über das Wochenende zu kommen.
Mein TA hat zwar den Kopf geschüttelt, weil er meinte, dass Monti im Augenblick ein Pflegefall wäre und ob ich mir das wirklich antun wolle, aber für mich ist Monti bereits seit Weihnachten ein Pflegling und da kommt es auf ein paar Wochen mehr auch nicht mehr an, Hauptsache der Hase hoppelt spätestens im Sommer wieder fröhlich durch die Wiese. Dann hat sich die Mühe in jedem Fall gelohnt.
Mein TA will sich wegen Daraprim informieren und ob es erschwinglich ist, falls er einen Sinn darin erkennen kann. Wegen den Heel-Produkten habe ich die Beipackzetteln gegoogelt und bin wieder davon abgekommen, weil zwei davon subkutan verabreicht werden müssen, und alle die Symptome, so wie Du schreibst, Jaz, auch erst einmal verschlechtern können. Diesen Stress erspare ich ihm lieber, er hat schon so genug davon.
Ich hoffe jetzt so sehr, dass der Drehwurm mal langsam nachlässt und er in eine halbwegs normale Körperhaltung zurückfindet. Gott sei Dank hat er nach wie vor Kraft in den Beinen, nur benutzt er sie durch den Schiefhals einfach nicht, weil er sich wohler zu fühlen scheint, wenn er den Kopf flach auf den Boden legen kann. Aber auch hier müssen wir wohl Geduld haben und weiterhin Muskeln trainieren und massieren.
Was mich aber freut ist, dass seine Panik mir gegenüber fast weg ist. Ich habe ja gelesen, dass diese Panik ebenfalls durch die Hirnhautentzündung ausgelöst werden kann, denn vor der Krankheit war er überhaupt nicht scheu und ist immer gleich gekommen, wenn ich ins Gehege kam. Entweder hat er nun verstanden, dass ich ihm nur helfen will, oder es gibt auch hier eine kleine Verbesserung.
Ich gebe auf jeden Fall die Hoffnung nicht auf, werde mit allem weitermachen und mir immer das Bild vor Augen halten, dass Monti bald gesund und munter durch den Garten hüpft. Ein anderes lasse ich im Augenblick nicht zu.

Liebe Grüße

Hopplerone
« Letzte Änderung: Februar 04, 2012, 11:54:36 von Hopplerone » Gespeichert
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