Myxomatose
Die Myxomatose ist eine Kaninchenseuche, die durch das Myxomatosevirus hervorgerufen wird.
Nach einer Infektion mit hochvirulenten sterben ungeschützte Kaninchen regelmäßig, schwachpathogene Viren rufen
ca. 20% Todesfälle hervor.
Typisch für die Myxomatose sind: Ödeme unter der Haut, auch eiternde Entzündungen im Augen-Nasen-Bereich werden in diesem Zusammenhang beobachtet. Kaninchen, die eine Myxomatoseinfektion überstanden haben, bleiben ihr Leben lang durch die Folgen der Erkrankung gezeichnet. Die Myxomatose tritt häufig unabhängig von der Jahreszeit auf, daher sind ein ständiger Schutz der Tiere und die Nachimpfung notwendig!
Die vorbeugende Impfung von Kaninchen mit dem Lebendimpfstoff erfolgt durch eine Erstimpfung ab der 4. Lebenswoche. Regelmäßige Nachimpfungen im Abstand von 6-9 Monaten sind möglich!RHD ((Hämorhagische Krankheit))
Die RHD ist wegen der hohen Infektiosität des Erregers neben der Myxomatose die verlustreichste Kaninchenseuche.
Sie wird das RHD-Virus ausgelöst.
Typisch für die RHD sind:plötzlich auftrentende Todesfälle ohne voher erkennbaren Anzeichen einer Erkrankung (perakute Form). Der Tod tritt dabei ca. 2-3 Tage den ersten (unscheinbaren) Krankheitsanzeichen ein. Eine Behandlung erkrankter Tiere ist nicht möglich! Da ungeimpfte Kaninchen in der Regel immer sterben sind Schutzimpfungen die wichtigste und erfolgreichste Vorbeugemaßnahme. Rechtzeitig und regelmäßig durchgeführt bieten diese eine eine hohe Sicherheit gegenüber dem Auftreten der Krankheit.
Mit dem inaktivierten Impfstoff können Kaninchen ab einem Alter von 8 Wochen geimpft werden. Nachimpfungen sollten mindestens 1mal jährlich erfolgen!