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Bounty
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« am: Januar 06, 2006, 08:48:18 » |
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gestern hörte ich einen Beitrag im Radio der mich echt schockierte. Bauern bestellten Antibiotika über das Internet, um entzündete Zitzen zu behandeln. Die Entzündung rührt daher, dass früher eine Kuh 3-4000 Liter Milch / Jahr gab heute sind es bis zu 14 000 Liter. Das ist abartig und Tierquälerei, und meiner meinung nach eine Qualzucht. 18 liter pro melkvorgang, ich finde diese Bauern gehören empfindlich bestraft, Geldstrafen hoch 3, Da spricht man immer vom Milchüberfluss, und dann das  Dass dadurch dubiose Antibiotika in die milch kommen, deren zusammensetzung nicht bekannt ist, ist wohl jedem klar. der nächste Skandal, wenn er nicht husch husch unter den Teppich gekehrt wird, ist vorprogrammiert. Eine echte Chance für alle die erkannt haben, dass biologische landwirtschaft der einzig echte Weg für die Zukunft ist.
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Bianca_16
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« Antworten #1 am: Januar 06, 2006, 09:02:07 » |
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Ich glaube, wir überschätzen die Möglichkeiten des biologischen Anbaus. So weit ich weiß, gelten in Österreich 10% der Bevölkerung als arm ( kann mich aber auch irren ). Bio-Produkte sind unverhältnismäßig teurer, viele können sich das einfach nicht leisten. Und dabei ist Österreich ein rel. reiches Land. Wie sieht es da wohl erst in Afrika etc. aus? Ich würde gerne nur Bio-Zeugs essen und trinken, am besten sogar Bio-Fair-Trade-Produkte, aber meine Mutter ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern, mein Vater ist arbeitslos, die Alimente fallen daher sehr gering aus und nebenbei hat er schon einen gewaltigen Alimente-Rückstand. Da ist Bio einfach nicht drin.
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Bounty
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« Antworten #2 am: Januar 06, 2006, 12:39:00 » |
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Hi Bianca, kann dich schon verstehen, obwohl ich glaube wir unterschätzen eher die Gefahren der massentierhaltung, BSE, Vogelgrippe, Hormonskandale usw. sind nur die Spitze des eisberges. ich glaube, dass ein umdenkprozess stattfindet, wenn dich das Thema interessiert, brauchst du nur ein bisschen zu googeln. hier einmal ein link, den ich sozusagen auf die schnelle gefunden habe http://www.futureins.de/theme.php?theme=4&clickyid=577&soundfile=voegel.m3u&uin=37410c08b5149393f7aa191f91b526e5 lg babsi
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RiotGirl
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« Antworten #3 am: Januar 06, 2006, 13:26:36 » |
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Ich habe mal gelesen, dass in Biomilch auch noch eine ganze Menge Chemie steckt (Stiftung Warentest). Aber ich kaufe auch nur Biomilch. Und ich habe die (bestimmt unsympatische) Einstellung, dass man für seine Nahrung ruhig etwas bezahlen kann und es die nunmal nicht zum Schleuderpreis a la "Geiz ist geil" gibt (obwohl ich als Studentin ohne großes Einkommen mit sicherheit alles andere als reich bin). Habe mal den klugen Spruch gelesen, dass "in Deutschland in den teuersten Küchen mit den billigsten Lebensmitteln gekocht wird". Ich finde, da ist etwas wahres dran..... die Schwerpunkte stimmen einfach nicht mehr.
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"Ich wander aus", sagte die Wanderratte als sie nichts mehr zu Wandern hatte.
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Bianca_16
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« Antworten #4 am: Januar 06, 2006, 14:30:34 » |
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Wie schon gesagt, ich würde mich auch gerne ausschließlich mit Bio-Produkten ernähren, aber kauf mal für eine 4-köpfige Familie Bio-Zeug ein,...Bio kostet tlw. das doppelte! Und wenn das Geld einfach nicht da ist, braucht man über die Vorteile von Bio nicht mal nachdenken, weil man es sich sowieso nicht leisten kann.
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Bounty
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« Antworten #5 am: Januar 06, 2006, 14:42:04 » |
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@riotgirl, stimme dir voll und ganz zu, man kann nicht erwarten für z.B: Schleuderpreise gutes Fleisch auf den teller zu bekommen, dass was man für seine paar Euro bekommt (Schlachtabfälle ala letzten Fleischskandal) ist abgesehen von ekelerregend bis gesundheitsgefährdend, noch überteuert. Ich zahl auch lieber ein paar Euro mehr und kann´s mit ruhigerem Gewissen essen weil ich weiß oder zumindest hoffe zu wissen, dass diese Tiere artgerechter gehalten wurden und ich damit den Biobauern und seine ganze Einstellung unterstütze.
Ich glaube man kann auch mit Bioprodukten gut wirtschaften, und natürlich ist es auch das vom Preis Leistungsverhältnis bessere Essen. Es gibt sogar schon eine Fertigpizza aus ökologischer Landwirtschaft (ja natürlich) die ich für meinen Sohn kaufe, wenn´s mal schnell gehen muss,
finde deine Einstellung absolut in Ordnung,
Bioprodukte sind wirklich nicht mehr viel teurer als andere, kosten teilweise gleichviel wie Markenprodukte,
@Bianca du musst dich hier nicht rechtfertigen, aber es gibt bei sehr vielen Handelsketten schon eine Bio - line , und ich finde sooo viel teurer sind die wirklich nicht mehr . Man kann auch versuchen beim direktvermarkter einkaufen, also beim Bauern, das machen wir bei den Eiern und Fleisch
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RiotGirl
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« Antworten #6 am: Januar 06, 2006, 21:12:46 » |
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Bin deiner Meinung, Bounty.
ich denke, dass viele einfach zu sehr "gewöhnt" sind, dass die Lebensmittel billig sind. (aber es heißt ja auch "ich bin zu arm, um billig einzukaufen"). Und es gibt so viele Möglichkeiten, zumindest teilweise Bio zu kaufen. Viele Supermarktketten haben Bioprodukte im Angebot die wirklich nicht teuer sind. Und die von dir angesprochene Möglichkeit des Direktbezuges ist eine prima Sache. Man kann bei vielen Bauernhöfen sehr günstig gute Biosachen kaufen. Und da kann man immer verhandeln. Ich bin einfach der Meinung, Lebensmittel sollten einem schon ein gewisses Geld wert sein - da spare ich lieber an Schmuck, Kosmetika, DVD, Zeitschriften und sonstige "luxusartikel", auf die ich gut verzichten kann. Aber Raubbau an der Natur betreiben, das will ich nicht...
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"Ich wander aus", sagte die Wanderratte als sie nichts mehr zu Wandern hatte.
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Bianca_16
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« Antworten #7 am: Januar 06, 2006, 21:39:29 » |
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Habt ihr einen Bio-Bauern in der Nähe? Ich kenne keinen!
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Bounty
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« Antworten #8 am: Januar 07, 2006, 07:19:32 » |
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Biobauern nicht, aber Direktvermarkter, ist der nachbar meiner Eltern. Die Hühner haben Freilauf (u.a. im Gemüsegarten meiner Mutter  ) kaufe seit Jahren nur mehr seine Eier od. , weil ich selbst wohne ja in der Stadt, Eier aus Freilandhaltung. Ich bringe kein Ei hinunter von dem ich weiß es kommt vom Käfig  Pass auch bei Nudeln auf, dass oben steht Eier aus Bodenhaltung od kauf überhaupt Buionudeln, im Supermarkt nicht im Reformhaus, denn dort ist es schon ziemlich teuer. Wie gesagt, immer mehr Supermärkte bieten Bioprodukte an, die sind ja auch nicht blöd, die Leute verlangen und kaufen ja diese Produkte. Hab heute in der Zeitung gelesen, dass es ein drittes Todesopfer in der Türkei gegeben hat  , so sehr ich mit dem vater Mitleid habe, der sein 3. Kind ! verloren hat, (hier triffts wieder einmal die Ärmsten) die Vogelgrippe ist auch ein Resultat der Massentierhaltung, wie auch die anderen Folgeerscheinungen.s.o. Wir müssen uns vom Gedanken verabschieden, dass es so weiter gehen kann. p.s. spätestens im Herbst soll sie , lt. Experten, auch im herbst bei uns auftreten
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RiotGirl
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« Antworten #9 am: Januar 07, 2006, 07:44:02 » |
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Im Internet gibt es manchmal Angebote, da kann man die Lieferung eines Korbes (versch. Größen) mit Saison- Obst- und -Gemüse abonieren. Das ist eine tolle Sache, man bekommt frisches direkt vor die Tür zu erschwinglichem Preis. Leider weiß ich die Adresse im Internet nicht, aber miot ein wenig googlen kann man da bestimmt etwas finden.
Oft muss man nur ein wenig über die Stadtgrenzen hinausfahren und dort findet man eine Menge Bauernhöfe mit Läden.
Und der Supermarkt ist auch noch eine Variante (Karstadt zum Beispiel hat mitterweile ein großes Bioangebot, wo man mit ein wenig Suchen serh günstig einkaufen kann).
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"Ich wander aus", sagte die Wanderratte als sie nichts mehr zu Wandern hatte.
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Satinchen
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« Antworten #10 am: Januar 16, 2006, 12:36:55 » |
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Das ist abartig und Tierquälerei, und meiner meinung nach eine Qualzucht. 18 liter pro melkvor-gang, ich finde diese Bauern gehören empfindlich bestraft, Geldstrafen hoch 3, Die Schuld allein den Bauern zuzuschieben finde ich nicht in Ordnung. Denn was bleibt denen anderes übrig? - auch hier geht es wie so oft um Geld. Und selbst wenn unsere Bauern die „alten“ Rassen züchten würden, was nützt es wenn dann erst wieder Billigmilch und –fleisch aus dem Aus-land eingeführt wird. Klar das so eine Kuh mehr bringt, als eine die nur die ein ¼ Milch gibt obwohl sie in der Haltung etc. das gleiche kostet. Somit sind die Bauern doch auch mehr oder weniger gezwungen solche „Super-kühe“, zu züchten, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Man müsste hier also wieder mal beim grundsätzlichen System und der Einstellung der Verbraucher anfangen. Und es ist sicher auch nicht so einfach für jeden Bauern einfach auf Bio umzusteigen – zumal man hier auch erstmal die nötige Vermarktung braucht, was in Zeiten wo doch viele sparen und auf Billigprodukte zurückgreifen sicher auch alles andere als einfach ist. Das sollte man auch nicht ganz vergessen, bevor man die Bauern beschuldigt. Ich habe mal gelesen, dass in Biomilch auch noch eine ganze Menge Chemie steckt (Stiftung Waren-test). Irgendwo muß der ganze Mist (Dünger, Pestizide, sonstige Chemikalien) ja hin und wenn das bereits in der Erde steckt, gelangt es auf diesen Weg über Pflanzen und tierische Produkte auch wieder in unsere Nahrungskette. Also ganz ohne geht somit auch bei Bio wohl kaum.
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Bounty
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« Antworten #11 am: Januar 16, 2006, 19:23:30 » |
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Hi Satinchen, ich muss was klarstellen, die bauern die empfindlich bestraft werden sollten sind jene, die illegal Antibiotika über das Internet bestellen, und unser Leben und Gesundheit gefährden. Ich gebe zu, dass dies aus meinem Text nicht eindeutig hervorgeht. Nur an die habe ich gedacht, als ich den Beitrag im radio hörte. Ich glaube nicht, dass es so schwer ist auf Bio umzusteigen, und das steigende Interesse und das wachsende Angebot an Bio-Produkten zeigt, dass es sicher keine Randerscheinung für ein paar Spinner ist, wie es vielleicht noch vor 10 Jahren der Fall war. Es kann eine durchaus rentable Einkommenquelle sein, noch dazu wo die Bauern für herkömmliche Produkte immer weniger bekommen. Sie dürfen auch nicht mehr anbauen als erlaubt, da sonst Strafen drohen, dass heisst sie haben ja gar keine Wachstumsmöglichkeitmehr in der "konventionellen" Landwirtschaft. Aber ich denke, dass wir uns in diesem Punkt einig sind, dass es nicht so weiter gehen kann wie bisher, dass wir von der "Geiz ist Geil" Mentalität für Lebensmittel wegmüssen. Wenn ich Biosachen kaufe, hoffe ich doch zu wissen, dass ich damit qualitativ hochwertigere Lebensmittel erstehe, und darüber hinaus ist es ein Ausdruck von Respekt gegenüber der Natur und den Menschen die sich dafür entschieden haben, beim Raubbau derselben nicht mehr mitzumachen und für sich einen Weg zur "sanften" Landwirtschaft gefunden haben.
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Satinchen
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« Antworten #12 am: Januar 16, 2006, 23:07:31 » |
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Hallo Bounty, ok, dann habe ich das falsch verstanden. Das Antibiotika verboten ist, ist eine Sache. Inwiefern Antibiotika zur Heilung nötig ist bzw. es auch andere Mitteln dagegen gibt, weiß ich nicht, aber Euterentzündung (Mastitis) soll für die betreffenden Kühe sehr schmerzhaft sein. Ob es bei größerem Euter/größere Milchmenge eher dazukommt kann ich auch nicht sagen, aber soweit ich weiß ist es mehr eine hygienische Sache. Wo viel Schmutz ist wird es vermutlich schneller/öfter zu einer Infektion kommen als bei saubereren Ställen und Haltung. Auch bin ich nicht sicher ob Antibiotika nicht doch in Ausnahmefällen eingesetzt wird, wenn es tierärztlich überwacht wird - nur wird dann wohl die Wartezeit länger sein. Aber früher war es ja wohl gang und gebe, bei jedem Wehwechen Antibiotika zu geben.  Welche Folgen das hat wissen wir mitlerweile ja... Wie leicht oder schwer es ist auf Bio umzusteigen bin ich überfragt. Aber ich denke, daß es dafür schon einige Voraussetzugen braucht - ich will nicht sagen, daß es nicht geht, aber leicht stelle ich mir das auch nicht vor. Bio ist sicher einigermaßen im Kommen, aber die breite Masse greift wohl doch noch eher zum Billigfleisch. Auch kann es sich sicher nicht jeder leisten. Aber grundsätzlich sind wir uns schon einig.  Hier ein ziemlich extremes Bild: http://www.que.at/html/nutztiere/rind/mastitis.htmllg Manuela
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